Hellas ante Portas

„Hannibal (ante) ad portas“, ließ Cicero die Römer wissen, als er vor der Gefahr warnte die über die Alpen gekommen war. Der Grund dieser Warnung war aber im Inneren zu suchen und Cicero sah ihn in dem Machtanspruch des Marcus Antonius. Heute kommt wieder eine Gefahr über die Alpen, wenn auch von Süden und wieder ist es ein umfassender Machtanspruch im Inneren, der Grund zur Sorge bereitet.

Griechenlands Schicksal ist an das Schicksal Europas gebunden, verkünden die Mächtigen nunmehr seit Jahren und schüren die subtilen Ängste der Bevölkerung, in dem sie damit sagen, dass auch Europa nur mit den Griechen eine Zukunft hat. Europa wird zerbrechen, wenn Griechenland austritt, ist die beständige Warnung aus dem Kanzleramt. Die Sicht der wirtschaftlichen und politischen Eliten, die diesen Standpunkt begründen, bezieht sich auf ein Europa, welches eine Wirtschafts- und Finanzunion bildet. Europa ist eine fiskalpolitische Union, eine Realität die nicht durch den nun geforderten Fiskalpakt geschaffen werden soll, sondern durch ihn nur gesetzlich zementiert wird. Wirtschaftskrise, Staatsschuldenkrise und Bankenkrise sind nur verschieden Etiketten für eine europäische und globale Finanzsystemkrise, in der tatsächlich alle europäischen Länder vereint sind.

Europa ist mehr als der Rahmen einer wirtschaftlichen und finanztechnischen Verwebung untereinander. Zumindest steht zu hoffen, das es den Völkern Europas mehr bedeutet als ein solches Konstrukt. Europa sind die vielschichtigen und untereinander differenten Kulturen eines Sub-Kontitenents. Es bestand bereits weit vor diesem Finanzsystem und es gibt keinen vernünftigen Grund für die Annahme, dass es danach nicht bestehen wird. Was droht, ist nicht der Verlust Europas, es ist der Verlust eines Finanzsystems welches Europa beherrscht. Es mag sein, dass einige kurzsichtige Politiker, diese gemeinsame Währung wollten, um zukünftige Kriege zu vermeiden, doch diese Währung vereint Europa nicht, sondern trennt es. Das was vereinen sollte, ist ein Keil in einer Gemeinschaft die in der heute propagierten Art, nur in den Bilanzen internationaler Banken und Konzerne besteht.

Hellas ad portas, ist mehr als eine Warnung, es ist eine Prophezeiung. In Griechenland wird uns vorgeführt, was einem Land geschieht, welches die Gunst des Finanzsystems verloren hat. Es ist der erfolgreiche Versuch wirtschaftliche Forderungen gegen den Willen eines Volkes und auf seine Kosten zu verwirklichen. Das Ergebnis ist die Zerstörung einer nationalen Wirtschaft und die Verarmung eines Volkes, das nun auch bereit ist der Demokratie den Rücken zu kehren, das wissend um die Ausweglosigkeit in seiner Abhängigkeit auch zu radikalen Mitteln greift um sich aus dem Würgegriff des Finanzkapitalismus zu befreien. Ein Wunsch nach Freiheit und Selbstbestimmung, der nach den Ansprüchen Europas überall auf der Welt zu unterstützen wäre, wenn er nicht wie in diesem Fall, sich gegen die finanziellen Interessen Europas selbst richten würde. Die Griechen leiden unter den bigotten Ansprüchen eines Europas, dessen politische Führung ein vereintes Europa beschlossen hat, unter der wirtschaftlichen und politischen Führung eines Kerneuropa und das nun vor dem Problem steht seinen Anspruch durchzusetzen, auch gegen den Willen der Völker, die an dieser Richtungsentscheidung nicht teilhaben durften. Den Griechen bleibt nicht mehr viel Auswahl. Entweder werden sie ein rechtloser Knecht der wirtschaftlichen Interessen der Finanzwelt und dürfen in Europa bleiben, oder sie wählen das Recht auf Selbstbestimmung ihrer Zukunft und werden dafür als Staat ausgestoßen und geächtet. Wie lässt sich eine solche Politik unter den vermeintlich großen Zielen Europas rechtfertigen? Wieso schreit dieses Europa nicht auf, wenn demokratische Rechte, wirtschaftlichen Forderungen geopfert werden?

Von 70 Milliarden Euro, die bisher tatsächlich für, aber nicht an Griechenland gezahlt wurden, sind 67 Milliarden Euro an die Banken gezahlt worden, die damit ihre Gewinne an der Not des griechischen Volkes, namentliche ihre Zinsen bezahlt bekommen haben. Die vielen weiteren hunderte von Milliarden Euro sind Bürgschaften. Diese können niemals und unter keinen Umständen an Griechenland ausgezahlt, sondern falls sie in Anspruch genommen werden, an die Banken, die damit auch bei einem völligen Zusammenbruch Griechenlands nicht auf ihren Gewinn verzichten müssen. Hunger und Elend einer breiten Masse der griechischen Bevölkerung sind für die Vorstände und Aufsichtsräte internationaler, auch deutscher Banken, kein Grund auf ihre Gewinne – die Zinsen – zu verzichten. Der persönliche Zuwachs an Reichtum wiegt schwerer als demokratische Rechte, Elend und Not. Zumindest in diesem Punkt agiert Europa nach dem gleichen Schema wie die Despoten in Weißrussland oder Nord Korea, die den Erhalt und die Vermehrung ihres persönlichen Reichtums auch zum Staatsziel erklärt haben. Diese Diktatoren dürften wohl etwas neidisch auf den Euroraum schielen, da sie nur jeweils ein Volk haben an dem sie sich bereichern können, während in Europa gleich alle Völker in Kollektivhaftung zur Gewinnsicherung genommen werden. Manchmal hat Europa eben doch Vorbildcharakter.

