Der gefährliche Antikapitalismus

 

Kapitalismus1

Da die Begriffe Kapitalismus und Antikapitalismus sowohl politisch als auch wirtschaftsideologisch jeweils für die Interessen derer ausgenutzt werden, die gerade mit ihnen hantieren, ist Kapitalismus in systemrelevanter Lesart positiv und Antikapitalismus negativ geprägt.

Es wird behauptet der Kapitalismus erhalte die geschaffenen Werte, während der Antikapitalismus sie zu zerstören versucht. Diese Sichtweise ist inhaltlich nicht begründbar, aber innerhalb der Diskussion, die fast ausschließlich polemisch und nicht sachlich geführt wird, bestimmend. Um einer breite Öffentlichkeit die Möglichkeit zu geben, sich vorurteilsfrei mit dem Thema zu beschäftigen, muss daher zuerst herausgestellt werden, was der Antikapitalismus nicht ist.

Antikapitalismus bedeutet nicht die Wegnahme von Gütern oder Besitz und fordert auch nicht die Abschaffung des Geldes, sondern zielt auf einen anderen Umgang mit Besitz und Geld. Nicht der Waren- Geldverkehr, sondern die Gesetzmäßigkeiten und Mechanismen dazu, werden in Frage gestellt. Auch in einer antikapitalistischen Gesellschaft gibt es Geld und Eigentum.

In einer kapitalistischen Gesellschaft sind Besitz und Geld, Selbstzweck und die Vermehrung dessen, das Ziel dem sich persönliche Bedürfnisse und soziale, als auch gesellschaftlichen Forderungen unterzuordnen haben, während in einer antikapitalistischen Gesellschaft, Besitz und Geld genau diese Bedürfnissen und Forderungen dienen müssen. Natürlich hat das Folgen für die, deren Geld und Besitz nicht auf die Wahrung und Sicherung dieser Bedürfnisse und Forderungen gerichtet sind, aber es bedeutet nicht ihre völlige Verarmung, sondern nur die Verpflichtung sich von dem Teil zu trennen, den sie nicht, aber andere dringend zum Leben brauchen.

Auch der Antikapitalismus ist ein Wirtschafts- und Finanzsystem, nur ein gerechteres und weniger gefährlicheres für die Menschen und die Welt, in der sie leben.

Dies zu verstehen ist die Grundlage jeder vernünftigen Diskussion über die Zukunft der Gesellschaft und dieses Verständnis zu ermöglichen ist Anspruch an alle, die in eine Solche Diskussion eintreten wollen.

Ich verbleibe in diesem Sinne

Heinz Sauren

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Die Deutschen und der Kapitalismus

 

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Der Kapitalismus ist ein weltumspannendes System und ist die ökonomische Grundlage der meisten Staaten. Doch nicht alle Staaten spielen in ihm die gleiche Rolle, haben die gleiche Gewichtungen in ihm und tragen daher auch nicht die gleiche Verantwortung an ihm. Eine Verantwortung die auch Deutschland trägt und die sich aus den unübersehbaren Folgen seines wirtschaftlichen Handelns ergibt, nicht nur gegenüber der eigenen Gesellschaft, sondern gegenüber allen Völkern, die direkt oder indirekt, ökologisch oder ökonomisch mit diesem Land und seinem Wirtschafts- und Finanzverkehr in Interaktion stehen. Es stellt sich die Frage, welche Rolle Deutschland innerhalb der kapitalistischen Weltordnung eingenommen hat und welche Konsequenzen sich aus dieser Rolle ergeben, in Bezug auf die zukünftige Entwicklung seines eigenen Volkes aber auch generell, gegenüber der Weltgemeinschaft.

Deutschland gehört eindeutig zu den Gewinnern des Kapitalismus und ist zu einer der mächtigsten Wirtschaftsnationen aufgestiegen. Die Zugehörigkeit zum Club der G7, ist ein Superlativ innerhalb der Weltwirtschaftsgemeinschaft. Aber auch die Folgen dieses Status, sind Superlative. Dieses Land gehört zu den sieben Nationen, die am meisten zur allgemeinen Verarmung der Weltbevölkerung beitragen, die am konsequentesten die natürlichen Ressourcen ausbeuten und am rücksichtslosesten die Umwelt vergiften. Folgen als Preis der wirtschaftlichen Stärke dieses Landes und der unverhältnismäßige Bereicherung seiner Wirtschaftselite, aber auch eines unverhältnismäßigen Konsumverhaltens seiner Bürger, das jeden Einzelnen in die Verantwortung zwingt.

