Darwins Evolution – Die Unvollendete


CarlesDarwin

Charles Darwin veröffentlichte 1859 sein Werk „Die Entstehung der Arten“. Ein Werk das nicht nur, wie der Titel es versprach, die Entstehung der Arten in ein neues Licht stellte, sondern insbesondere das Bild des Menschen zu sich selber grundlegend veränderte. Das Verständnis des Menschen zu sich selbst, lässt sich in eine Zeit vor Darwin und eine Zeit nach ihm einteilen.

Die Zeit vor Darwins Evolutionstheorie war geprägt durch die biblische Schöpfungsgeschichte und dem Bewusstsein daraus, das Rassen und auch der Mensch so wie sie sind geschaffen wurden. Es herrschte der Glaube, das unveränderliche Rassen und der unveränderliche Mensch auch einen unveränderlichen Zweck innerhalb einer biologischen Gemeinschaft haben mussten. Dieser Zweck wurde in der Schöpfungsgeschichte gleich mitgeliefert. Es gab den Menschen, der nach dem Abbild Gottes dazu bestimmt war über die Welt zu herrschen und Tiere und Pflanzen, die ihm zu diesem Zweck zu dienen hatten.

Die Evolutionstheorie besagte: Der Mensch ist wie alle biologischen Lebensformen nicht unveränderlich, sondern das Produkt einer langen Entwicklung, in vielen kleinen einzelnen Schritten und er wurde nicht als Mensch geschaffen sondern stammt wie alle anderen Tiere von dem gleichen Urahn ab. Seine Entwicklung war kein göttliches Gebot, sondern das Ergebnis beständiger Selektion, dem wichtigsten aber nicht einzigen Motor der Evolution.

Die Evolutionstheorie stürzte zumindest aus biologischer Sicht den Menschen von seinem selbst geschaffenen Thron und wurde im Laufe der Zeit zu bestimmenden Wissenschaftsmodell, welches heute wohl niemand mehr ernsthaft in Zweifel zieht. Seit dem Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung zog sie massive Kritik auf sich, die sich weniger auf die durch sie beschriebenen Abläufe bezog, sondern zumeist auf die Konsequenzen, die ihre Lehre zwangsläufig mit sich brachte. Es waren die Kirchen und die Verfechter des unantastbaren Rechts auf eine biologische und moralische menschlichen Überlegenheit die wirkungsvoll verhinderten, dass die Konsequenzen der Evolutionstheorie auch in der Ökologie, der Ökonomie und dem Sozialwesen anerkannt wurden und sie somit bis heute im Grunde eine biologische Theorie geblieben ist. Dieser Sonderstatus, dass die Evolutionstheorie zwar universal gültig ist, für den Menschen aber nur in Übereinstimmung mit seinen sozialen, ökologischen und ökonomischen Zielen Anwendung findet, gilt bis heute. Wir sind im Besitz einer Theorie, die uns wie kaum eine andere die Realitäten erklärt, ignorieren und verwerfen sie aber grundsätzlich, wenn sie nicht unseren sozio-politischen Zielen entspricht.

Darwin selbst erkannte die Folgen seiner Theorie auf den Menschen selbst und sagte bereits vor einhundertfünfzig Jahren, was auch heute noch niemand hören möchte: „Wenn die … minderwertigen Glieder der menschlichen Gesellschaft nicht zurückhalten, sich schneller als die Bessern zu vermehren, so wird das Volk zurückgehen, wie die Weltgeschichte oft genug gezeigt hat. Wir müssen uns erinnern, dass der Fortschritt kein unabänderliches Gesetz ist.“

Die Evolutionstheorie besagt das die Selektion nicht nur durch Interaktion der Rassen greift, sondern auch durch Intraaktion der Mitglieder einer Rasse unter einander gegeben ist, also es auch zwischen den Menschen selbst eine Selektion, die Verdrängung des Minderwertigen durch den Höherwertigen, stattfinden muss um eine Entwicklung überhaupt zu ermöglichen. Obwohl dieser Sozialdarwinismus heute, heuchlerisch politisch verpönt wird und gesellschaftlich geächtet ist, kann er dennoch nicht geleugnet werden und ist fester Bestandteil aller Gesellschaften und der Zivilisation selber. Global verdrängen die reichen Staaten die ärmeren von den Ressourcen, ihrer Überlebensgrundlage und innerhalb der Gesellschaften verfahren die Reichen mit den Armen in gleicher Weise. Reichtum ist in einer nach sozio-politischen Zielen verbogenen Evolutionstheorie die Höherwertigkeit und Armut die Minderwertigkeit in einem Überlebenskampf, den schon Darwin in seiner Evolutionstheorie voraus sagte.