Griechenland hat gewählt und auch diese Wahl ist beispielhaft für das was uns erwartet. Ein Volk welches Hunger, Armut und Elend in seinen eigenen Reihen erleben muss, wählt das was sie aus ihrer Not heraus führen kann. Wer Armut leidet bricht Verträge und tut dieses nicht um sich selbst zu bereichern, sondern aus Notwehr. Wo ein solcher Weg hinführen kann, haben wir Deutschen am eigenen Leibe erfahren. Wir befanden uns selbst in einer solchen Situation, zur Zeit der Weimarer Republik und auch wir haben damals die Verträge zur Reparationszahlung an die Alliierten Siegermächte des ersten Weltkrieges gebrochen. Dieser Weg hat uns in die Isolation und den zweiten Weltkrieg geführt. Natürlich haben wir von Griechenland keinen dritten Weltkrieg zu befürchten, dennoch sollte man doch meinen dürfen, das unsere Politiker ein wenig mehr aus der eigenen Geschichte gelernt hätten, als das was sie nun tun. Unser Finanzminister meinte als Reaktion auf das griechische Wahlergebnis, diese mit dem Satz „Pacta sund servanda“ zum einhalten der sie knebelnden Verträge zu ermahnen und sagte weiter, geschlossene Verträge seien von Wahlen unberührt. Ein Volk das seine Verträge nicht verändern kann, nicht den Kurs seiner Zukunft neu bestimmen kann, ist nicht frei. Unser Finanzminister verstieg sich sogar in die Aussage, dass das griechische Volk wissen müsse, das jene die ihnen eine nicht Einhaltung der Verträge versprechen, lügen würden. Was ist das für ein Bild von Demokratie, was solche Politiker in sich tragen und was will unser Finanzminister machen, wenn das Wahlergebnis die Euro Verweigerer an die Macht bringt. Wird er dann beweisen wollen, dass die Verträge eingehalten werden müssen? Wie kann man einen anderen Staat gegen seinen Willen zwingen. Erklärt uns unser Finanzminister tatsächlich nun, dass zur Aufrechterhaltung dieses Finanzsystems auch Kriege denkbar wären? Natürlich waren Kriege das auch schon in der jüngsten Vergangenheit, aber nun auch mitten in Europa, gegen ein abtrünniges europäisches Land? Politiker die sich direkt in die Angelegenheiten anderer Nation mit Forderungen einmischen, müssen wissen, dass sie schnell in Situationen kommen können, in denen sie ihre Forderungen auch durchsetzen zu müssen. Sie offenbaren Extreme in ihren Vorstellungen die weit radikaler sind, als ihre Gegner, wie zum Beispiel die Occupy Bewegung in ihren Forderungen je waren.

Die antikapitalistischen Bewegungen, angeführt von Occupy, sind zwischenzeitlich weltweit tätig. Ihre Camps, Proteste und Demonstrationen sind politischer Alltag geworden und sie erreichen viele Menschen. Ihr Einfluss ist bereits so groß, das er die Grundeinstellung der Menschen zu politischen und wirtschaftlichen Fragen grundsätzlich verändert hat. Antikapitalistisch war bis noch vor wenigen Jahren, das Markenzeichen linksradikaler Gruppen und nicht gesellschaftsfähig. Occupy machte den ersten breitenwirksamen Anfang und begründete einen politischen Trend, der mittlerweile auch in der breiten Masse gehört wird. Occupy ist zwischenzeitlich die erste ernst zu nehmende gesellschaftliche Gruppe, die dieses Finanzsystem in Frage stellt. Politiker die sich durch solche Forderungen für gewöhnlich zur vermeintlichen Richtigstellung aufgerufen fühlen würden, verhalten sich auffallend zurück haltend und meiden die direkte Auseinandersetzung mit dieser Gruppe. Sie sind allgegenwärtig und doch nirgends vertreten. Selbst ihr politischer Arm, die Piratenpartei, kokettiert zwar mit ihren Werten, will sich aber nicht von ihr vereinnahmen lassen. Es ist offensichtlich das Occupy die richtigen Fragen behandelt, aber es ist auch offensichtlich, dass sie nicht mehrheitsfähig sind.

Occupy wird gehört, das ist was Occupy kann. Damit erfüllt Occupy einen unschätzbar wertvollen Dienst als Wegbereiter einer neuen Meinung, aber nicht mehr. Um eine tatsächliche Änderung herbei zu führen, bedarf es eines Konzeptes, das sich mit den Gründen auseinandersetzt, aus denen eine Lösung für die Probleme abgeleitet werden kann. Occupy wendet sich gegen das Wirtschaftsystem. Das Wirtschaftsystem ist aber nicht der Grund gesellschaftlicher Probleme, sondern das Vehikel mit dem diese Probleme umgesetzt und transportiert werden. Der Entwurf wirtschaftlicher Gegenmodelle ist untauglich zur Erreichung tatsächlicher Veränderungen, da die Grundlagen unangetastet bleiben, die in ihrer Konsequenz zwingend zu diesem Wirtschaftssystem geführt haben. Regional Geld und Currancy Geldmodelle werden, solange sie auf den gleichen gesellschaftlichen Werten beruhen wie die Marktwirtschaft, immer von ihr abhängig bleiben und zeitlich befristet sein. Wer eine tatsächliche Veränderung will, sollte nicht dieses Wirtschaftssystem als Symptom bekämpfen, sondern eine gesellschaftliche Veränderung, als Ursache herbei führen wollen, auf der ein Wirtschaftsystem, wie das zur Zeit vorherrschende nicht gedeihen kann.

Occupy und die Gruppen die noch folgen werden, können zeigen was falsch ist. Die Menschen selber, müssen zeigen was richtig ist. Nicht in einer Massenbewegung wird die Veränderung dieses Wirtschaftssystems stattfinden, sondern in der Neubenennung der Werte des Einzelnen wird die Veränderung stattfinden.

Die Annahme neuer Werte ist keine Frage einer Überzeugungstätigkeit. Es wird keine Mehrheit, ihre Werte grundsätzlich verändern, solange es dafür keinen Zwang gibt. Diese Gesellschaft hat sich an ein Modell ihrer selbst gewöhnt, in dem es kein entweder oder gibt, sondern nur ein hinzu. Verzicht wird die Mehrheit nicht freiwillig üben, aber etwas neues hinzu fordern schon. Das ist es, was wir zurzeit beobachten und was auch zu einem Irrglauben innerhalb der antikapitalistischen Bewegungen führt. Diese nehmen den Zuspruch wahr den sie hervorrufen, aber sehen nicht, dass dieser auf einem „hinzu“ basiert. Die Mehrheit versteht zwar, dass es so nicht weitergehen kann, will aber nicht auf das bestehende verzichten. Somit sind viele Anhänger der Bewegungen, keine auf die sie über ein Lippenbekenntnis hinaus bauen können.

Eine Gesellschaft die nur ein „hinzu“ anerkennt, hat zwangsläufig ein Finanz- und Wirtschaftsystem welches auf einem immer währenden „hinzu“ beruht und ist untrennbar mit ihm verbunden. 20 Jahre nach dem Untergang des Kommunismus ist nun auch der Kapitalismus an seine Grenzen gelangt und wird in seinem unzweifelhaften Untergang, auch seine Gesellschaft mit untergehen lassen, wie es zuvor der Kommunismus auch gemacht hat. Das ist es, was die Veränderungen des Marktes aufhält. Eine breite Mehrheit die ihr Lebensmodell in Auflösung sieht. Der Kollaps der Wirtschaftsysteme ist eine unausweichliche Folge ihrer selbst und bedeutet weit mehr als Gewinndezimierung weniger Reiche. Dieser Kollaps wird Angst bringen, er wird Konflikte schüren und alle für die dieser Kollaps Verlust bedeutet, werden sich nach Kräften dagegen wehren. Der Untergang der Marktwirtschaft ist zwangsläufig der Untergang dieser Gesellschaft und die einzige Chance auf eine Neue.

Hellas ad portas, wird in seinen Folgen weit reichender sein, als es Hannibal je war.

Ich verbleibe in diesem Sinne

Heinz Sauren

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Gesundheit

 

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Gesundheit ist hohes Gut und jeder ist bestrebt sie zu besitzen und zu erhalten. Gemäß der Weltgesundheitsorganisation ist Gesundheit ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens. Es ist die Krankheit, die das Fehlen der Gesundheit offenbart, als Abwesenheit des definierten Zustandes der Gesundheit. Wir haben nur ein schwaches Empfinden für Gesundheit und entwickeln ein Verständnis um sie zumeist erst aus dem Leidensdruck ihrer Abwesenheit. Die Betrachtung der Gesundheit aus dem Standpunkt der Krankheit heraus führte zu einem Zerrbild, welches bestimmend für unser Gesundheitssystem und die Medizin wurde.

