Rassismus


eierweissbraun

Der Begriff Rassismus löst insbesondere in Deutschland beinahe reflexartig, Ablehnung und Abwehr aus. Rassismus bedeutet im allgemeinen Sprachgebrauch, eine völkisch elitäre Einstellung und ist die Basis für ethnische und rassistische Diskriminierung und Verfolgung. Millionen von Menschen sind unter rassistischen Ideologien verfolgt und getötet worden und obwohl dieser Keim auch heute noch in vielen Konflikten maßgeblich ist, scheint es der Völkergemeinschaft nicht zu gelingen der Verbreitung und seiner Folgen Herr zu werden.

In nahezu allen westlichen Gesellschaften ist ein latent vorhandener Anteil der Bevölkerung, nach eigenem Bekunden rassistisch. In Deutschland liegt der Anteil zwischen fünf und acht Prozent der Gesamtbevölkerung. Das Problem im Umgang mit Rassismus, insbesondere in Deutschland, ist die nationalsozialistische Rassenideologie. Sie war ein politisches Konzept mit fatalen Folgen, das mit Hilfe bereits zuvor bestehenden Rassentheorien, eine Lehre des „besser als“ und „schlechter als“ schuf, das in dem Modell des Über- und Untermenschen endete. Sie war die Basis die Verfolgung der jüdischen Bevölkerung und Begründung eines Eroberungsweltkrieges. Es sind diese, durch nichts zu rechtfertigenden Gewalttaten des Dritten Reiches, welche auch heute noch, eine längst notwendige Neubetrachtung der Rassentheorien verhindern.

Die mangelnde Bereitschaft der Differenzierung zwischen Rassismus und braunen Gedankengut, führt zu folgenschweren Fehlinterpretationen des Themas, schafft unsinnige Ansprüche gegenüber den Menschen und führt zu soziologischen Verwerfungen innerhalb der Gesellschaft. Nicht zuletzt der verkrampfte und intolerante Umgang mit diesem Thema ist ein Grund, warum das braune Gedankengut nur unterdrückt aber nie im Kern getroffen wird.

Rassismus ist eine Ideologie, die auf den im 19.ten und 20.ten Jahrhundert populären Rassentheorien basiert. Rassismus besagt, dass die genetische und biologische Konditionierung einen maßgeblichen Einfluss auf die Fähigkeiten und Eigenschaften einer menschlichen Rasse hat. Sie ist damit in erster Linie eine biologische Theorie, die unzweifelhaft in den soziologischen Aufbau einer Gesellschaft greift, aber sie ist kein politisches Konzept.

Es ist ebenfalls eine evolutionsbiologische Theorie, dass alleinig der Stärkere überleben kann und darf. Auch sie wäre als politisches Konzept verheerend, wird aber durch das Wissen um sie, in den soziologischen Abläufen einer Gesellschaft berücksichtig und kompensiert. Diese Berücksichtigung und Kompensierung zu den Erkenntnissen der Rassentheorien versagen wir uns, da wir das Thema tabuisiert haben, so dass allein schon die Nutzung des Wortes Rassismus, jede sachliche Diskussion unmöglich macht. Es steht keiner demokratischen Gesellschaft gut zu Gesicht, die Zensur durch Sprechverbote, unter dem Mantel der moralischen Gutmenschlichkeit zu erlauben.

So ist schon der Stamm des Wortes Rassismus – die Rasse – ein Unwort, zumindest in Bezug nehmend auf Humanoiden. Einer Rasse anzugehören gilt als diskriminierend gegenüber jenen, die dieser nicht angehören. Neben dieser politisch korrekten Ansicht, zu dem was eine Rasse ist und welche Bedeutung diese auf den einzelnen Menschen nicht zu haben hat, gibt es noch eine moralisch weniger beeinflusste Sichtweise auf sie.