Darwin schreibt, in seinem Buch, die Entstehung der Arten, dass die Population einer Rasse grundsätzlich exponentiell wächst, während die Nahrungsmittelproduktion nur linear wachsen kann. Somit kann das exponentielle Wachstum nur für eine beschränkte Zeit aufrechterhalten werden und irgendwann kommt es zu einem Kampf um die beschränkten Ressourcen. Darwin erkannte, dass dieser Grundsatz auf alle Arten anwendbar ist und ein solcher Konkurrenzkampf dazu führt, dass vorteilhafte Variationen erhalten blieben und unvorteilhafte Variationen aus der Population verschwänden. Dieser Mechanismus der Selektion erklärte die Veränderung und auch die Entstehung von neuen Arten.

Der Motor der Selektion einer menschlich angepassten Evolution ist das Geld. Geld ist das Maß an dem eine Höher- oder Minderwertigkeit bemessen wird und es ist ein Maß, das falscher nicht sein könnte. Grundsätzlich muss jedes Maß was zu einer Bemessung heran gezogen werden kann, auf das zu Bemessende anwendbar sein. Das fehlen diese Anwendbarkeit führt zu Aussagen ohne Wert. Ein Liter Wasser mit einem willkürlich bestimmten Maß gemessen, z.B. einem Amperemeter führt zu keiner sinnvollen Aussage.

Das Geld als Maß der menschlich dominierten Evolution zu zulassen bedeutet ein Maßstab zu wählen, der für einen Mensch, der sein Weltbild am Geld orientiert relativ genau ist, für einen Menschen der das nicht tut relativ ungenau, für die meisten Naturvölker kaum einsetzbar und für alles Leben was nicht menschlich ist völlig unbrauchbar ist, da diese kein Verständnis und keinen Wert zu diesem Maß haben. Aus evolutionärer Sicht handeln Geld orientierte Gesellschaften und damit der größte Teil der menschlichen Zivilisation falsch.

Die meisten Menschen und ihre Gesellschaften wähnen sich als evolutionäre Erfolgsmodelle, da sie das Geld und damit den wirtschaftlichen Erfolg, als evolutionären Maßstab ansehen. Doch Evolution geht anders. Nicht der Glaube an einen Maßstab macht diesen tatsächlich zu einer Bemessungsgrundlage. Er verschleiert jedoch die tatsächliche Selektion, der die Menschheit ausgeliefert ist. Evolution ist kein Wirtschaftserfolg und auch keine Populationsexplosion, wie sie der Mensch zurzeit erlebt. Nicht der kurzfristige Erfolg weniger Generationen gegenüber anderen Rassen ist Evolution. Evolution ist das Vermögen einer Spezies die eigenen Ressourcen gegenüber anderen Rassen und den Mitgliedern der eigenen Rasse die diesen Erhalt gefährden, zu bewahren. Evolution ist nicht Expansion. Expansion ist nur im Anfangsstadium einer Rasse üblich und gefährdet bei Aufrechterhaltung die eigenen Ressourcen und damit das eigene Überleben. Evolution wirkt auch innerhalb sozialer, ökonomischer und ökologischer Räume des menschlichen Lebens. Der Sozialdarwinismus ist ein Fakt in jeder Population, auch in der menschlichen. Zu verurteilen ist er innerhalb der menschlichen jedoch, weil er in ihr nur darwinistisches Etikett, dass ausschließlich willkürlichen sozio-politischen Zielen folgt und als solches den Realitäten der evolutionären Mechanismen widerspricht.

Gemäß der Evolutionstheorie müssen alle Entwicklungen einer Spezies in kontinuierlichen und kleinen Schritten geschehen. So schützt die Evolution sich selbst vor Fehlentwicklungen, da jeder kleine Entwicklungsschritt sich in Bezug auf seinen evolutionären Zweck beweisen muss. Das tut er dadurch das seine Auswirkungen im kleinen beweisen, das er auch in Zukunft die wichtigste evolutionäre Maßgabe, den Schutz der überlebenswichtigen Ressourcen nicht gefährdet. Die technische Entwicklung des Menschen war rasant und gemäß Darwins Vorhersage zu schnell für eine natürliche Entwicklung. Sie gefährdet sie nun das Überleben der Menschheit, da sie die Ressourcen vernichtet.

