Deutschland ging es noch nie so gut


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Seit nunmehr fünf Jahren schwappt die kapitalistische Systemkrise, in immer neuen Schüben und neuen Etiketten über den Globus. Finanz-, Währungs-, Wirtschafts- und Staatsschuldenkrise waren die wechselnden medialen Erklärungen, für eine Symptomatik, die so ungeheuer scheint, dass niemand sie bei ihrem Namen nennen will. Den Betroffenen, zumeist weniger gut betuchten Menschen, ist die wechselnde Deklarierung längst egal geworden. Bei ihnen kommt eine immer gleiche Wirkung an und offenbart wirkungsvoll, das eigentliche Wesen der wirtschaftlichen Verwerfungen.

Entgegen allen Verlautbarungen, handelt es sich jedoch nicht um eine Krise. Schon die Verwendung des Begriffs Krise, darf getrost als Manipulationsversuch der maßgeblich beteiligten Protagonisten gesehen werden. Eine Krise, so denn der Begriff korrekt verwendet würde, suggeriert ein zeitlich begrenztes Phänomen, das zu überwinden wäre. Auch wenn dies zu Beginn, gerne von der Politik selbst so geglaubt wurde, ist doch allen Beteiligten längst klar geworden, dass dieses Phänomen nicht überwindbar ist, also kein wirtschaftlicher Ausnahmezustand herrscht, sondern wir leidtragende Zeugen eines Normalzustands sind. Des Normalzustands des sterbenden globalen Kapitalsystems, dass an den Ansprüchen seiner eigenen Erfüllung zerbrach.

Wissentlich unwahr ist die wirtschaftliche und politische Suggestion, dass diese global auftretenden Wirtschaftseinbrüche ohne jeglichen Zusammenhang sein und überwindbar wären. Ebenso wie falsche Annahme, es gäbe einen Weg zurück in eine vergangene wirtschaftliche Glückseeligkeit. Längst ist offensichtlich, dass in Politik und Wirtschaft nur noch wenige an dieses Ziel glauben, alle aber dieses Ziel zur ultima ratio erklärt haben.

Jedes wirtschaftliche System, ist die gesellschaftliche Antwort auf tatsächliche politische und makroökonomische Umstände und es funktioniert nur solange, wie es diesen entspricht. So verhält es sich auch mit dem Kapitalismus, der systemisch bedingt solange expandierte, bis er seine natürliche Grenze erreichte und auch im Weiteren den systemischen Gesetzmäßigkeiten folgen muss und kollabiert. Die Grenze des Kapitalismus ist sein zinsbedingter Wachstumszwang, der an der Unmöglichkeit des Wachstums seines wichtigsten Treibstoffs, den Ressourcen scheitert. Im Grunde ist die Zwangsläufigkeit dieses Mechanismus allen Ökonomen klar. Der Untergang eines Wirtschaftsystems ist kein Endzeitszenario, sondern historisch belegte und immer wiederkehrende Normalität. Fatal für alle Leidtragenden ist nur, dass sie in einer Epoche leben, die sie zu Zeitzeugen macht.