Die Zahl der tödlichen Krankheitsverläufe, nimmt zwar bei einigen Krankheitsbildern ab, jedoch nicht in ihrer Gesamtheit, da sich die Zahl der auftretenden Krankheiten deutlich vermehrt. Wir werden heute älter als unsere Vorfahren, aber können auch beobachten, dass die Anzahl der Krankheiten, die wir durchleben stetig steigt. Noch vor wenigen Jahrzehnten war ein Krankheitsfall bei einem unter vierzig jährigen, die Ausnahme. Heute ist ein zwanzig jähriger der noch keine Krankheit hatte, die Ausnahme. Einen Teil der Zunahme dieser Häufigkeit ist auf die größere Umweltbelastung und zunehmend falsche Ernährung zurück zu führen. Ein weiterer Teil ergibt sich durch die veränderte Sicht die wir zu unserer Gesundheit gebildet haben. Es hat sich eine Sichtweise etabliert die uns zunehmend krank macht.

Das Gesundheitswesen und die Medizin folgen nicht der Definition der Weltgesundheitsorganisation, in der das Wohlergehen des Einzelnen im Mittelpunkt steht, sondern den Verwaltungen der einzelnen Staaten, denen sie direkt unterstehen. Durch die politischen und wirtschaftlichen Forderungen haben sich Gesundheitssysteme gebildet, deren oberstes Ziel nicht die Heilung von Krankheiten, sondern die Aussetzung der von Krankheiten hervor gerufenen Symptome ist. Gesund ist heute wer arbeiten kann, die Einschränkung der Gesundheit bemisst sich in Erwerbsminderungsstufen und Ärzte attestieren keine Krankheiten sondern Arbeitsunfähigkeiten. Wer mit diesen Vorgaben an die Behandlung von Krankheiten geht, kann als Ziel nicht die Gesundung haben.

Unabhängig bei welcher Krankheit, ergibt sich die Gesundung aus drei Phasen. Die erste Phase ist die Abstellung der, die Krankheit auslösenden Ursachen. Die zweite Phase ist die Überwindung der körperlichen Reaktionen, des Krankheitsbildes. Die dritte Phase ist die Rekonvaleszenz, die Erholung des Körpers von der krankheitsbedingten Schwächung und die Wiederaufnahme der körperlichen Funktionen. Erst nach Abschluss der dritten und entscheidenden Phase, die immer mindestens so lange dauert wie das Krankheitsbild selbst, kann eine Gesundung eintreten. Wir erleben heute eine Medizin die sich im Wesentlichen auf das Krankheitsbild, die Symptome beschränkt und ihre Aufgabe darin versteht, eine möglichst zügige Wiedereingliederung in den Erwerbsprozess zu gewährleisten. Das Abstellen der die Krankheit auslösenden Ursachen, sowie die Rekonvaleszenz sind nicht, oder kaum Bestandteil der Medizin. Die Folgen der fehlenden Gesundung sind offensichtlich und erklären die Häufigkeit neuer Krankheiten, für die ein geschwächter Körper anfälliger ist, als auch das erneute auftreten von scheinbar überwundenen Krankheitsbildern. Ein medizinisches Wesen, welches sich nach den Forderungen des Arbeitsmarktes zu richten hat, sieht nur das Krankheitsbild. Das hat auch unsere Sicht verändert, so dass auch wir nur dann und auch nur so lange wie wir Symptome erkennen, einen Grund sehen auf eine Krankheit einzugehen.

Wir haben eine Sichtweise auf Krankheiten entwickelt, die uns diese in einem gewünschten gesellschaftlichen Konsens zeigen, diese grundsätzlich als negativ darstellen und uns dadurch kränker gemacht, als wir es sind. Wir alle kennen eine Grippe und wenn wir unter ihr leiden, fühlen wir uns krank und gehen zum Arzt. Es ist die Medizin die uns die Symptome als Beweis einer Krankheit erklärt. Dabei wissen wir seit Großmutters Zeiten, dass eine Grippe ohne Arzt 14 Tage dauert und mit Arzt 2 Wochen. Eine Grippe ist die Abwehrreaktion unseres Körpers auf einen Eindringling und das Fieber ist unser Versuch den Eindringling durch Erhöhung der Körpertemperatur zu schwächen. Im Grunde ist eine Grippe also keine Krankheit, sondern das Zeichen eines funktionierenden Immunsystems. Vieles was unser Wohlbefinden beeinträchtigt ist nicht Zeichen einer Krankheit, sondern wurde von uns zu einer Krankheit gemacht, weil uns die Medizin in dem Glauben an die Erreichbarkeit eines körperlichen Idealzustandes bestärkt. Ein solcher körperlicher Idealzustand ist eine verallgemeinernde Definition, aus der die Medizin ihre Tätigkeit begründet, aber innerhalb biotischer Systeme, die in ständiger Interaktion und Abwehr mit ihrer Umwelt stehen, nicht zu erreichen ist. Viele der uns heute bekannten Krankheiten, haben ihre Daseinsberechtigung als Krankheit ausschließlich aus dem Anspruch der Medizin, ihre Symptome bekämpfen zu können.

Die Errungenschaften der Medizin sind wertvoll und hilfreich und ihre Möglichkeiten sind beeindruckend. Die Gefahr die sich aus der Medizin für uns ergibt, beruht zum einen auf dem Anspruch der sich aus den politischen und wirtschaftlichen Forderungen an sie richtet und zum zweiten durch unseren pseudoreligiösen Glauben an sie. Dieser Glauben der universellen Einsetzbarkeit, einer allwissenden Heilslehre. Wir sollten kritischer mit der Medizin umgehen. Die Medizin befindet sich wie jede andere Wissenschaft in einer beständigen Entwicklung und so waren viele medizinische Behandlungen die heute als schädlich abgelehnt werden, lange Zeit die Grundlage, mit denen unzählige Menschen zu Tode behandelt wurden. Auch die heutigen Behandlungsmethoden werden in Zukunft nicht besser gesehen werden. Gemäß einer Studie des Statistischen Bundesamtes sterben in Deutschland 17.000 Menschen jährlich, an den Folgen ärztlicher Behandlungsfehler und weitere 25.000 Menschen pro Jahr durch Neben- oder Wechselwirkungen ärztlich verschriebener Arzneien. Bei Verkehrsunfällen sterben pro Jahr 8.000 Menschen und wir reagieren mit Gesetzesänderungen und Vorsicht. Durch die Behandlung von Krankheiten sterben jedes Jahr 42.000 Menschen in Deutschland, das sind 115 Menschen am Tag, oder jede Stunde 4 Menschen und wir glauben immer noch das alles richtig ist, was die Medizin für unsere Krankheitsbehandlung vorsieht.