Die Auslagerung der Produktion in Niedriglohnländer, verschiebt die Konsequenzen des deutschen Reichtums, in ärmere Länder. Die so dem Fokus der deutschen Öffentlichkeit entzogenen Folgen, scheinen weniger schwerwiegend und ergeben mit vielen nationalen Bemühungen, einen ökologischeren Weg zu finden, das Zerrbild einer vermeintlich geringeren Verantwortung gegenüber dem Rest der Welt.

Es ist eine bigotte Wirtschaftsmoral, die Staaten der dritten Welt aufgrund ihren niedrigen Umwelt- und Arbeitsschutzstandards zu kritisieren, wohl wissend das der wirtschaftliche Erfolg dieses Landes genau von diesen niedrigen Standards abhängig ist. Deutschland ist auch deshalb führend in Umwelt- und Arbeitsschutzfragen, weil es diesbezüglich alle prekären Bereiche in andere Staaten ausgelagert hat und entzieht sich bewusst seiner Verantwortung.

Zu erkennen das Deutschland, aber auch andere Wirtschaftsnationen sich ihrer Verantwortung entziehen und diese auf ärmerer Länder abwälzen und somit von Verantwortung befreite, also verantwortungslose Gewinne erzielen, macht Kritik daran unumgänglich. Eine Kritik, die solange sie nicht oberflächlich auf die Folgen begrenzt ist, zwangsläufig eine Kritik an dem System sein muss, das solche Vorgehensweisen nicht nur ermöglicht, sondern geradezu fordert.

Seit der Gründung der Bundesrepublik bis ins Jahr 1990, galt Kritik am Kapitalismus in diesem Land, als etwas weltfremdes, als eine Obsession der belächelten Weltverbesserer oder wenn sie inhaltlich gut begründet war, als Sozial- und Wirtschaftsutopie der linken Schmuddelecke der Gesellschaft. Es war bis zur Verwirklichung der Deutschen Einheit nicht unüblich, das die Urheber und Verfechter antikapitalistischer Thesen, als fünfte Kolonne Moskaus unter geheimdienstlicher Beobachtung im eigenen Lande standen. Durch Gesetze, basierend auf der politischen Forderung, das Antikapitalismus und Kommunismus das gleiche seien, wurden gegen vermeintlich kommunistische Lehrer und Beamte Berufsverbote verhängt. In den siebziger Jahren waren das, eine mehrheitlich befürwortete Maßnahmen, die dem Schutz des politischen und gesellschaftlichen Systems dienen sollten.

Es war die Zeit des kalten Krieges, in dem die kommunistische Planwirtschaft mit ihren unterdrückten Völker und die vermeintlich freien Gesellschaften der kapitalistischen Demokratien, sich unversöhnlich gegenüber standen und es war die Zeit, die ein sozialromantisches Bild des Kapitalismus in Deutschland entstehen ließ. Ein Trugbild, von dieses Wirtschaftssystem noch heute profitiert.

Viele Mythen um den Kapitalismus entstanden zu dieser Zeit und die Deutschen entwickelten eine, in der Welt einzigartige Sicht auf den Kapitalismus. Für sie war der Kapitalismus nie nur ein Wirtschaftssystem, sondern immer verwoben mit der Demokratie, die 1945 gleichzeitig mit ihm kam. Es entstand, stärker als in anderen Ländern der Irrglaube, das Demokratie und Kapitalismus zusammengehörig sein und das sogar so untrennbar, das eine Demokratie ohne Kapitalismus nicht möglich wäre. Dieses Bild wurde von Politik und Wirtschaft aufwendig gepflegt.