Eine Rasse ergibt sich nicht aus einer Staatsangehörigkeit oder Nation und wird zumindest in Europa auch nicht von Grenzen getrennt, da diese nur einige hundert Jahre alt sind und damit zumeist nicht lange genug bestehen, als das ihr Einfluss, signifikant die evolutionäre Entwicklung angepasst hätte. Eine Rasse ist das Ergebnis der biologischen Anpassung des Menschen im Laufe seiner Evolutionsgeschichte. Evolution rechnet sich nicht in Jahren oder Jahrzehnten, sondern in Generation, ein aus der Sicht eines Lebenden sehr langsamer Prozess, der während eines Lebenszyklus nicht einen Schritt vorwärts macht. Sie wird bestimmt von der Umwelt, der Vegetation, den klimatischen Bedingungen und weiteren Faktoren, denen Generationen von Vorfahren ausgesetzt waren. Rassen sind regionale Menschentypen, die sich dadurch auszeichnen, dass sie das best mögliche Ergebnis menschlicher Entwicklung, auf die Gegebenheiten einer bestimmten Region sind. Es ist kein wissenschaftliches Geheimnis, das Menschen in Süd-Europa im Durchschnitt kleiner als Menschen in Nord-Europa sind. Auch die Hautfarbe wird von Nord nach Süd dunkler. Eine Folge der optimalen Anpassung an stärkere Sonneneinstrahlung und des dadurch wärmeren Klimas in Süd-Europa. Der gesamte Körperaufbau des Menschen passt sich im Laufe seiner Entwicklung seiner Umgebung an und bildet Besonderheiten aus. Eine von der Natur gewollte und sinnvolle Überlebensstrategie, die sich nicht auf das Aussehen und die Hautfarbe beschränkt, sondern alle biologischen Komponenten des Menschen beeinflusst und seine individuellen Befähigungen, als auch seine physiologischen Grenzen bestimmt.

Besonderheiten denen sich die Menschen heute kaum noch bewusst werden, oder sich gar ihrer schämen. Das Bewusstsein um die eigene Rasse ist eine Bereicherung, da sie die Kenntnis um die Möglichkeiten der individuellen Lebensführung erweitert, aber auch die eigenen Defizite gegenüber anderen Rassen offenbart und vor einer unangemessenen Lebensführung und ihren Folgen schützen kann.

Die Aussage das eine Kultur und ihre Rasse untrennbar mit einander verbunden sind ist unzweifelhaft. Daher werden kulturellen Grundbestimmungen wie – schön, gut und richtig – überall auf der Welt ganz oder in Teilen anders definiert. Kultur ist das Produkt menschlichen Wirkens, basierend auf Werten, Philosophien und Religionen, die alle in dem Versuch ihren Ursprung fanden, die regional erlebte Umwelt und ihre Wirkungen zu erklären. Durch seine Kultur bestärkt der Mensch die Zugehörigkeit zu einer Rasse. Kultur nimmt einen direkten Einfluss auf die biologisch evolutionäre Entwicklung des Menschen, durch ihre Riten, Gebräuche, Essens- und Lebensgewohnheiten.

Das politische Klima der Nachkriegszeit hat viele wissenschaftliche Theorien und Gedankenmodelle, obwohl es sie zumeist auch schon vorher gab, sobald sie auch vom Nationalsozialismus vereinnahmt wurden, mit einem Denkverbot belegt. Der Rassismus ist ein Beispiel dafür. An ihm zeigt sich wie, sukzessive die Definition dem Nazi-Feindbild angepasst wurde. Nicht rassistisches Denken ist diskriminierend, sondern völkisch nationales Denken ist es.

Völkisch nationales Denken beruht im Gegensatz zu Rassismus auf der Zugehörigkeit zu einem elitären Volk, dass sich durch sein Staatswesen darstellt. Dieser elitäre Grundgedanke ist der Ursprung der in seinen Folgen, die so leidvollen Wertung in ein besser, oder schlechter brachte. Völkisch nationales Denken ist ein politisches Konzept und der Ursprung des Über- und Untermenschen Gedanken.

Rassen und Kulturen sind different zu einander, daraus ergibt sich nicht, dass die eine besser oder schlechter ist, sondern dass sie nicht miteinander vergleichbar sind. Jeder Vergleich ist die Bewertung zu einem Bezugssystem, was zuvor anerkannt sein ist und führt somit zu dem völkischen Gedanken, der ein Bezugssystem aus rassentheoretischer Sicht als richtig und somit als Führungsberechtigt anerkannt.