An diesen erschreckenden Zahlen tragen wir selbst die größte Schuld, weil wir zu oft und zu schnell zum Arzt gehen und eine Heilung von der Medizin erwarten, wo keine nötig wäre. Nach internationalen Schätzungen werden heute zu mehr als 40% Krankheiten behandelt die keine Krankheiten sind, oder die Folge von Medikamenten sind deren Einnahme für eine Gesundung nicht notwendig gewesen wären, wenn anstatt dessen eine Rekonvaleszenzzeit eingehalten worden wäre.

Medizin ist heute in erster Linie ein Multi-Milliarden Geschäftszweig. Ob wir behandelt werden, entscheidet der Arzt. Wie wir behandelt werden, entscheidet die Krankenversicherung und mit was wir behandelt werden, entscheidet die Pharmaindustrie. Alle haben ein gesteigertes Interesse daran das wir behandelt werden und dieses Interesse ist bei allen zuerst wirtschaftlicher Natur. Pharmakonzerne und Krankenkasse haben in ihren Jahresberichten, keine Position für geleistete Hilfe, sondern für Umsatzsteigerung und auch der Hausarzt ist in erster Linie freiberuflicher Unternehmer, der wirtschaftlichen Erfolg für sein Überleben braucht. Niemand hat ein tatsächliches Interesse an der Gesundheit des Menschen, außer ihm selber. Unser gesamtes Gesundheitssystem überlebt nur, wenn möglichst viele möglichst lange krank sind.

Unsere Gesundheit entsteht nicht in Wartezimmern oder mit Hilfe von Medikamenten die in ihrer Wirkung oft schädlicher sind als sie nutzen, sondern aus einem kritischen Verhältnis zur Medizin und einem gesunden Verhältnis zu uns selbst. Körperliche Unbehaglichkeit, Infekte und viele andere Symptome bedürfen nicht zwingend medizinischer Behandlung. Unser Körper ist ein Produkt seiner evolutionären Entwicklung. Um sein Überleben zu sichern hat er eine Vielzahl von Abwehrmechanismen geschaffen, die ihn gegen äußere Einflüsse schützen. Er hat Strategien entwickelt sich gegen Krankheiten zu wehren und komplexes System der Selbstheilung geschaffen. Dieses funktioniert jeden Tag so effektiv, das wir die meisten Krankheiten und Angriffe auf ihn nicht einmal bewusst spüren. Wie konnte unsere Spezies so lange überleben, wenn diese Mechanismen so uneffektiv sind, wie uns die Medizin und die Pharmaindustrie gerne erklärt. Krankheiten sind Umweltreaktionen oder Verschleiß unseres Körpers. Krankheiten sind daher Teil unseres Lebens und so wichtig das sie uns zum Teil erst Überlebensfähig machen. Sie sind Teil unserer Entwicklung die zum Beispiel als Kinderkrankheiten die wir durchleben, unsere Gesundheit erhalten. Wir müssen aufhören in Krankheiten die Erwerbsminderung zu sehen und sie als natürlichen Teil unseres Lebens verstehen und wir müssen aufhören uns weiß machen zu lassen, dass wir ein Leben ohne Einschränkungen und ohne Unbehagen leben könnten. Niemand ist nach medizinischen Standards gesund, Krankheiten sind Ausdruck und Teil unserer Gesundheit und unseres Alters.

Schul-Medizin ist Notfall-Medizin. Ihr Einsatz ist angezeigt, wenn es unserem Körper nicht gelingt in sein Gleichgewicht zurück zu finden und ein irreversibler Schaden droht oder Lebensgefahr besteht. Nur dann stehen die drohenden Schäden aus einer schulmedizinischen Behandlung in einem vertretbaren Verhältnis zu dem drohenden Schaden aus einer schweren Erkrankung.

In seiner Entwicklung hat der Mensch gelernt, dass Nahrung seine Gesundheit beeinflusst und er lernte spezielle Nahrungsbestandteile oder Pflanzen für die Unterstützung seiner Gesundheit zu nutzen. Die Kräuterheilkunde, aber auch andere Formen der alternativen Medizin, wie Akupunktur, Homöopathie und viele mehr haben über Jahrhunderte wertvolle Dienste geleistet. Ihr großer Vorteil gegenüber der heutigen Pharmazie und Medizin die in erster Linie Symptome bekämpft ist der Ansatz, der sich auf die Ursache richtet. Das bekämpfen von Ursachen gibt dem Körper die Möglichkeit das zu tun, was er seit dem Beginn seiner Evolution immer tat, sich selbst zu heilen. Es ist die effektivste und nachhaltigste Methode zur Erhaltung der Gesundheit. Leider ist es aber auch die unpopulärste, da sie Geduld erfordert und Symptome nicht sofort sondern nur analog des Gesundungsprozesses zurückgehen. Das aber wohl schwerwiegendste Argument gegen natürliche Gesundungsprozesse ist wohl der Glauben innerhalb unserer Gesellschaft, das alles normiert und einen wirtschaftlichen Nutzen haben muss. Ein Mensch hat einen wirtschaftlichen Nutzen wenn er gesund ist und arbeitet durch den Mehrwert den er generiert, aber auch wenn er krank ist und innerhalb des Gesundheitssystems bleibt und somit die Krankenkassen, die Pharmaindustrie und die Ärzte ihren Mehrwert generieren können.

Gesundheit ist missbrauchter Begriff. Unsere Wirtschaft macht Milliarden-Umsätze mit vermeintlich gesunder Nahrung. Es gibt keine gesunde Nahrung, nichts was wir zu uns nehmen fördert unsere Gesundheit, alles schädigt sie. Wir können zwar feststellen das einige Nahrungsmittel, insbesondere die natürlichen, unsere Gesundheit weniger schädigen als andere, aber es gibt keine Nahrung die uns gesund macht. Was uns als Gesundheitsförderlich an einigen Nahrungsmitteln erscheint, ist ihr Effekt weniger als andere den Selbstheilungsmechanismus des Körpers zu behindern oder ihn unter Umständen sogar zu fördern. Genau so wenig gibt es eine gesund machende pharmazeutische Medizin. Diese kann nur Symptome unterdrücken, so dass wir auch bei einer Verschlimmerung unseres Gesundheitszustandes in den Glauben einer Besserung verfallen. Viele Lügen, Halb- und Unwahrheiten haben sich als vermeintlich sichere Erkenntnisse etabliert, weil sehr viel Geld investiert wird um sie zu verbreiten. Dieses Geld wir investiert weil noch mehr Geld durch die Etablierung dieser Unwahrheiten zu verdienen ist. Gesundheit ist keine Erfindung der Pharmaindustrie oder der Medizin, sie war schon immer ein Teil unseres Lebens, den wir aus wirtschaftlichen Gründen abgegeben haben.

Unser Gesundheitssystem ist ein hocheffizienter Wirtschaftskreislauf, in dem Milliarden Euro Umsätze gemacht werden. Ein Kreislauf der nur einen Kunden kennt, den Kranken. Es wäre naiv anzunehmen, das diese gewaltigen Gewinne freiwillig aufgegeben werden würden. Ein Gesundheitssystem welches die Menschen gesund machen würde, würde sich der eigenen Geschäftsgrundlage entziehen und sich gegenüber seinen Aktionären, Mitgliedern und Teilhabern strafbar machen. Das unser Gesundheitssystem nicht diesem Wunsch folgt zeigen seine jährlichen Umsatzsteigerungen.