Ein Trugschluss, der sich schon per Definition offenbart. Bis 1990 gab es in der BRD keinen Kapitalismus, es gab eine Mischform aus staatlich gelenktem Sozialismus und scheinbaren Anteilen eines freien Kapitalismus, die soziale Marktwirtschaft, oder wie der Vater dieser kapitalistischen Spielart. Ludwig Erhardt ihn nannte, den rheinischen Kapitalismus. Die Grundversorgung der Gesellschaft und die Bereiche Kommunikation, Infrastruktur, Bildung und das Gesundheitssystems waren in staatlicher Hand und damit dem Wettbewerbsdruck des freien Marktes entzogen. Diese Beschränkung der kapitalistischer Mechanismen war das Geheimnis der Bundesrepublik Deutschland, des allgemeinen Wohlstands und der sozialen Sicherung. In dieser Form der Marktwirtschaft, war der freie Markt auf die Bereiche beschränkt, die nicht die Grundsicherung der Menschen und der Gesellschaft gewährleisteten.

Das Jahr 1990 brachte die Wende. Nicht nur in Form der Deutschen Wiedervereinigung, sondern insbesondere durch den Zerfall der Sowjetunion und damit des planwirtschaftlichen Modells, als Gegengewicht zum Kapitalismus. Euphorisch wurde der Kapitalismus, als Garant der Freiheit, gefeiert und für einen kurzen Moment im Verlauf der Gesellschaftsgeschichte schien es so, als könne er der Menschheit eine bessere Zukunft bescheren.

Es begann die Blütezeit des Kapitalismus, der sich umgehend daran machte, die sich nun eröffnenden Märkte, der ehemals kommunistischen und sozialistischen Länder, zu  erobern. In Deutschland waren es die neuen Bundesländer, die durch den scheinbaren Segen der freien Marktwirtschaft, eine gigantische Besitzumverteilung erlebten, die heute, mehr als zwanzig Jahre später, als räuberische Plünderung gesehen werden kann. Allen voran war es die Bundesregierung selber, die sich skrupellos mit Hilfe der Treuhand über nahezu alle wirtschaftlichen Werte, der befreiten neuen Bundesländer hermachte. Einer der seinerzeit maßgeblich dafür verantwortliche Köpfe, ist der heutige Wirtschaftsminister Wolfgang Schäuble, der auch heute noch den Glauben und das Wissen um das Wirtschaftssystem prägt. Deutschland leistet sich Entscheidungsträger, die durch ihre anachronistischen Sichtweise, an den Folgen der Probleme herum zu doktern aber keine Befähigung haben die Ursachen kritisch zu hinterfragen.

Auch Gedankenanlehnungen an einen Kapitalismus, wie er in Staaten wie den USA und Großbritannien, seiner Lehre nach viel reiner, als Gesellschaftssystem praktiziert wurde waren irreführend. Bis 1990 hatte der Kapitalismus insbesondere auch die Aufgabe, als Gegenmodell zur kommunistischen Planwirtschaft, die gerechtere und freiere Gesellschaftsform zu repräsentieren. Ein politischer Auftrag, der eine gewisse Attraktivität des Wirtschaftssystems verlangte um die Völker, die noch nicht an ihm teilnahmen, zu einem politischen Seitenwechsel zu animieren. Grobe Exzesse, offensichtliche Ausbeutung und empfindliche Ungerechtigkeiten verboten sich so. Diese gesellschaftlichen Forderungen an den Kapitalismus entfielen, als er seinen Gegenspieler, den Kommunismus verlor. Von nun an konnte er sich ungezügelt entfalten. Es offenbarte sich schnell, die überwunden geglaubte, aber tatsächlich nur unterdrückte, weil das Wesen bestimmende Fratze des Manchester-Kapitalismus, sein eigentliches Gesicht. Ein entfesselter Kapitalismus fraß sich wie ein Steppenbrand um den Globus.

Im Grunde war diese Entfesselung die eigentliche Geburtsstunde das Kapitalismus, da alle vorherigen Mischversionen und Einschränkungen einen kapitalistisch geprägten Sozialismus begründeten, aber kein Kapitalismus waren. Ein Sozialismus der keiner sein durfte, weil der Begriff schon vom politischen Gegner benutzt wurde und nach 1990 ein Tabubegriff wurde, weil  ihm die Assoziation der niedergegangenen DDR anhaftete, ein Verliererimage.