Gemäß Darwin befindet sich jede Spezies in einem beständigen Kampf um die für sie überlebenswichtigen Ressourcen und bildet in diesem Überlebenskampf durch Verdrängung nicht vorteilhafter Eigenschaften eine immer perfektere Spezies heraus. So hat jede Tier- und Pflanzenart für sie typische Befähigungen gegenüber anderen erworben, die im direkten Vergleich zu einer anderen Rasse eine Höherwertigkeit ergibt und das überleben sichert. Die Giraffe hat einen langen Hals, der ihr das Blattgrün zugänglich macht, welches anderen Pflanzenfressern vorenthalten bleibt. Das Kamel kann die Ressource Wasser speichern um in Gegenden leben zu können, die für andere tödlich wären. Die Physiognomie des Menschen lässt jedoch keinen Schluss auf seinen Populationserfolg zu. Der Körper des Menschen reicht nur zu einem mittelmäßigen Rang innerhalb des Tierreichs. Der evolutionäre Vorteil des Menschen ergibt sich durch seine Anpassungsfähigkeit und die ist eine direkte Folge seiner Erkenntnisfähigkeit. Das Gehirn des Menschen ist das Organ, mit dem er sich der inter- und intraaktiven Selektion stellt und die Fähigkeit des menschlichen Gehirns, umfassendere theoretische Erkenntnisse als andere Rassen zu gewinnen, ist der evolutionär gebildete Vorteil, der seinen evolutionären Erfolg bisher sichert. Das Gehirn und seine möglichst aktive Tätigkeit ist der evolutionäre Zweck des Menschen.

In der Interaktion mit anderen Rassen ist gemäß der Evolutionstheorie, weder ein wirtschaftlicher Erfolg, noch eine soziale Machtstellung dazu geeignet den evolutionären Druck zu mindern, oder ein Kriterium im Sinne der Evolution höherwertig zu sein. Offensichtlich ist, dass der enorme Aufwand zur Erlangung solcher Stellungen die Ressourcen mehr als notwendig gefährdet und somit auf einen evolutionären Misserfolg deutet. In der Intraaktion der Menschen untereinander, in der die Minderwertigkeit auf eine zu erwartende Verdrängung deutet, zeigt sich eine noch größere Gefahr in der Annahme, dass wirtschaftlicher Erfolg oder eine soziale Machtstellung auf Basis von Besitz, eine Höherwertigkeit begründet. Die Gefahr ist die Unterdrückung der menschlichen Weiterentwicklung durch Verhinderung der freien Intraaktion der Menschen, für die Erlangung gewünschter wirtschaftlicher und sozio-politischer Ziele.

Der evolutionäre Motor des Menschen ist seine Erkenntnisfähigkeit. Die Erlangung von Erkenntnis ist der evolutionäre Auftrag an den Menschen und der einzige Weg seine Entwicklung zu gewährleisten, als auch sein Überleben zu sichern. Gemäß Darwins Evolutionstheorie ist es dabei nicht eine überragende Erkenntnis weniger Menschen gemeint, sondern eine möglichst große Anzahl unterschiedlichster Erkenntnisse, einer möglichst großen Anzahl von Individuen, die alle in direkter und ungefilterter Konkurrenz zueinander stehen und dadurch die minderwertige Erkenntnis im Sinne des evolutionären Erfolgs verdrängen. Da der evolutionäre Erfolg sich auf ein zukünftiges Überleben richtet, ist dieser nicht direkt zu bemessen. Handeln im Einklang mit der menschlichen Evolution bedeutet daher die Vorraussetzungen zu schaffen, die Erkenntnisse möglichst vieler Individuen ermöglichen und für das Individuum selbst, die evolutionäre Pflicht nach Erkenntnis zu streben. Dies nicht mit allen Kräften zu versuchen, auch das ist ein evolutionäres Prinzip, bedeutet die Minderwertigkeit eines Individuums innerhalb der evolutionären Abläufe. Aufgrund der nicht Überprüfbarkeit eines etwaigen zukünftigen Erfolges, gilt bei der Erlangung von Erkenntnissen als evolutionäre menschliche Pflicht nicht die tatsächliche Erkenntnisfähigkeit des Individuums als ausschlaggebend sondern die Erkenntniswilligkeit, die Bereitschaft nach Erkenntnissen zu streben. Qualitativ ist der evolutionäre Erfolg nur an zwei Punkten messbar. Zum einen, in wie Weit gemachte Erkenntnisse dazu verhelfen einer Rasse die Ressourcen zu sichern und damit das Überleben zu gewährleisten und zum zweiten, durch die unbedingte Aufrechterhaltung des Prinzips der Erkenntnisgewinnung zur Erreichung des evolutionären Erfolgs.