Ich verbleibe in diesem Sinne

Heinz Sauren

Wachstum und Konsolidierung

Manchmal sind es einfache Begriffe die komplexe Zusammenhänge erklären und manchmal sind Umstände so unpopulär, dass sie mit Hilfe einfacher Ausdrücke verfälscht werden um ihr tatsächliches Wesen zu verschleiern. Solche Wortspiele werden gerne von Politikern und Personen die im öffentlichen Fokus stehen genutzt, um ihre eigene Unverbindlichkeit zu wahren. Der entstehende Eindruck der Beliebigkeit ist ihnen weniger bedenklich, als ihnen ein offenes Wort wäre. Zwei dieser Begriffe sind aus dem Sprachschatz der Krisen geschüttelten Nationen nicht mehr weg zu denken, Wachstum und Konsolidierung. Sie sind ein Synonym für den guten, den richtigen Weg aus der Krise und mitunter zum alternativlosen Garanten einer Zukunft überhaupt, verklärt worden. Die Gründe aus denen die Politik und Wirtschaft die Deutungshoheit zu den Begriffen hält und pflegt sind offensichtlich, offenbaren jedoch nicht was hinter diesen Begriffen steht.

Per Definition heißt Konsolidierung Verfestigung oder Stabilisierung und meint im Finanzwesen die Änderung kurzfristiger Schulden in Langfristige. Dem wäre im Grunde wenig entgegen zu setzen, wenn der Begriff Konsolidierung für den größten Teil der Bevölkerung nicht etwas anderes bedeuten würde. Eine bessere Umschreibung für diesen Begriff wäre, zumindest in seiner Wirkung auf die Allgemeinheit, Streichung und Verlust. Die Löhne und Sozialleistungen werden zusammengestrichen, Vergünstigungen und Zuwendungen oftmals ersatzlos gestrichen und da bei all dem was gestrichen wird, nicht zu erwarten ist, dass die Bevölkerung diesem freiwillig zustimmt, werden Rechte die vor diesen Streichungen schützten ebenfalls gestrichen. Konsolidierung bedeutet Verlust. Nicht nur ein Verlust an Behaglichkeit, sondern der Verlust von allem was nötig zu sein scheint um das wirtschaftliche Ziel zu erreichen. Allein das übergeordnete Ziel der Wirtschaft ist in einer Konsolidierung maßgeblich, das jeden Verlust des Einzelnen und seine dafür notwendige Entrechtung zu legitimieren scheint.

Noch scheint es eine Mehrheit innerhalb der Bevölkerung zu geben, die den Konsolidierungskurs unserer Regierung billigt, da der Glaube an seine Alternativlosigkeit weit verbreitet ist. Es sind die Satten und Selbstzufriedenen, die immer noch von diesem Wirtschaftsmodel profitieren und erfolgreich verdrängen, dass ihr Wohlstand auf der Entrechtung und Ausbeutung Anderer basiert. Wer von ihnen will schon gerne hören, dass für das meiste, was sie stolz glauben selbst erarbeitet zu haben, nur deshalb in ihrem Besitz ist weil dafür irgendwo auf diesem Globus Kinder gearbeitet und Familien gehungert haben. Niemand von ihnen will hören, dass ihr opulenter Einkauf im Supermarkt nur deshalb möglich ist, weil andere diese Dinge nicht essen können, Landstriche veröden und ganze Lebensräume vernichtet werden. Allein schon die nicht Teilnahme an ihrem Konsumwahn ist ihnen so suspekt, dass die Nichtteilnehmer für sie als unwillig, gemeinschaftsschädlich oder arbeitsscheu gelten und jene die gegen ihr Treiben das Wort ergreifen als weltfremde Querulanten und missgönnende Spielverderber ihres naiven Glaubens an immer währenden Konsumwohlstand gelten. Die Politik folgt dieser bigotten Mehrheit und flötet das beruhigende Lied der Simplifizierung. Wenn man zuviel Geld ausgegeben hat, muss man halt in Zukunft sparen, lautet die einfache Formel mit der die Politik, hoch komplexe Finanz- und Wirtschaftskreisläufe, auf Lieschen Müllers Haushaltsheft herunter dividiert. Fragen nach dem wer, dem was und dem warum werden, um keine Irritationen bei einer potentiellen Wählerschaft aufkommen zu lassen, ausgeblendet. Einfache Lösungen sind populär beim Volk, welches bei einer schwer verständlichen Krise nicht auch noch schwer verständliche Lösungen haben will. Es herrscht der Wunsch, dass alles wieder so werden soll wie es vor der Krise war und Politiker die das versprechen, dürfen sich generös die Belästigungen mit Details sparen. Die Lüge des folgenlosen Konsums und des gerechten Wachstums wurde so lange wiederholt, bis sie in den Augen eines großen Teiles unserer Gesellschaft, gerne und endlich zur Wahrheit wurden.

Wenn Lieschen Müller ihren Kredit bezahlen und deshalb sparen muss, dann tut sie das zum Wohle und zum Nutzen ihrer Bank. Schafft sie es nicht die Forderungen ihrer Bank zu befriedigen, wird sie in die Pleite getrieben und aus dem Wirtschaftskreislauf ausgestoßen. Die Bank macht ihre Forderung steuerlich geltend und verkauft danach den Titel. Eine Mischkalkulation bei der die Bank über die Menge der Kredite immer im Plus bleibt. Dieses perfide System welches immer nur einen Gewinner kennt, wurde in der Vergangenheit auch auf Staaten angewandt. Diesmal jedoch schreckte die Finanzwirtschaft auch nicht davor zurück das System durchzusetzen, obwohl der Betroffene nicht aus dem Wirtschaftskreislauf entfernt werden kann. Die Betroffenen sind heute Staaten wie Griechenland und morgen wird es wahrscheinlich Spanien sein. Sie sind in Europa und können nicht heraus gelöst werden, ob sie im Euro bleiben oder nicht. An Staaten wie Griechenland ist abzulesen, was Konsolidierung heißt und welche Folgen es mit sich bringt.

Haushaltskonsolidierung war das Diktat an Griechenland und es war Nötigung. Um Griechenland keine Möglichkeit zu geben dem Konsolidierungsdiktat zu entkommen, wurden lebenserhaltende Geldspritzen eingesetzt. Nie genug um es auf die eigenen Beine kommen zu lassen, obwohl dieses wahrscheinlich billiger gewesen wäre, sondern immer gerade genug um nicht zu kollabieren. Die griechische Wirtschaft wurde künstlich am Leben gehalten um sie ausbluten zu lassen. Die Griechen mussten der Konsolidierung folgen und sich damit in den Abgrund sparen. Das Ergebnis der griechischen Haushaltskonsolidierung zeigt deutlich, dass diese keine Hilfe war. Dem Staat Griechenland und den Griechen geht es heute schlechter als vor dem Sparzwang. Aber für was war der nütze, wenn nicht zur Hilfe. Griechenland hat sich so lange konsolidiert, bis die Geldgeber ihre Risiko behafteten Kredite auf die Schultern der Sozialgemeinschaften abgewälzt hatten. Griechenland hat die Konsolidierung nichts genutzt. Im Gegenteil hat es den Staat handlungsunfähig gemacht, die Bevölkerung verarmt und die Demokratie gefährdet. Aus Sicht der Politik war das ein akzeptabler Preis für die Haushaltskonsolidierung, die doch keine war und nur dem Zweck folgte, den Finanzsektor nicht zu verärgern oder wohlmöglich gegen sich selbst aufzubringen. Der propagierte Zweck des Sparens hat sich ebenfalls nicht eingestellt. Es wurde nicht weniger Geld bewegt, sondern mehr, allerdings immer zu Gunsten der Banken, deren Zinsgewinne sich während der Hilfe an Griechenland noch einmal stiegen.