Rassen und das gegenseitige Abhängigkeitsverhältnis zu ihren Kulturen, sowie die unterschiedliche Prägung der Menschen, die aus ihnen hervor gehen sind die Realitäten aus der Wahrheit der evolutionsgeschichtlichen Entwicklung. Dies zu akzeptieren ist die Aufgabe zukünftiger Gesellschaften. Dies zu ignorieren war die Schuld unseres Erbes und darf nicht weiter zu Vergleichen führen, die in ihrer Wertung als Folge immer die Diskriminierung haben.

Rassismus ist durch die auferlegten Denkverbote zu einem nationalen Problem geworden. Deutschland sieht sich in einer beständigen Gefahr, vom Nationalsozialismus übernommen zu werden. Eine Volksangst die von den Medien geschürt wird, aber bei objektiver Betrachtung nicht zu rechtfertigen ist. Die Medien sind sowohl Profiteur als auch Initiator dieser Massenhysterie.

Es ist nicht verwunderlich das ein Volk psychotisch reagiert, wenn jene vor denen es sich fürchten soll, in allen Medien tagtäglich präsent sind. Immer mit dem Credo – Gegen das Vergessen – versehen, hat Adolf Hitler eine mediale Omnipräsenz, die seinem Bekanntheitsgrat innerhalb der Bevölkerung, zu der Zeit des Dritten Reiches in nichts nachsteht. Das spiegelt aber nicht die politische Einstellung einer Mehrheit wieder, die des Zwangsfürchtens überdrüssig ist und dennoch demokratische Ziele vertritt. Wahrscheinlicher ist, dass selbst bei ungünstigster Wirtschaftslage und einem extrem hohen Potential von Wutwählern, die nationalsozialistische Ideologie, kaum mehr fünfzehn Prozent der Bevölkerung hinter sich vereinen kann. Das wäre sicher nicht schön, aber eine Demokratie sollte so was aushalten können und würde sogar noch davon profitieren. Eine Polarisierung in der vorherrschenden, aussagelosen Parteienpolitik und die Wahrnehmung einer realen nicht demokratischen Kraft, würde längst eingeschlafene demokratische Kräfte remobilisieren und die Menschen um das Empfinden der Verteidigungsbereitschaft bereichern, was ihnen wieder ein Gefühl für ihre Demokratie geben würde.

In anderen Teilen der Welt ist der Umgang mit Rassismus wesentlich unverkrampfter. Ein Weißer und ein Schwarzer, sich gegenüber stehender US-Amerikaner, würden niemals auf den Gedanken kommen, das sie nicht unterschiedlicher Rassen angehören würden, können sich dennoch auf die gleichen Rechte berufen und vertreten die Zugehörigkeit zu ihrer Rasse vehement. Auch dem jüdischen Volk ist der Rassismusgedanke nicht fremd. Sie selbst sehen sich als das auserwählte Volk. Vor dem Hintergrund der Tora ist das rassistisch, elitär und so gewollt. Das jüdische Volk hat seine Rassezugehörigkeit besser und deutlicher erkannt als das, als rassistisch angesehen deutsche Volk, die ihre. Während Deutschland mit Hilfe des Föderalismus seine Rassen nur schwach zur Geltung kommen lässt, da der Wohnort in einem Bundesland keine Rasse definiert, ist das jüdische Volk in seiner Entwicklung schon weiter. Als erster Staat hat Israel ein Volk und eine Rasse vereint, so ist auch die offizielle israelische Lesart.

Es gab vielfältige Tendenzen und Versuche den Rassismus als politische Ideologie umzusetzen. Jeder Versuch, diverse Rassentheorien mit einem völkischen oder elitären Gedankengut zu vermengen, offenbarte in aller Schrecklichkeit die unvereinbaren Widersprüche darin. Es bleibt die Hoffnung zu, dass die Begriffe, Differenzierung und Diskriminierung in Zukunft nicht mehr, als sich bedingend und zwangsläufig gesehen werden.