Es wird Politik betrieben. Die Menschen verlieren, durch den Glauben an eine Krise und eine Rückkehr in die beschauliche Gemütlichkeit der achtziger Jahre, den Blick für die ihnen drohende Zukunft. Eine Zukunft die mit großer Wahrscheinlichkeit so dunkel werden wird, dass kein Politiker oder Wirtschaftsboss es wagt die Realität zu benennen. Es wäre sein, vielleicht nicht nur politischer und wirtschaftlicher, Freitod. Auch wenn sie schweigen, handeln sie wie Menschen denen in vollem Umfang bewusst ist, dass dieses Wirtschaftssystem nicht mehr zu retten ist. So ist es konsequent, wenn sie versuchen möglichst viele Gewinne in möglichst kurzer Zeit abzuschöpfen, um in einem erwartenden neuen Wirtschaftssystem die bestmögliche Startposition zu erhalten. Die Politik einer nachhaltigen Wirtschaft wäre ein gegenteiliges Indiz. Nachhaltig bedeutet nicht, wie viele gerne glauben, die Verlängerung von Produktionszyklen. Nachhaltig bedeutet keine Expansion und damit null Wachstum. Der Kapitalismus hat uns lange begleitet. Er war zu keiner Zeit, das gerechteste denkbare Wirtschaftsystem und doch er agierte zu keiner Zeit so exzessiv fahrlässig, dass er sich seiner eigenen Grundlage beraubte. Bis heute. Es ist eine Tatsache, dass der Kapitalismus, seit Beginn der Globalisierung auch in den letzten Winkel dieser Erde vorgedrungen ist, jedwedes Leben und jede Ressource zu einem Produktionsmittel machte und nach den Gesetzen des Kapitalismus auch irgendwann daraus Gewinn erwartet. Offensichtlich für jedermann, gesehen von wenigen. Diese Welt bietet keine neuen Ressourcen mehr. Sie aber sind der unverzichtbare Brennstoff des Zinsmotors, werden sie nicht kontinuierlich hinein gepumpt, entwertet der Zins alles. Auch der Finanzmarkt ist keine Lösung zum Erhalt des Wirtschaftsystems. Der Handel mit Geld oder Wertpapieren beruht auf dem Glauben an den Wert des gehandelten Papiers und der erhöht sich, wenn ein höherer Sachwert hinter dem Papier steht. Seit nahezu einem Jahrzehnt sind die Gewinne auf den Finanzmärkten geradezu explodiert. Gleichzeitig konnten immer weniger neue Ressourcen als Sachwerte dem Wirtschaftssystem zugefügt werden. Die Folgen ist heute, das weniger als ein Prozent des Nennwertes von Wertpapieren als Sachwert dahinter steht und nur drei Prozent des Buchgeldes auch tatsächlich gedruckt wurde. Tatsächliche Werte, also Sachwerte werden an den Börsen nicht mehr gehandelt und imaginäre Werte bescheren imaginäre Gewinne und imaginäres Geld, welches nicht mehr tatsächlichen Werten folgt, sondern der Politik, die die gigantische Luftblase nicht zerstört. Der Kapitalismus ist ein gieriger alter kranker Mann, den Krücke und Tropf kaum auf den Beinen halten. Das gesamte Ökosystem und die Menschheit selber, können es sich nicht leisten, seiner Gier nach immer mehr, noch mal zu folgen. Sein letztes Aufbäumen nun, offenbart das Ausmaß, der zerstörerischen Möglichkeiten eines kapitalistischen Gesellschaftskonzepts. Nicht erst jetzt fordert es seine Opfer, sie werden nur offensichtlicher, da ihre Anzahl größer wird. Er hinterlässt eine Gesellschaft, die geprägt ist von dem Verlust an bürgerlichen Freiheitsrechten und der Bedrohung ihrer wirtschaftlichen Existenz. Ein Blick auf die sozialen und rechtlichen Zustände in Griechenland, Spanien oder Portugal, ist der düstere Ausblick in eine Zukunft, die voraussichtlich in wenigen Jahren, gesamteuropäische Realität sein wird.

Das Bild, sich im Zerfall befindlicher gesellschaftlicher Sozialsysteme und einer Wirtschaft die weit mehr Verlierer als Gewinner produziert, birgt genügend gesellschaftlichen Sprengstoff, um Forderungen nach einer anderen, einer neuen Politik laut werden zu lassen. So ist es nicht verwunderlich, das alle etablierten Parteien kein Interesse an der Verbreitung dieses Bildes haben. Zum einen weil es in einem Wahljahr, sicher geglaubte politische Mehrheiten gefährdet und zum anderen, weil alle Parteien an der Erreichung dieses Zustandes maßgeblich mitgewirkt haben und keine über ein alternatives Konzept verfügt. Aus Sicht der Politik kommt der Turnus gemäße, Armuts- und Wohlstandsbericht der Bundesregierung zur Unzeit. Zwar war es die Bundesregierung, die den Bericht schönte, aber auch alle anderen in den Machtstrukturen eingebundenen politischen Kräfte, orakeln aus diesem Bericht die Legitimation ihrer Wahlprogramme. Die absoluten Zahlen des Berichts, werden als Beweis politischer Transparenz veröffentlicht, wohl wissend, dass sie zwar erschrecken, aber auch vom eigentlichen Inhalt ablenken. Das Desaster offenbart sich nicht in den absoluten Zahlen, sondern in die Tendenzen die die Vorgänge verdeutlichen. Die Hälfte des Volksvermögens konzentriert sich in den Händen von nur wenigen Prozent der Bevölkerung, mit steigender Tendenz. Dieser Trend ist historisch gesehen nicht neu und schon aus der Zeit der Industrialisierung und Kolonialisierung bekannt, der Zeit in dem dieses Wirtschaftsystem etabliert wurde und er steht in krassem Widerspruch zu einer freiheitlichen und sozialen Gesellschaftsordnung. Die wirtschaftlichen und politischen Entscheidungsträger sind machtlos gegen die systemischen Gesetzmäßigkeiten des sterbenden Kapitalismus und versuchen ihren Hals, mit Schönfärbereien und inhaltslosen Beruhigungsfloskeln, aus der Schlinge der Verantwortung zu ziehen.