Es wird offensichtlich, das unserer Regierung die Wirtschaft in ihrem Streben, vor die Demokratie und ihre Durchführung stellt. Die Empörung über das griechische Wahlergebnis zeigt deutlich wo die Gewichtung liegt. Das griechische Volk hat sich mehrheitlich gegen das Spardiktat ausgesprochen.  Unseren Finanzminister interessieren demokratische Gepflogenheiten offensichtlich nur, wenn sie im Konsens mit seinen Zielen stehen. So versuchte er das Votum des griechischen Volkes mit den Worten „pacta sund servanda“ weg zu wischen. Sicherlich ist die neue Lage für ihn ärgerlich, wie auch das nicht einhalten von Verträgen ärgerlich sein kann, aber das er durch sein Zitat, Verträge und wirtschaftliche Forderungen über den Willen eines Volkes gestellt hat, spricht Bände. Die Mehrheit der Griechen möchte einen anderen Weg beschreiten und ist bereit dafür mit bestehenden Forderungen der Finanzwelt zu brechen. Auch wir haben in unserer Geschichte bestehende Verträge gebrochen. Das ist legitim, wenn ein Volk das für notwendig erachtet.

Ebenso gerne wie die Konsolidierung wird der Begriff des Wachstums, als wirtschaftliches Allheilmittel propagiert. Wirtschaftswachstum bedeutet Produktion und Arbeit. Durch die Produktion wird Mehrwert generiert und durch die Arbeit die Sozialkassen befüllt. Für viele Jahrzehnte war dieses simple und effektive Model, der Garant für unseren Wohlstand und da es sich so leicht verständlich machen lässt, ein Lieblingskind der Politik. Doch so fördernd dieses Model in der Vergangenheit für uns war, so schädlich wird es für unsere Zukunft sein. Wachstum bedeutet Expansion, doch wohin lässt sich expandieren, wenn alle Ressourcen verbraucht, oder zumindest bereits verteilt sind, wenn keine neuen Märkte mehr erschlossen, sondern in ihnen nur noch verdrängt werden kann. Dann ist der Wachstum des einen, immer der Grund für den Kollaps des anderen. Das Wachstum das heute noch und das auch nur zeitlich sehr befristet entstehen kann, wird aus der letzten Ressource generiert, die noch nicht gänzlich ausgereizt ist. Der Mensch als Human-Ressource. Wir wissen das schon länger und haben diesem Ziel einen unverfänglichen Namen gegeben. Die Dienstleistungsgesellschaft. In ihr ist die Leistung des Einzelnen der Rohstoff, aus dem der Mehrwert erwirtschaftet wird. Der Mensch als Ressource bedeutet, die Anwendung marktwirtschaftlicher Gesetze und Mechanismen auf ihn. Er muss ein immer mehr erwirtschaften, um den Mehrwert zu gewährleisten und immer günstiger werden um im Wettbewerb den Gewinn zu sichern. Der Mensch als Ressource ist bereits bittere Realität. Sinkende Reallöhne, prekäre Beschäftigungsverhältnisse und arbeiten zu müssen, ohne davon leben zu können, sind die Auswirkungen der Marktmechanismen auf die Ressource Mensch, die in Verdrängungswettbewerben der Kosten- und Aufwandsminimierung folgen.

Wachstum bedeutet in unserem Wirtschafts- und Finanzsystem, in dem sich der Gewinn des Einen, aus dem Verlust und der Schuld des Anderen ergibt, immer die gewollte und bewusste Förderung der Armut Vieler zum Nutzen Weniger.

Die Propheten des Wachstums sind die Propheten einer Gesellschaft, in der der Mensch nicht mehr als ein Produktionsmittel ist. Den Gesetzen des Marktes folgend, muss der Mensch immer produktiver werden und das wird seine völlige Entrechtung bedeuten. Politiker oder Parteien die auch weiterhin auf Wachstum setzen, tun dies entgegen allen wissenschaftlichen Erkenntnissen, die deutlich das Ende allen möglichen Wachstums zeigen. Auch der Wunsch ihr Klientel zu befriedigen und ihre Macht zu erhalten, setzt ein simples Gesetz nicht außer Kraft. Ein System unbegrenzten Wachstums – hier die Wirtschaft – kann innerhalb nicht wachsender Systeme – hier die Erde – nicht überleben. Wer dennoch Wachstum und Konsolidierung vertritt offenbart den Geist der dahinter steht und ist eine Gefahr für die Freiheit jedes Einzelnen, eine Bedrohung für jede demokratische Gesellschaft und der GAU für unseren Lebensraum Erde.

Ich verbleibe in diesem Sinne

Heinz Sauren

Ein gesellschaftlicher Paradigmenwechsel

Zwei Phänomene bestimmen zurzeit die Veränderungen der Lebensbedingungen, der Menschen in Europa. Es ist der Finanzkapitalismus, der die Rahmenbedingungen des gesellschaftlichen Handelns vorgibt und das Internet, welches die Ausgestaltung innerhalb dieser Rahmenbedingungen bestimmt. Der Finanzkapitalismus ist die ungehemmte Weiterentwicklung bisheriger Wirtschaftssysteme und das Internet die schrankenlose Ausweitung der Telekommunikation. Beide sind in ihrem Grunde nicht neu, Wirtschaft und Kommunikation gab es auch schon vorher. Dennoch haben beide für sich innerhalb der Wirtschaftskreisläufe und der menschlichen Kommunikation zu einem Paradigmenwechsel geführt.

Verwoben sind beide durch das Bindeglied, innerhalb dessen diese grundsätzlichen Veränderungen zum tragen kommen, der Gesellschaft. Sowohl Quantitativ als auch Qualitativ haben beide Phänome unser Leben maßgeblich und rasend schnell verändert. Die Art in der unsere Gesellschaft heute wirtschaftet und die Art in der sie kommuniziert, hat sich in den letzten zehn Jahren grundlegend geändert. Es wurden Werte verändert und diesen neuen Maßgaben angepasst. So lässt sich heute eine Gesellschaft beobachten, die in ihrer Kommunikation emotionaler und unverbindlicher, als auch in ihrer Wirtschaft pragmatischer und hemmungsloser geworden ist.