Angesichts der Ohnmacht der Politik und der Gesellschaften gegenüber einem plötzlich real existierenden Kapitalismus, in dem sich sozialstaatliche Bedürfnisse und der kapitalistische Grundsatz der Gewinnmaximierung gegeneinander ausschließen, regte sich bereits in der Mitte der neunziger Jahre, auch in Deutschland der erste Widerstand. Noch begrenzt auf die Folgen selber, begannen die Proteste gegen die Globalisierung. Eine Protestbewegung die nicht aus der Mitte der Gesellschaft getragen wurde, da die angeprangerten Folgen der Globalisierung, zwar als nicht erstrebenswert, aber auch als weit weg und nicht persönlich betreffend gesehen wurden. Der Raubbau an natürlichen Ressourcen, die Vernichtung von Lebensraum, der letztlich auch unserer ist, durch Verseuchung von Luft, Wasser und Boden, fanden nicht im eigenen Vorgarten statt und waren zu abstrakt um eine kollektive Empörung herauf zu beschwören. Als wirkungsvoll im Sinne der Abkopplung der dramatischen Folgen, erwies sich auch die Argumentationslinie der Politik und Wirtschaft, die diese Folgen als nicht systembedingte, bedauerliche Entgleisungen und Einzelfälle menschlichen Versagens darstellten und damit, das diese Auswüchse bestimmende Regelwerk, den Kapitalismus, von der Verantwortung frei sprachen. Deutschland agierte als Insel der Glücksseeligen, getreu dem Glauben durch beständiges Wachstum werde man den Wohlstand erhalten und sich die Probleme der Welt vom Hals halten können.

Ein Glaube der mit dem Beginn der Kapitalismuskrise im Jahre 2008, schwer erschüttert wurde. Plötzlich wurde deutlich, das Deutschland nicht abgekoppelt von den Wirkungen des  Raubtierkapitalismus war und in der Gesellschaft machte sich die bittere Erkenntnis breit, dass der Dreck, den die freien Märkte zur Gewinnoptimierung produzierten, letztendlich auf den eigenen Tellern landete. Da diese Erkenntnis wohlstandsbedingt, zu lange verdrängt worden war, stellte sich die geschichtlich wohl bekannte Lethargie, gegenüber dem Unvermeidlichen ein. Das erreichte Wissen, dass es so nicht weitergehen kann wurde gelähmt von der Gewissheit, dass es so weiter gehen muss, um nicht zu verlieren, was so hart erarbeitet wurde. Diese Haltung ist für die Deutschen bestimmend geworden, auch und trotz, angesichts des bitteren Endes, welches dieser Weg verspricht. Dieses Volk hatte schon in seiner Geschichte immer wieder bewiesen, das es zu einer Umkehr, auch von einem offensichtlich falschen Weg, erst nach der Zerschlagung aller seiner Werte und damit der Erlangung der Gewissheit, das es nichts mehr zu retten gibt, zu bewegen ist.

Aktuell mehren sich die Stimmen aus Wirtschaft und Politik, die Reformen des Wirtschaftssystems anmahnen, auch in Deutschland und sie finden zunehmend Gehör. Ihre wachsende Popularität ergibt sich aus ihrer Forderung nach Reformen, die Verbesserungen versprechen, ohne Grundsätzliches in Frage zu stellen. Ein goldener Weg, für alle die nichts aufgeben möchten, sich aber der Erkenntnis nicht entziehen können, das sie ohne etwas zu tun, alles verlieren werden. Dieser Reformgeist, deckt sich mit den Interessen einer Regierung zum Machterhalt, einer Wirtschaft zur Wahrung der Gewinne und den Menschen selber, zu ihrer Besitzsicherung. Ein übergeordnetes gemeinschaftliches Interesse, aller die Gesellschaft bestimmenden Kräfte, als Grund des Unwillen, den Tatsachen ins Auge zu blicken.