Während in den meisten Ländern der Welt, bereits die Sicherung der nackten Existenz der einzelnen Menschen und der Gesellschaften selbst, der einzig verbliebene Posten auf der politischen Agenda geworden ist, geht es in der westlichen Industriewelt noch um die finale Besitzstandsverteilung durch rücksichtslose Gewinnoptimierung und Verschleierung der tatsächlichen Zustände. Statistiken werden bedeutungsgeschwängert und in ihrer Lesart so definiert, dass sie dem Volk zu erklären, alles was ihm widerfährt, sei nur eine zeitlich begrenzte Irritation. Zynismus scheint das letzte Mittel einer verzweifelten Politik zu sein und mit diesem Wesen erklärte der Vize-Kanzler und Wirtschaftsminister einer staunenden Bevölkerung, das es ihr doch nie besser ging als heute.

Der Armuts- und Wohlstandsbericht der Bundesregierung ist eine rein statistische Auswertung und spiegelt nicht den Zustand dieser Gesellschaft wieder. Statistisch gesehen ist das Durchschnittseinkommen nicht gesunken, wusste die Bundesregierung freudig zu berichten und verbarg. Es gab eine rasante Steigerung der Anzahl von Einkommensmillionären und jeder von diesen, kompensiert statistisch eintausend Arme, die er damit über die Armutsgrenze der Statistik schiebt. Ebenfalls ein statistischer Grundsatz in der Armutsberechnung ist. Armut wird nicht durch die Steigerung von Einkommen beseitigt, sondern durch die Senkung des Durchschnittseinkommens und zwar soweit, das Armutseinkommen dem Durchschnittseinkommen nahe kommt. Arm ist schließlich statistisch nur der, der über weniger als 60% des Durchschnittseinkommens verfügt. Ein Widerspruch? Ja aber ein bewährter, mit einer zuverlässigen „das kann doch nicht sein“ Abwehrreaktion, auf die sich schon das Politbüro der ehemaligen DDR gerne und lange verlassen konnte.

Stolz verkündet die Bundesregierung im Weiteren, als Zeichen steigenden Wohlstands, dass noch nie so viele Menschen in Arbeit sein wie heute und offenbart damit Arbeit als Selbstzweck einer Wirtschaft, die sich nunmehr auf die Ausbeutung der Ressource Mensch konzentriert hat. Arbeit die Menschen nicht ernährt ist volkswirtschaftlich wertlos und eine humanistische Phrase. Die Profiteure dieser Arbeit sind ausschließlich die Arbeitgeber die nicht existenzfähige Löhne zahlen und dadurch ihren Gewinn optimieren. Der Staat subventioniert diese Ausbeutung der Ressource Mensch durch aufstockende Leistungen, um statistische Erfolge und sprudelnde Einnahmen aus den Sozialkassen verbuchen zu können.

Es gibt Armut in diesem Land. Genau so bitter und Existenz bedrohend, wie Armut überall auf dieser Welt. Es ist ein politischer Offenbarungseid, wenn gewählte Volksvertreter diese Armut bagatellisieren, in dem sie Vergleiche mit einem Leben in noch größerem Hunger, in noch größerer Not, irgendwo auf diesem Globus heran ziehen und den Armen ein Klagen auf hohem Niveau attestieren. Armut ist in den westlichen Industrienationen ausschließlich eine Folge, der willkürlichen und ungerechtfertigten Verteilung von Besitztümern. Sie ist Folge des Kapitalismus, der Armut braucht um Reichtum zu generieren. Eine zwangsläufige Folge aus der Begrenzheit der Ressourcen, die nur einmal verteilt werden können. Es ist eine alt bekannte Weisheit, die besagt. Nur weil viele arm sind, können wenige reich sein. Armut ist in der westlichen Welt kein unvermeidbares Übel, sondern eine systemrelevante Bedingung des Kapitalismus. Armut und Reichtum steigen in sich bedingendem und gleichem Maße an. Notwendig für die Aufrechterhaltung des Gesellschafts- und Wirtschaftssystems wäre, ein ausgewogenes Verhältnis der Besitzstände und eine tatsächlich nachhaltige, also nicht expandierende Wirtschaft. Dies aber widerspricht schon grundsätzlich den Strukturen und Antrieben des Kapitalismus und ist in ihm nicht realisierbar. Der Kapitalismus konnte zu keinem Zeitpunkt die Armut beseitigen, er verschob sie nur oder hob ihre Bemessungsgröße. Er kann es nicht weil er die Armut der Menschen braucht. Nur sie liefert billige Arbeitskräfte und lässt Entmündigung ungestraft.