Diese zwei Phänomene wirken auf die Lebensgestaltung jedes Einzelnen ein. Jeder für sich muss sich mit diesen neuen Gegebenheiten arrangieren und jeder tut dieses nicht objektiv an die Sache herangehend, sondern bestimmt aus seinem gesellschaftlichen Standpunkt heraus. Es hat eine neue Spaltung in der Gesellschaft stattgefunden, die unsere Gesellschaft zunehmend trennt. Die einen profitieren vom Finanzkapitalismus und opponieren gegen den Internetliberalismus und die anderen finden im Internetliberalismus ihre gesellschaftliche Heimat und stemmen sich gegen den Finanzkapitalismus. Die Gräben zwischen beiden sind geblieben, aber die Lager haben sich verschoben und sind nicht mehr so einfach zu klassifizieren, wie es einstmals mit einer klassischen Arm – Reich Trennung möglich war. Ideologien als gesellschaftlich verbindende Wertesysteme haben an Bedeutung verloren. Stattdessen ist eine Vielzahl unterschiedlichster Ideologien vertreten, in denen sich der Einzelnen besser vertreten fühlt, die aber auch einen gesellschaftlichen Konsens erschweren. Die Politik hat noch keine Antwort auf diese grundlegende gesellschaftliche Veränderung gefunden und es ist auch nicht sehr wahrscheinlich, das sie in nächster Zeit eine finden wird, da sie dafür zuerst einen internen Umbau der eigenen Strukturen, nach dem Vorbild der bereits eingetretenen Veränderungen innerhalb der Gesellschaft vornehmen müsste. Dieser Prozess hat zwar in einigen politischen Gruppen bereits eingesetzt, aber die tragenden politischen Strukturen noch nicht erreicht.

Gehemmt wird die Politik von den Entscheidungsträgern des Finanzkapitalismus, die bisher auch gesellschaftlich bestimmend waren und diesen Status Quo aufrechterhalten wollen. Ein gesellschaftlicher Status Quo, als schlichte und effiziente Teilung in Besitzende und Nichtbesitzende, in Profiteure und Ausgebeutete. Dieses immer noch in ihren Augen gültige, aus dem Feudalismus übernommenen Arm und Reich Model, war die Basis ihrer Macht und Effizienz, da ihre Profiteure auch immer die Deutungs- und Kommunikationshoheit hielten und somit erst die Durchsetzung ermöglichten. In einer nunmehr bestehenden und offenen Diskussion über die Vor- und Nachteile des Kapitalismus, ist es schwer die Existenz eines in seinen Folgen so dramatischen, ökologisch und ökonomisch falschen Wirtschaftssystems, argumentativ zu vertreten. Der Unwille des Wirtschafts- und Kapitalsystems, einer veränderten gesellschaftlichen Struktur, in der Geschwindigkeit und dem Maße, wie diese das erwartet, zur Disposition zu stellen wird zum offenen Bruch zwischen dem Wirtschaftssystem und seiner Gesellschaft führen.

Europa hat kein Monopol auf eine finanzkapitalistische Führungsrolle. Der Kapitalismus folgt seinen Gesetzen nach einem immer mehr und dieses kann Europa aufgrund seiner strukturellen Gegebenheiten und seiner Ressourcenarmut nicht mehr bieten. Die Märkte wandern in die Expansionsregionen der Zukunft ab und Europa hat keine Möglichkeit seine Rolle als zukünftiger Verlierer in diesem Wirtschaftsystem zu verhindern. Der Finanzkapitalismus hat in Europa, die zunehmende Einbüssung seiner Effizienz zu verbuchen. Ihm fällt dadurch das feudalistische Belohnungsprinzip zur Aufrechterhaltung der Loyalität der Ausgebeuteten und Nichtbesitzenden weg, was zu einer zukünftig noch verstärkten Diskussion um Sinn und Unsinn unseres Wirtschaftssystems führen wird.

Das Internet hat zu einer völlig neuen Sichtweise auf die Politik und die Gesellschaft geführt. Dies geschieht zu einem Teil aus den Informationen selber, die noch nie so schnell und ungefiltert dem Einzelnen zur Verfügung standen. Entscheidender ist aber die Stellung des Einzelnen innerhalb politischer und gesellschaftlicher Prozesse. Bis vor einigen Jahren, war es einem Einzelnen nur möglich, mittels einer Gemeinschaft Einfluss zu nehmen. Er musste zuerst Viele überzeugen um dann über Parteien oder Verbände, sich Gehör zu verschaffen. Das bedeutete das viele Anliegen erst gar nicht innerhalb einer breiten Masse zur Diskussion standen, da sie Parteien und Verbänden unter Umständen nicht genehm waren. Gehört und damit Einfluss hatte nur wer zuvor bereits eine Lobby hatte. Durch das Internet ist Politik und Gesellschaft zu einem individuellen Thema geworden, in dem jeder seine Ansichten bereits gegenüber einer Öffentlichkeit vertreten kann, bevor er eine Lobby dafür hat. Nun sind es Argumente die Menschen an sich ziehen und nicht mehr Menschen die Argumente an sich ziehen. Der Inhalt der Sachfragen wurde dadurch über die Systematik ihrer Durchführung erhoben. Dieses System hat sich innerhalb der Gesellschaft bereits etabliert und toleriert dabei eine Anzahl von Sachfragen und Diskussionen, die erkennbar keine Mehrheit finden werden und dennoch für die Entscheidungsfindung wichtig sind, allein weil sie gehört wurden. Was in der Gesellschaft bereits Alltag ist, ist in der Politik noch nicht angekommen. Politik liegt in Europa fast ausschließlich in den Händen der Parteien, die in ihren verkrusteten Strukturen diese Form der Entscheidungsfindung nicht umsetzen können. Es ist zweifelhaft ob Parteien, bei der zunehmenden Vielfalt von unterschiedlichen Meinungen und die zeitliche Begrenzheit ihrer unverbindlichen Äußerung, das in Zukunft überhaupt können werden. Wir erleben wie aus dem kollektiven Prozess der politischen und gesellschaftlichen Meinungsbildung ein individueller wurde, der nicht nur Sachargumenten folgt, sondern auch persönlichen Wünsche und Emotionen eine ganz neue Gewichtung, gegenüber der Gesellschaft verleiht.

Politiker werden in ihren Aussagen und in dem wofür sie zu stehen scheinen, immer unverbindlicher, sie folgen damit einer gesellschaftlichen Hauptströmung. Sie werden immer beliebiger und austauschbarer, weil sie eine Gesellschaft repräsentieren, die das ebenfalls ist. Dies ist keine grundsätzliche Schwäche der Politiker, sondern eine des politischen Systems. Wir befinden uns, vielleicht noch von vielen unbemerkt, auf dem Weg in eine Individualgesellschaft, die immer zuerst die Auflösung der Kollektivgesellschaft bedeutet. Diese Individualgesellschaft wird die Werte der heutigen Politik- und Wirtschaftseliten nicht mehr tragen wollen und auch nicht können. Sie ist die Konsequenz unserer Erfolge und Fehler, unserer gesamten Entwicklung. Politik und Wirtschaft wird auch in Zukunft geben, aber sie wird mit den Strukturen und Mitteln von heute, nicht mehr durchführbar sein.

