Die Krönung der Schöpfung?


Kroneschöpfung

Der Versuch der Beschreibung des Menschen ist vielfach unternommen worden. Allen Beschreibungen ist jedoch gemein, dass sie aus der Sicht des Menschen selber vorgenommen werden und damit subjektiv waren und sind.

Es stellt sich die Frage: Wie sähe ein halbwegs objektive Betrachtung aus? Zum Beispiel durch einen ausserirdischen Besucher der Erde. Sein Urteil über den Menschen wäre unvoreingenommen.

Das erste Problem was ein solcher Besucher hätte, wäre die Stellung des Menschen zu deuten. Ein gängiges Mittel, um den Rang einer Rasse in einem Ökosystem zu erkennen, ist der populationsbiologische Erfolg. Dieses Kriterium würde einen Besucher zu dem Schluss führen, dass die Erde nicht der Planet des Menschen, sondern der Insekten ist. Keine andere Lebensform konnte eine so große Artenvielfalt und Anzahl einzelner Individuen hervorbringen.

Ein zweites Kriterium wäre der Einfluss einer Spezies auf ihr Ökosystem. Aufgrund der Zerstörungen, die der Mensch in diesem Ökosystem hinterlassen hat, würde ihm hier der Rang des Führenden zustehen, wobei fraglich bleiben würde zu welchem Schluss dieses bei einem Besucher führen würde.

Ein Besucher würde eine Definition der einzelnen Spezies vornehmen und käme bei der Rasse Mensch zu folgendem Ergebnis.
Der Mensch definiert sich anthropologisch als homo oeconomicus hervorgehend aus dem Homo sapiens, was soviel wie – der vernunftbegabte Mensch – bedeutet. Er ist erdgeschichtlich eine sehr junge Lebensform, die ihren evolutionären Zenith voraussichtlich in 3 – 4 Millionen Jahren erreicht. Die momentane Population beträgt ca. 7 Milliarden Exemplare – exponentiell anwachsend.

Der Homo Sapiens ist innerhalb der biologischen Systematik ein höheres Säugetier aus der Ordnung der Primaten. Er gehört zur Unterordnung der Trockennasenaffen und dort zur Familie der Menschenaffen. Der Homo Sapiens bildete sich vor rund 40.000 Jahren aus und ist die einzige bis heute überlebende Art der Gattung Homo – hervorgegangen aus dem Homo Erectus. Ein erwachsener Homo Sapiens erreicht eine typische Körpergröße zwischen 150 cm und 200 cm, wobei die Männchen eher größer und die Weibchen eher kleiner sind.

Zur Fortpflanzung paarbildend, ist die durchschnittliche Anzahl der Nachkommen pro Weibchen, ca. 2,5 überlebensfähige Exemplare. Die Sozialisierungsphase der Nachkommen beträgt 14 bis 18 Jahre. Durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 65 Jahren, wobei geographische Unterschiede zwischen 35 und 90 Jahren möglich sind. Notwendige Lebenserhaltungsressourcen sind: Sauerstoff und Stickstoff als Gasgemisch durch permanente Zufuhr als Lungenatmer sowie ein Wasserminimum von 2 Liter pro Tag sowie leicht zersetzbare organische Stoffe, für deren Gewinnung ca. 3,5 Hektar Fläche pro Exemplar notwendig sind.

Wie bei Wirbeltieren typisch lässt sich der Körper anatomisch in einen Stütz- und Bewegungsapparat, die inneren Organe, das Nervensystem und die Sinnesorgane unterteilen, welche im Vergleich zu anderen terristischen Phänotypen eher unterentwickelt sind. Er besteht aus 60 bis 70 % Wasser, etwa 20 % Proteinen, 15 % Fetten und 5 % Mineralien und anorganischen Stoffen. Insgesamt wird die chemische Zusammensetzung mit etwa 65% Sauerstoff, 18% Kohlenstoff, 10 % Wasserstoff, 3 % Stickstoff, 1,5 % Calcium und 1,0 % Phosphor sowie geringe Konzentrationen von Schwermetallen wie Eisen, Zink, Kupfer, Blei, Cadmium und Chrom angegeben. Das entspricht einem wirtschaftlichen Verwertungsgrad von ca. 3,- Euro pro Exemplar.

Durch die geringe biologische und wirtschaftliche Verwertbarkeit findet eine Entsorgung durch Vergraben oder Einäscherung statt. Hierbei verbleiben 2 bis 3 kg Asche, die zum größten Teil aus Tricalciumphosphat, einem wichtigen Mineraldünger, besteht. Die Rauchgas-Filterrückstände müssen wegen des hohen Schwermetallgehaltes als Sondermüll entsorgt werden. Den weiblichen Körper steuern durchschnittlich 1245cm3, den männlichen rund 1375cm3 Gehirnmasse, von der ca. 4% kognitiv aktiv sind.

Die soziale Struktur ist Rudel bildend und aggressiv verdrängend gegenüber anderen Phänotypen, aber auch innerhalb der Spezies selbst. Soziale Strukturen sind instabil, auf Basis der gegenseitigen Vorteilsnahme. Bei Populationsüberhängen ist eine deutliche Neigung zur Selbstdezimierung in Form von Gewaltakten oder Ressourcenausbeutung erkennbar.

Die phänotypische Besonderheit der Vernunftbegabung, ist vornehmlich destruktiv in Bezug auf das Ökosystem, was auf ein geringes Maß kognitiver Kompetenzen schließen lässt.

Überlebensstrategien der Gesamtpopulation sind nicht erkennbar. Die Überlebenswahrscheinlichkeit der Population ist in 100 Jahren größer als 90 % und in 500 Jahren kleiner als 10 %.

Zusammenfassend ist die Stellung des Menschen für das Gesamtsystem Erde parasitär, in Interaktion mit anderen Phänotypen aggressiv verdrängend und für sich selbst destruktiv.

Eigendefinition des Phänotyp Mensch: Dei Krone der Schöpfung.

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3 Kommentare zu “Die Krönung der Schöpfung?”

  1. Als vernunftbegabtes und inteligentes Wesen, welches es zweifellos sein müsste um den Weltraum zu bereisen um uns hier zu besuchen, wird es sicher Gemeinsamkeiten finden. Die Menschen sind die einzige Spezies auf dem Planeten die zu einer willentlichen Kreativität in der Lage sind und sich damit ihrer größten und unerschöpflichen Resource bedienen. Dem menschlichen Erfindergeist. Das unterscheidet sie wesentlich von den übrigen Spezies auf unseren Planenten.

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    Der Mensch sollte von seinem Thron herabsteigen und sich dessen bewusst sein, dass ein Erfinder der bedenklichen Kreation MENSCH eine perverse Veranlagung besitzen muss, was den Erfinder als Perversling ausweist. Hat der Mensch Perversion in Form von Gott nötig, doch nur im Größenwahn innerhalb welchen er meint, etwas Besonderes und Achtenswertes zu sein. Das ist der Weg zu tatsächlicher Demut und dem Wissen seiner eigenen Wertigkeit.

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