Ein Selbstbetrug als gesellschaftlicher Konsens nach dem Prinzip, sich selbst und sein eigenes Pferd zu retten, indem man sich am eigenen Schopfe, mittels eines immer währenden Wachstums der Wirtschaft, aus dem Sumpf zieht. Was dem Freiherrn von Münchhausen nur in seiner Fantasie gelang, wird auch Deutschland nur in seiner Fantasie gelingen, da in beiden Fällen die grundsätzlichen Gesetzmäßigkeiten ignoriert werden. Im Falle des Freiherrn, die der Schwerkraft und im Falls Deutschlands, die des Kapitalismus. Dennoch bleibt die Verantwortung als eine Rechnung, die letztendlich immer beglichen werden muss.

Die Zerstörung der Umwelt, der Raubbau an den Ressourcen, die Verarmung von Menschen und Staaten sind unzweifelhaft direkte Folgen des Kapitalismus. Sie sind keine Fehler im Kapitalismus, sie sind der Beweis, das er reibungslos funktioniert. Die Bereicherung weniger durch die Verarmung vieler ist Ausbeutung, aber nicht als menschliches Versagen, sondern als Zeichen der stabilen Erreichung kapitalistischer Ziele. Das ist die Definition des Kapitalismus und Deutschland repräsentiert sie, als Elite-Mitglied der Weltwirtschaftsgemeinschaft im Club der G7.

Ebenso repräsentiert Deutschland den Niedergang des Kapitalismus, der durch die grundsätzliche Bestimmung der Wirkmechanismen, als der  Moment vorgegeben ist, an dem das ausgebeutete System die notwendigen Gewinnsteigerungen, durch Ressourcenausbeutung und Massenverarmung nicht mehr realisieren kann. Dieser Zeitpunkt, als Krönung der Repräsentanz der Erkenntnisresistenz, steht nun bevor. Die gebetsmühlenartig verbreitete Aussage, es gäbe ein immer währendes Wachstum der Wirtschaft, war schon immer eine bewusst eingesetzte Unwahrheit, die verschleiern sollte, das man auf ein Wirtschaftssystem setzt, das zu seinem überleben zwingend etwas braucht, was es schlicht nicht gibt. Ähnlich ist auch der Umgang mit der aktuellen Kapitalismuskrise, der  fortwährend attestiert wird, sie sei ein vorüber gehendes Phänomen. Tiefere Nachfragen werden dann mit dem Verweis auf systembedingte Zyklen abgetan, wohl wissend, das im Gegensatz zu denen dafür als Beweis geltenden Wirtschaftskrisen zuvor, diese nicht überwindbar ist, da es nicht Teil eines Krisenzyklus, sondern das natürliche Ende einer temporär begrenzt gedachten Ideologie. Die Krisenzyklen der Vergangenheit konnten überwunden werden, da die Wirtschaftskreisläufe über natürliche Ressourcen verfügten, dem Brennstoff zum Neustart. Ein solcher Wirtschaftsreset forderte regelmäßig zu seiner Umsetzung eine massive Steigerung des Ressourceneinsatzes und Verbrauchs, auch das ist den Gesetzen des Kapitalismus geschuldet. Wenn diese Ressourcen aber fehlen und das ist schon seit Jahren eines der Hauptprobleme der Wirtschaft, dann fehlt dieser Brennstoff. Der Zyklus entbehrt seiner Grundlage und ist beendet. Es ist das selbst prophezeite Ende des Kapitalismus. Es ist zynisch, wenn vor diesem Hintergrund, die Bundeskanzlerin eine marktkonforme Gesellschaft fordert, da sie damit unverhohlen eine zum Untergang bereite Gesellschaft fordert.

Deutschland wurde vor 70 Jahren schon einmal von seiner Führung, Untergangbereitschaft abverlangt und hat diese schmerzhaft gebüßt. Der Untergang auf den dieses Volk heute eingeschworen wird ist kein kriegerischer, sondern ein wirtschaftlicher, doch er folgt den gleichen Gesetzten des ewigen Expansionswillens und ist in seinen Folgen zwar leiser, aber wesentlich weitreichender, als der damalige.

Insbesondere die deutsche Regierung setzt wider besseren Wissens, auf eine völlig gegenteilige Annahme und versucht sich an Reformen. Sie weiß ein Volk hinter sich, dass sie für jede Unwahrheit belohnen wird, solange sie nur die Hoffnung verspricht, das schon alles wieder gut werden wird. Sie regiert mit dem Schreckgespenst der Wegnahme. Angst ist der Motivator deutscher Politik. Eine Angst die latent gehalten und offen mit kapitalistischen Forderungen ausgelöst wird.