Das der Kapitalismus seinem Ende entgegen geht, kann jedem bewusst werden, der seine Sichtweise auf ihn, nicht durch Besitztümer oder ideologische Abwehrhaltungen vernebelt. Alle wirtschaftlichen Randdaten, sprechen eine deutliche Sprache, auch wenn vieles einen anderen Anschein hat. Ein solcher falscher Anschein ist der aktuelle Börseboom, der mit seinem DAX Index die maßgebliche Wohlstandsskala zu sein scheint. Es wird die Ansicht verbreitet, dass das unaufhörliche Steigen der Börsenindexe ein zuverlässiger Indikator für eine boomende Wirtschaft sei. Die Börsianer agieren jedoch anders. Wer ihr handeln beobachtet, erkennt, das es sich bei dem Börsenboom um eine Kapitalflucht aus der realen Wirtschaft und dem Banksektor handelt, die keine Gewinne mehr versprechen und die Börse das frei werdende Kapital an sich zieht, als letzter Markt auf dem zumindest noch imaginäre Gewinne möglich sind. Solche Verhaltenmuster der Anleger sind ein sicheres Indiz, für einen mangelnden Glauben an die Wirtschaft und prognostizieren einen bevorstehenden Crash, der dann nichts mehr ist, als ein weiterer kollektiver Abzug von Kapital, wenn auch dort keine Gewinnmöglichkeit mehr besteht. Als Folge wird das Kapital dann in statische und vermeintlich sichere Werte investiert, wie z.B. Gold oder Grundbesitz, entzieht sich damit dem Geldkreislauf und wird aus marktwirtschaftlicher Sicht zu totem Kapital. Es kann den Motor des Kapitalismus, den Zins nicht mehr befriedigen und zwingt die Staaten neues Geld zu genieren in dem sie die Notenpressen anwerfen. Die Folge ist die Entwertung von Sachwerten und eine Inflation, der Kollaps des Wirtschaftssystems. Das geschah auch schon in der Vergangenheit und so bemühen sich die Wirtschaftsweisen dieses Szenario als systemisch bedingten Reset darzustellen, nach dem alles wieder, mit den gleichen alten Gesetzmäßigkeiten des Marktes beginnt. Sie verschweigen jedoch eine Tatsache, die nach vergangenen Wirtschaftszusammenbrüchen die Grundbedingung für einen Neubeginn war. Neue, noch nicht vom System entwertete Ressourcen als Basis einer Wertstabilität und Rohstoff neuer Gewinne. Keine Ressoucen bedeutet keine Gewinne und ohne Gewinne keine Marktwirtschaft.

Der wirtschaftliche und sozialgesellschaftliche Verfall wird in diesem Wahljahr bestimmend sein. Die Menschen spüren bereits deutlich die ersten Auswirkungen des Zusammenbruchs des Wirtschaftsystems. Nur die wenigsten sind noch nicht von den Einschnitten betroffen. Die Zahl der Arbeitslosen stieg rückbereinigt auf 8 Millionen Menschen. 3,5 Millionen Hartz IV Empfänger, ca. 1,5 Millionen resignierte nicht mehr gemeldete Erwerbslose und 3 Millionen offiziell nicht Erwerbstätige also ALG I Empfänger. Eine Zahl die wir auch schon mal in der Weimarer Republik der 1930er Jahre hatten und wie damals nutzen wir die gleichen marktwirtschaftlichen Instrumente. Wenn wir nun auch noch die gleichen Ergebnisse erhalten wie damals, dann wird die Bundeskanzlerin von einem Reichskanzler abgelöst werden.

Alle politischen Parteien geben angestammte politische Positionen auf um möglichst glaubwürdig die soziale Gerechtigkeit vertreten zu können. Es entfaltet sich ein Gerechtigkeitswahlkampf, geschuldet dem Druck eines steigenden Ungerechtigkeitsempfindens. Die Ungerechtigkeit ist offenbar geworden und die Menschen beginnen ein Gefühl zu entwickeln, zu dem was mit ihnen geschieht. Die Welt der sicher geglaubten Werte, entwertet sich. Verunsicherung greift um sich und Gerechtigkeit verspricht Sicherheit. Dieser Wahlkampf wird nicht um den Inhalt der Gerechtigkeit geführt werden, sondern um die Deutungshoheit, was überhaupt Gerechtigkeit sein kann und darf. Es wird weiterhin ein Wahlkampf der Wahlaufrufe werden. Möglichst viele Wähler sollen eine möglichst große Legitimation schaffen, für die unpopulären schmerzlichen Einschnitte, die nach der Wahl folgen werden. Eine neue Wahlkampfpartei wird für sich werben. Die aktiven Nichtwähler, aktiv ihre Überzeugung vertretend und nicht bereit noch irgend etwas in der Politik zu legitimieren.