Menschen gehören zu Rassen und Rassen bestimmen sich aus Orten, die sie Heimat nennen. Es sind die Orte, die die Menschen durch geographische, klimatische und kulturelle Einmaligkeiten prägten, Grund legender und weit über die übliche Vorstellung hinaus. Es ist mehr als das melancholische Gefühl von Heimweh und es ist keine völkisch nationale Diskriminierung, den Wunsch nach einem ganz bestimmten Landschaftstyp, einem eigenen Wohlfühlwetter oder einer vertrauten Kultur zu empfinden.

Das Wissen um die Folgen völkisch nationalen Gedankenguts, hat zu dem gesellschaftlichen Konsens geführt, diesem in der weiteren gesellschaftlichen Entwicklung keinen Einfluss mehr zu gewähren. Die generelle Tabuisierung des Themas und die geopolitische Entwicklungen, die sich aus der wirtschaftlichen Globalisierung ergaben, haben im Gegensatz zu diesem Anspruch ein neues Rassebild geschaffen. Der elitäre Anspruch der sich einstmals aus der Zugehörigkeit zu einer Rasse ergab, ergibt sich heute aus der nicht Zugehörigkeit zu irgendeiner Rasse. Für die Durchsetzung globalisierter Wirtschaftskreisläufe, sind rassespezifische Bedürfnisse und Ansprüche hinderlich. Die Herstellung und der Vertrieb von Gütern lässt sich leichter vollziehen, wenn alle Menschen einen gleichen, standardisierten Anspruch und Bedarf an diesen haben. Auch für die Politik gilt, die Bildung möglichst einfacher Standards in der Spezifizierung des zu verwaltenden Staatsvolkes, vermindert die Anzahl möglicher Interessenkonflikte, die sich aus unterschiedlichen Bedürfnissen ergeben.  Dies ist eine Entwicklung, an dessen Ende der Einheitsmensch steht, als Folge der Anpassung an die heute gewünschten, die menschliche Evolution bestimmenden Faktoren, die multinationalen Geld- und Warenströme.

Das bestehende wirtschaftliche und politische System, ist Teil der menschlichen Kultur und nimmt so direkten Einfluss auf die zukünftige evolutionäre Entwicklung des Menschen. Das Ergebnis dieses kulturellen Evolutionsdrucks wird ein egalisierter Menschentyp sein, der nicht nur seiner rassetypischen Besonderheiten beraubt ist, sondern auch durch die Überbewertung des wirtschaftskulturellen Einflusses, seine Zukunft von diesem Abhängig macht. Er wird sich den wirtschaftskulturellen Anforderungen anpassen und ohne sie nicht Überlebensfähig sein.

Der Mensch versucht seine Evolution einem System anzupassen, von dem er bereits wissen kann, dass es in Zukunft keinen Bestand haben wird.

Der Mensch ist ein zur Vernunft begabtes Wesen, doch manchmal scheint er das zu vergessen.

Ich verbleibe in diesem Sinne

Heinz Sauren

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Veröffentlicht von

Heinz Sauren

Sozialanthropologie und Gesellschaftskritik

3 Gedanken zu „Rassismus“

  1. Sehr, sehr guter Text, wie es von dieser Seite gewohnt bin.

    Ein überragender Text wäre es meiner Meinung nach geworden, wenn der Autor die Position des Beschreibenden überwunden hätte und darüber hinaus eine Forderung postuliert hätte.

    Grüße, Duderich

  2. Zitat: „Es ist ebenfalls eine evolutionsbiologische Theorie, dass alleinig der Stärkere überleben kann und darf.“

    Ist das dein Ernst? Woher hast du das?

  3. Charles Darwins „survival of the fittest“ (Darwin) ist n i c h t zu übersetzen mit „dem Recht des Stärkeren“, das zu Friedrich Nietzsches Denken paßt. Darwinismus begründet n i c h t einen Sozialdarwinismus. Sozialdarwinismus ist eine gesellschaftliche Ideologie, Darwinismus ist biologische Wissenschaft.
    Beispiel: wenn eine Region klimatisch trockener wird, dann muß sich Flora und Fauna an diese veränderten Bedingungen anpassen, aber das hat mit „Stärke“ nicht das geringste zu tun, sondern allein mit der Fähigkeit, auch unter trockeneren Bedingungen überleben zu können.

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