Darwins Theorie beschreibt das Prinzip der Evolution und würde sie nicht ängstlich als rein biologische Theorie betrachtet, wäre sie eine Revolution des Verständnisses des Menschen zu sich selbst und der Welt in der er lebt. Beinahe einhundertfünfzig Jahre nach Veröffentlichung der Evolutionstheorie ist sie immer noch so wenig und falsch verstanden, dass jeder Versuch sie in ihren Konsequenzen zu Ende zu denken, massivste Kritik sozialromantischer Idealisten hervor ruft. Sie über ihren rein wissenschaftsbiologischen hinaus zu denken, bedeutet die Infragestellung des gesamten Gesellschaftssystems und der menschlichen Zivilisation selber, die immer noch und gegen besseres Wissen, Systeme des Ressourcenraubbaus und des menschlichen Allmächtigkeitsanspruchs sind. Das Wirtschafts- und Demokratiesystem sind aus evolutionärer Sicht keine Modelle die eine natürliche Selektion aufrechterhalten und die Zivilisation hat bei der Erhaltung der Ressourcen völlig versagt. Es ist offensichtlich, dass die Menschheit neuer Erkenntnisse bedarf um ihren Fortbestand zu sichern und offensichtlich ist auch, dass solche Erkenntnisse in qualitativ sinnlosen aber quantitativ bestimmenden Systemen von Demokratien und Marktwirtschaften, sich nicht durchsetzen konnten. Wäre es anders, wäre auch die heutige Situation der Menschheit und ihre desaströsen Folgen auf die Umwelt und die Ressourcen, eine andere.

Die nicht vollzogenen Schlussfolgerungen aus Darwins Evolutionstheorien liegen auf der Hand. Alle biologischen Arten haben einen gemeinsamen Ursprung und alle sind einen erfolgreichen Weg durch die Evolution gegangen. Alle sind der Gefahr der Verdrängung ausgesetzt und vom Aussterben bedroht. Der Mensch ist keine Ausnahme. Die Annahme, das, der Mensch die eigene Evolution durch die Schaffung eines künstlichen Systems in dem er lebt, den Gesellschaften umgeht und das seine dominante Rolle als Spezies seinen evolutionären Erfolg bezeugt ist falsch. Der Mensch ist auch innerhalb der von ihm geschaffenen Systeme weiterhin biologischen Gesetzmäßigkeiten, als auch der Interaktion mit anderen Spezies ausgeliefert, wenn auch nicht mehr durch konkurrierende Säugetiere, sondern zumeist von primitiveren Lebensformen wie Bakterien und Viren. Auch die Intraaktion untereinander ist weiterhin gegeben, wenn auch unter der menschlich bestimmten und falschen Bemessungsgrundlage, des Geldes. Die Mechanismen der Evolution bleiben auch in einer für den Menschen angepassten Welt weiterhin aktiv und sie zu ignorieren wird nicht folgenlos bleiben. Auch die Annahme, dass Industriegesellschaften die logische Konsequenz unserer Entwicklung also die Evolution selbst sein ist unsinnig. Zum einen sind die technischen Errungenschaften des Menschen nur das Produkt seiner Erkenntnisse und damit ohne Selbstzweck und eigene evolutionäre Grundlage und zum anderen wird sich erst noch beweisen müssen ob diese Erkenntnisse dazu geeignet sind, die Ressourcen der Spezies Mensch zu erhalten und damit sein Überleben zu gewährleisten. Die Tatsache, dass der Mensch in zweihundert Jahren technischen Fortschritts beinahe seine gesamten Ressourcen vernichtet oder unbrauchbar gemacht hat, lässt eher vermuten, dass die Erkenntnisse die zu seinem technischen Fortschritt geführt haben, nicht haltbar im Sinne einer Überlebensstrategie sind.