Gesetze wie das SGB II, als Hartz IV bekannt, manifestieren offen die Forderungen einer kapitalistischen Marktwirtschaft und machen Angst. Nicht nur denen die direkt von ihnen betroffen sind und denen offen Grundrechte zur Erfüllung der marktwirtschaftlichen Forderungen aberkannt werden, sondern insbesondere denen, die sich noch innerhalb  der wirtschaftlichen Zwänge abmühen. Sie unterwerfen sich beinahe jedem wirtschaftlichen Diktat, aus Angst vor den Entrechtungen, eines drohenden Hartz IV Bezuges.

Das Deutsche Volk wird den Reformern folgen, so wie es Angst und Unwissenheit, seinen Führern noch in jeden Untergang gefolgt ist. Diese Reformen werden den Kapitalismus noch ein wenig länger erhalten und sind ein Drama für alle, die an seinen Folgen länger leiden oder vielleicht sterben werden. Schlussendlich auch ein Drama für die ganze Welt.

Nach einschlägigen Studien sterben jedes Jahr ca. 50 Millionen Menschen auf diesem Planeten, direkt oder indirekt an den Folgen des Kapitalismus, durch schleichende Vergiftungen ihrer Nahrung, des Wassers was sie trinken, der Luft die sie atmen, durch aus wirtschaftlichen Interessen geführte Kriege oder einfach an den Folgen ihrer ungesunden Arbeit. Das sind in einem Jahr mehr Opfer, als in den sechs Jahren des gesamten 2.ten Weltkrieges. Dazu kommen unzählige Tiere und Pflanzen, durch die Vernichtung ganzer Lebensräume und Ausrottung ganzer Tierarten.

Darf Deutschland als einer der größten Profiteure und eines der wohlhabendsten Länder dieser Welt, diesen Verbrechen tatenlos zuschauen und es sogar noch maßgeblich unterstützen? Rechtfertigt die Konsumgeilheit dieses Volkes, straflos jedes Opfer? Oder ergibt sich für dieses Land, daraus eine besondere Verantwortung?

Ist der Kapitalismus wirklich das gerechteste und beste Gesellschafts- und Wirtschaftssystem, welches wir je hatten, oder ist nicht doch die Frage legitim, ob wir nicht auch etwas ganz anderes könnten?

Grundsätzlich wird gerne argumentiert, das es ja keine Alternative zum Kapitalismus gäbe. Das ist unrichtig, es wurden schon Alternativen gelebt und veröffentlicht, auch in Deutschland. Es fehlt nicht an Alternativen, sondern an der Bereitschaft etwas denken zu wollen, was das Besitzdenken gefährdet. Aber selbst wenn es an dem so wäre und es keine Alternativen gäbe, wäre es dann auch ein vernünftiges Argument am Kapitalismus festzuhalten? Ist die kapitalistischen Ideologie zwingend, auch wenn sie fordert das Land, das Wasser, die Luft und letztendlich sich selbst, für ihren Fortbestand zu opfern, oder wäre es nicht sinnvoller von etwas zu lassen, was mehr Schaden als Nutzen bringt?

Entweder der Kapitalismus oder die Zukunft. Das ist die entscheidende Frage der nächsten Zukunft, auch und gerade für Deutschland und das beides zugleich nicht geht, beweist der tatsächliche Zustand der Erde. Dieses Land hat eine führende Rolle im Kapitalismus eingenommen und damit auch die Verantwortung eine führende Rolle bei seiner Überwindung zu spielen.

Nur in wenigen Ländern hat sich wie in Deutschland, eine antikapitalistische gesellschaftliche Strömung entwickelt, die nicht von politischen Ressentiments getragen wird, sondern auf der ernsthaften Sorge um die Umwelt und die Menschen basiert. Sie ist noch nicht groß genug, um eine tatsächliche Umkehr herbeiführen zu können, aber sie ist als Keim der Umkehr, eine Chance. Deutschland hat sich in der Vergangenheit aus den niedersten Gründen berufen gefühlt gegen den Mainstream der Weltgemeinschaft anzuschwimmen. Dieses Potential gilt es zu wecken und im positiven Sinne zu nutzen. Für die Menschen, die Umwelt und die Zukunft.

