Fragen und Antworten


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Fragen sind die Tür zu Antworten und jeder, der eine Frage stellt, hofft auf die Beantwortung dieser. Unser Informationsaustausch wird über die Abwechselung von Fragen und Antworten gestaltet, wobei gilt: je mehr Fragen gestellt werden, desto höher ist die Summe der Informationen, die dafür zurückkommen. Das zumindest trifft auf die Quantität zu.

Um jedoch die Qualität der zurück zu erwartenden Informationen zu erhöhen, muss auch die Qualität der Frage erhöht werden. Je nach Inhalt der Frage funktioniert dieses, wenn sowohl der Fragende als auch der Antwortende die gleiche Sachkompetenz zum Inhalt der Frage haben, da ansonsten entweder die Frage oder die Antwort nicht verstanden werden würde oder die Frage gar zur Sinnlosigkeit verkommt.

Hierfür ist ein Beispiel die Frage: Was war vor der Zeit? Die Sinnlosigkeit der Frage ergibt sich aus dem Umstand, dass eine Frage nach einem Davor eine zeitliche Frage ist, die es ja nicht geben kann, wenn es keine Zeit gab, was die Frage voraus setzte. Eine einheitliche Sachkompetenz ist jedoch in den wenigsten Fällen gegeben. Ein Umstand, der sich aus einem unterschiedlichen Bildungsniveau, Erfahrungsschatz oder sozialen Wurzeln ergibt. Desweiteren wird in jeder Frage und in jeder Antwort ein Mindeststandart gleichen Wissens vorausgesetzt, mindestens die Nutzung gleicher Vokabeln, die für die Formulierung und die Verwendung von zusätzlichen Erklärungen notwendig ist. Nur dieses Zusammenspiel der verschiedenen Faktoren führt zu einem quantitativ ausreichenden und qualitativ sinnvollem Gespräch.

Durch das Vermischen kulturell unterschiedlicher Gruppen oder Gruppen mit unterschiedlichem Bildungsniveau, nicht deckungsgleichen sozialen Wurzeln oder stark differenten Erfahrungen werden Gespräche zwar nicht unterbunden, da diese ja nur von der Häufigkeit der Fragestellungen abhängig sind, aber die Qualität – die Sinnvolligkeit des Inhaltes und damit die Möglichkeit aus ihnen zu lernen wird beschränkt.

Das geschieht im Widerspruch, dass kulturelle Vielfalt positiv im Sinne der geistigen Entwicklung einer Kultur ist. Aufgrund der rein von der Wahrscheinlichkeit gegebenen wenig häufigen Deckungsgleichheit der sich Unterhaltenden ist kulturelle Vielfalt ein intellektueller Hemmnis, der sich am stärksten auf der Seite des Fragenden bemerkbar macht, da diesem ja die Antworten vorenthalten werden. Bildung ist der einzige Mechanismus der interkulturelle Kommunikation möglich macht und damit ein Anspruch an eine Gesellschaft, die über ihre lokalen oder nationalen Grenzen hinaus aktiv werden will oder auch nur die Notwendigkeit erkennt mit ihren eigenen Bürgern im Gespräch zu bleiben.

Ich verbleibe in diesem Sinne

Heinz Sauren

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  1. Sehr geehrte Damen und Herren,
    ich finde ihr Bild zu Fragen und Antworten (rote und graue Strichmännchen) sehr schön und würde es für ein Untermenü meiner Internetseite benutzen.
    Ist dies erlaubt bzw. wie teuer würde das Bild sein. Über eine kurze Mail würde ich mich freuen.
    Mit freundlichem Gruß
    Michael Thüs

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