Evolution ist Konkurrenz und Verdrängung. Evolution ist Selektion. Die heute Sicht auf die Evolution folgt dem Fehlschluss, das der Mensch sich trotz der evolutionären Selektion durchgesetzt hat und führt damit zu der irrigen Annahme, dass er seinen Fortbestand ohne die Evolution sichern kann. Das Ergebnis ist, er versucht sich der natürlichen Evolution zu entziehen. Richtig wäre die Annahme, dass der Mensch sich nicht trotz, sondern gerade durch die evolutionäre Selektion entwickelt hat. Das Werten in evolutionär sinnvolle Höher- und Minderwertigkeit, war kein Hemmschuh in seiner Entwicklung sondern bestimmender Anteil, der seine Entwicklung überhaupt erst ermöglicht. Es ist naiv zu glauben, durch Optimierung seines Lebensraumes auf seine Bedürfnisse den evolutionären Maßgaben entfliehen zu können. Richtig ist aber auch, dass es dem Menschen durch die Anpassung seines Lebensraumes und die Vernichtung natürlicher Konkurrenz, außerhalb einer selektiven Notwendigkeit gelingt, evolutionäre Prozesse fehlzuleiten und damit die selektiven Wirkungen der Evolution abschwächt. Was dem Menschen wie eine Befreiung vorkommen mag, ist jedoch tatsächlich die teilweise Loslösung aus einem System von Wirkungen, ohne das es ihn nicht gäbe und wahrscheinlich auch in Zukunft nicht mehr geben wird, da der menschliche Organismus zwingend die biologische Konkurrenz braucht um sich weiter entwickeln zu können.

Darwin zeigte, das alles Leben den gleichen Ursprung hat und damit auch, dass alle Rechte die wir für uns in Anspruch nehmen, ebenso für jedes Leben gelten. Er zeigte, das evolutionärer Erfolg sich nicht in der Dominanz einer Rasse äußert, sondern in ihrer Befähigung ihre Ressourcen zu sichern. Auch das ist ein Recht allen Lebens. Das Entscheidenste aber, was Darwin zeigte ist, dass keine Rasse sich ohne Evolution entwickelt hat oder entwickeln wird. Keine Rasse entwickelt sich daraus, das sie andere domestiziert, sondern daraus, dass sie in natürlicher Konkurrenz zu ihr steht. Der evolutionäre Druck ergibt sich gerade aus der Möglichkeit in freier Konkurrenz zu unterliegen.

Es ist an der Zeit die Evolutionstheorie zu akzeptieren, weil sie beständig auf uns wirkt auch wenn wir sie ignorieren und wir unsere Zukunft in Frage stellen, wenn wir uns ihr nicht ausliefern. Die Höher- und Minderwertigkeit einzelner Individuen ist keine zu überwindende soziale Ungerechtigkeit, sondern ein überlebenswichtiger Wert, der nicht ungerecht sein muss, wenn er nicht mit dem falschen Maßstab gemessen wird. Der Mensch ist das Wesen der Erkenntnis, ohne sie hat er keine Zukunft und Erkenntnis bedeutet immer auch, nicht sinnvolle Verhaltensweisen im Sinne eines evolutionären Erfolges zu verwerfen. In der Vergangenheit konnten wir das, darum leben wir. Die Frage ist, ob wir das auch in Zukunft können, oder ein Auslaufmodell der Evolution sein werden.

Auf dem Weg, den die Menschheit seit ein paar hundert Jahre beschreitet, wird sie keine Zukunft haben. Sie hat es nicht verstanden ihre Ressourcen zu bewahren. Wenn es eine Rettung für die Menschheit gibt, wird sie nicht Folge wirtschaftlicher oder politischer Macht, sondern natürlichen Ursprungs sein. Sie wird auf neuen, anderen Erkenntnissen beruhen und von Menschen geführt werden, die befähigt waren diese Erkenntnisse zu gewinnen. Diese Menschen sind der Zweck und Grund der Existenz der gesamten Menschheit und sie werden diejenigen verdrängen müssen, die die Menschheit in den letzten zweihundert Jahren geführt haben, mit samt ihren Werten und Ideologien, um unser Überleben zu sichern.

Der Mensch ist auf diesem Planeten die dominierende Rasse, ob er eine evolutionär erfolgreiche Rasse bleiben wird, ist davon abhängig wie seine Gesellschaft mit denen umgehen wird, die bestrebt sind neue Erkenntnisse zu gewinnen.

Aber wahrscheinlich wird der Mensch seine vermeintliche Allmacht nicht aufgeben wollen, was dann gemäß der Evolutionstheorie zu einem Kampf um die Ressourcen führt, bis nur noch so wenige Exemplare der Gattung Mensch den Planeten bevölkern, das diese von den stark dezimierten Ressourcen leben können. Wenn Darwin Recht behält und das ist in hohem Maße wahrscheinlich, werden wir uns bekriegen, bis zwei Drittel der Menschheit vernichtet wurden. Im Sinne unserer Zukunft bleibt dann nur zu hoffen, dass möglichst viele Erkenntniswillige dies überleben werden.

Ich empfehle mich in diesem Sinne

Heinz Sauren

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2 Kommentare zu “Darwins Evolution – Die Unvollendete”

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