Alle Fakten liegen offen und sind in der Informationsgesellschaft leicht verfügbar. Dennoch liegen keinerlei Konzepte für eine Zeit nach dem Kapitalismus vor. Die Politik kopiert der Kanzlerin wesenseigene Unverbindlichkeit, die Wirtschaft beschwört den Status Quo und die Medien verbreiten Endzeitszenarien.

Doch wer sich traut das Offensichtliche öffentlich auszusprechen, wird bestenfalls belächelt.

Ich empfehle mich in diesem Sinne

Heinz Sauren

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3 Kommentare zu “Deutschland ging es noch nie so gut”

  1. Hallo Hr. Sauren,

    Sie sind nicht allein mit dieser Auffassung. Menschen die genug Intelligenz besitzen umd den Zweifel zu kennen und die Wahrheit der öffentlich verlautbarten Propaganda zu hinterfragen kommen schnell auf dieses Resultat.

    Es fehlt mir allerdings noch der Hinweis, dass diese Entwicklung nicht das Endprodukt einer vermeidbare Fehlentwicklung darstellt, sondern Absicht und Ziel der ideologie derer ist die die Politik schon immer bestimmen.

    Die Ausbeutung der Menschen und der Ressourcen wird nicht vorangetrieben durch
    ein gesichtsloses System in dem der Teilnehmer durch den Wettbewerbszwang zerstörerisch agieren muss.

    Ausbeutung der Menschen und Ressourcen zur persönlichen Bereicherug einiger weniger ist der „Sinn“ hinter dem Kapitalismus. Er ist eine Staatsform die von den Besitzenden entworfen wurde um ihren Besitz zu mehren.

    Hinter dieser Absicht stehen schon immer Individuen. Zur legitimation der durch Besitz erlangten Macht dieser wenigen exisitiert die Kaste der „mainstream Ökonomen“. In der Welt Hayeks und Friedmanns muss der schwache für den starken geopfert werden, da die Lebensfähigkeit der Gesellschaft durch den Besitzenden und Mächtigen gesichert wird.

    »Eine freie Gesellschaft benötigt moralische Bestimmungen, die sich letztendlich darauf zusammenfassen lassen, dass sie Leben erhalten: nicht die Erhaltung aller Leben, weil es notwendig sein kann, individuelles Leben zu opfern, um eine größere Zahl von anderen Leben zu erhalten. Deshalb sind die einzigen wirklichen moralischen Regeln diejenigen, die zum »Lebenskalkül« führen: das Privateigentum und der Vertrag«

    – Friedrich August von Hayek, einer der Gründerväter des Neoliberalismus im Interview mit der Zeitung »El Mercurio« in Santiago/Chile 1981.

  2. „Ausbeutung der Menschen und Ressourcen zur persönlichen Bereicherug einiger weniger ist der “Sinn” hinter dem Kapitalismus. Er ist eine Staatsform die von den Besitzenden entworfen wurde um ihren Besitz zu mehren.“

    Dem stimme ich uneingeschränkt zu.

  3. „….die Hölle gelogen, den Teufel gab es nie.“

    Eine Gesellschaftsordnung, welche die Gesellschaft spaltet.
    Ein Gesundheitssystem, das uns krank macht.
    Giftiges Essen und wertloses Geld.

    Mit Verlaub aber was IST denn eigentlich?
    Und vor allem: Was war?

    Fragen, die mir permanent durch den Kopf gehen, insbesondere wenn ich Vergleiche mit „Damals“ lese.
    Eine Frage jedoch, stellt sich mir hierbei am wenigsten: Angst vor einem „Reichskanzler“? Nein. Da hab ich keine.
    Es sei denn, er wäre so, wie man uns glauben zu machen versucht. Das jedoch, bringt mich wieder zum Anfang meines Kommentares.
    Ein Teufelskreis.

    Herr Sauren, vielen Dank für Ihre Gedanken.
    Ich wollte mit Frau Wagenknecht schließen, möchte aber nicht den Faden verlieren und belasse es daher bei einem Reichskanzler, der da sagte:

    „In den Beziehungen zwischen Wirtschaft und Volk, gibt es nur ein was unveränderliches, – und dies ist das Volk.
    Die Wirtschaft ist kein Dogma und sie wird nie eines sein.“
    (1937, http://youtu.be/mg-v_zMEXZo )

    Ihnen und Ihren Lesern eine gute Zeit.

    A.N.

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