Wir befinden uns in einem Prozess, der unser gesellschaftliches und politisches Model grundsätzlich in Frage stellt. Ein Prozess der unabhängig und gegen die erklärten Interessen unserer politischen und wirtschaftlichen Eliten verläuft. Wir sollten diesen Eliten, nicht die Deutungshoheit über diesen Prozess überlassen.

Ich verbleibe in diesem Sinne

Heinz Sauren

Der Fall Timoschenko

Es gibt viele Ansichten zu Julija Timoschenko, die von der Gas-Oligarchin der 90er, über eine demokratische Revolutionsführerin, zur drangsalierten Oppositionellen und nun zur Welt bekanntesten Hungerstreiklerin der Gegenwart wurde. Unsere Ansicht zu dieser Frau beginnt zumeist nach ihrem Wandel, von der einflussreichsten Gas-Oligarchin der Ukraine, zur Anführerin einer friedlichen Revolution. Blondiert und mit einem, einer Krone ähnlichen Haarkranz versehen, wurde sie zur Königin der Demokratie in der Ukraine. Ein Markenzeichen.

Eine Marke auf die Viele setzten. So auch die Regierungen Europas, die die Ukraine nur zu gerne in die Arme der europäischen Demokratien schließen wollten. Aber auch die UEFA erkannte für sich den Bedeutungsgewinn des Fußballs als politischen Botschafter der Demokratie und unterstütze die Ukraine bei der Vergabe der Fußball Europameisterschaft.  Die UEFA gab in Abstimmung mit den europäischen Regierungen ein politisches Statement für die Ukraine ab. Ein durchaus ehrenvolles Vorhaben.

Dumm nur das Demokratien auch Wahlen mit sich bringen und in diesem Fall das ukrainische Volk, welches herzlich wenig von dem Aufstieg seines Landes spürte, per Abstimmung die demokratische Revolution für beendet erklärte und sich auf zu alten Ufern machte. Das Entsetzen in Europa war groß. So was konnte nur Wahlfälschung gewesen sein. Wahlfälschungen gab es schon viele, jedoch wurde noch nie eine bekannt, durch die, wie in diesem Falle, eine Opposition eine Wahl bis zu ihrem Erfolg gegen eine Regierung, fälschen konnte. Auch Frau Timoschenko und die internationalen Wahlbeobachter konnten keine Manipulationen beweisen.

Die so düpierten europäischen Demokratien sind seitdem nach Kräften bemüht, auf die Fehler der neuen Regierung hinzuweisen. Viktor Janukowitsch machte es ihnen in seinem despotischen Politikstil leicht und lieferte eine Menschenrechtsverletzung nach der anderen. Doch so richtig wollte kein Schwung in die Sache kommen und auch als Julija Timoschenko vor einigen Monaten, aufgrund eines Bandscheibenvorfalls in ein Gefängniskrankenhaus eingeliefert wurde, hielt sich der Sturm der öffentlichen Entrüstung in Grenzen.

Auf Regierungsebene ist Herr Janukowitsch eine Unperson. Dieser Mann hatte gleich zwei eiserne Regeln der Demokratie gebrochen. Die erste besagt: Es gibt keinen freiwilligen Weg zurück, aus der Demokratie heraus. Ein ideologischer Dammbruch. Die zweite Regel besagt: Regierungsmitglieder dürfen zwar öffentlich verurteilt, aber niemals tatsächlich bestraft werden, auch nicht postum. 7 Jahre Haft für die schlechte Durchführung der Amtsgeschäfte zum finanziellen Nachteil des Volkes, soll doch bitte keine Schule machen.

Aus der Sicht manches europäischen Regierungschefs, der seit Beginn der Finanzkrise, Billionen Euro oft zum finanziellen Nachtteil seines Volkes verschob, baute sich da ein gewaltiges Drohszenario auf.

Julia Timoschenko lieferte dann die Steilvorlage, in dem sie in den Hungerstreik trat. Aus ihrer Sicht ein cleverer Schachzug, da sie mit seiner Hilfe unter Umständen dem Gefängnis entfliehen und den Makel der Straftat als politische Revanche ihres Gegners darstellen kann. Nun war der Wille und der Auslöser da, der sich aus der anstehenden Fokussierung der Weltmedien auf die Fußball Europameisterschaft ergab. Dabei bleibt die Straftat von Frau Timoschenko oft unbenannt. Für Deutschland würde ich mir zumindest Wünschen, wenn Frau Merkel einen, über zweimal – über dem Weltmarktpreis – zu hohen Gaspreis für unser Land, unnötig und freiwillig akzeptiert und uns damit zwingt ihn zu zahlen, dass sie dann vor einem Gericht zur Verantwortung gezogen würde.

Ärgerlich nur, dass es nun nicht mehr um Politik geht, sondern um höhere Interessen. Die UEFA, die bei der Vergabe der Fußball Europameisterschaften, sehr wohl noch ein politisches Statement abgab, möchte das heute so nicht mehr sehen. Die UEFA spielt auch keinen Fußball, sie vermarktet eine Europameisterschaft. Die Durchführung eines Multi-Millionen Euro Deals, möchte man sich von den Befindlichkeiten einiger politischer Akteure nicht vermiesen lassen.

Wenig rühmlich ist auch das Auftreten der Berliner Charite, die sich werbewirksam einer internationalen Politikerklientel, durch generöse Behandlungsangebote, Flugvisiten und Pressekonferenzen, anbietet. Eine offene Verhöhnung derer, denen regelmäßig von ihren Krankenkassen Bandscheibenoperationen versagt werden. Derart verwehrte Hilfe bei ähnlichem Befund, scheint in der Ukraine eine Menschenrechtsverletzung zu sein. Warum eigentlich nicht in Deutschland?

Der Gesundheitszustand von Julija Timoschenko verschlechtert sich zunehmend. Es ist die Folge ihres Hungerstreiks. Medizinische Hilfe heißt in solchen Fällen Zwangsernährung. Das kann auch die Ukraine, doch sie wird es versuchen zu vermeiden. Zum einen da Frau Timoschenko ja genau diese Hilfe ablehnt und zum anderen, da diese Hilfe mit Zwang angewandt wird. Einen Vorwurf den sich die ukrainische Regierung zur Zeit sicher nicht aussetzen möchte. Richtig ist das ihr im Westen leichter geholfen werden könnte, da sie dann ja ihr Ziel erreicht hätte und freiwillig wieder Nahrung zu sich nehmen würde. Auch dies ist Teil des Kalküls und darf dennoch nicht über den Mut hinweg täuschen, den sie aufbringt um ihrer Überzeugung Gehör zu verschaffen.

Der einzige Lichtblick war Bundespräsident Gauck. Er tat das, wofür er gewählt worden ist. Er gab ein Statement ab, das den Eindruck erweckte, dass es nicht aus politischem Kalkül entstand, sondern aus Sorge um eine starke Frau, die für ihre Überzeugung bereit ist ihr Leben zu gefährden. Herr Gauck tat gut daran, die Einladung zurück zu weisen, als symbolischer Akt im Namen dieses Landes. Hätte er es nicht getan, wäre das zu einem Stolperstein für ihn selbst geworden, da er sein zentrales Thema Freiheit, durch das nicht zu Hilfe kommen einer Freiheitsikone, verraten hätte.

Ich verbleibe in diesem Sinne

Heinz Sauren