Noch einmal sollte dieses Land zum Paria der Weltgemeinschaft machen, diesmal jedoch nicht für eine Ideologie, sondern gegen eine, den Kapitalismus. Wir sind es der Welt schuldig.

Ich verbleibe in diesem Sinne

Heinz Sauren

Kein Ende der Kapitalismuskrise

Euro

 

Im September 2008 begann, mit der Insolvenz der Lehmann Bank, die Krise, die im Laufe ihrer weltweiten Ausweitung, mit immer neuen Begründungen und Namen versehen wurde und heute Staatsschuldenkrise genannt wird. Heute, im Jahr sechs nach ihrem Beginn, ist zwar immer noch kein Ende in Sicht, dennoch hat sie scheinbar, in der öffentlichen Wahrnehmung, viel an Dramatik eingebüßt.

Es ist die Folge einer jahrelangen Kette von Hiobsbotschaften, die die Menschen hat abstumpfen lassen und ein Ergebnis der durchaus beachtlichen Verteidigungspolitik, der am Tropf des Kapitalismus hängenden Regierungen, deren eigentliche Leistung nicht darin bestand die Krise zu meistern, oder ihre Ursachen aufzuheben, sondern die eingetretenen Folgen oberflächlich als separate Marktreaktionen zu klassifizieren und zu behandeln. So gelang es, in der öffentlichen Wahrnehmung die Ursache von der Wirkung zu trennen, wohl wissend, dass keine Wirkung wirksam und dauerhaft angegangen werden kann, wenn die Lösungen nicht an der Ursache ansetzen.

Eine Betrachtung des globalen Finanz- und Wirtschaftssystems, treffender als Kapitalismus benannt, zeigt, das heute im Jahr sechs der Krise, die finanzielle und wirtschaftliche Lage dramatischer ist, als sie vor sechs Jahren war. Gegen keine der Gründe und Auslöser der Krise, wurde wirksam angegangen, keiner der krisenrelevanten Mechanismen wurde aufgehoben. Nicht weil die Protagonisten der politischen Macht es nicht gewollt hätten, sie konnten es nicht, da es keine Krise im Kapitalismus ist, sondern der Kapitalismus selbst das Problem darstellt. Am deutlichsten zeigt sich das an den Finanzmärkten, an denen heute wieder schwindelerregende Luftnummern gebucht werden und Hegdefondsmanager noch exorbitantere Gewinne einstreichen wie zuvor, während die Staaten allesamt, den kapitalistischen Systembedingungen folgend, diese Gewinne gegenfinanzieren müssen und noch höhere Schulden anhäufen. Solange Gewinne zwingend sind und das ist eine der Grundbedingungen des Kapitalismus, müssen die diese Gegenfinanziert werden und da keine neuen Ressourcen auf diesem Planeten in dem Maße generiert werden können, wie es nötig wäre zukünftige Gewinne mit Sachwerten zu besichern, müssen die Staaten diese Gegenfinanzierung übernehmen, sich also weiter verschulden. Diesen Kreislauf zu durchbrechen gelingt nur zeitlich sehr begrenzt und nur den Staaten,  die sich wiederum durch die Verschuldung anderer Staaten gegenfinanzieren, so wie es Deutschland heute macht. Den Staaten, die keine Möglichkeiten mehr haben, sich durch die Verschuldung anderer Staaten an ihnen zu finanzieren, bleibt dann nur noch die Privatisierung, also der eigene Ausverkauf oder die Plünderung der Sozialsysteme.

Natürlich werden die Regierungen diesen Umstand auch weiterhin nicht öffentlich eingestehen, da das einem Offenbarungseid ihrer Unfähigkeit, tatsächliche Veränderungen einzuleiten, gleichkäme. Um die öffentliche Sicherheit und Ordnung und damit das Verschuldungsprinzip der Massen, zur Generierung und Sicherung der Gewinne von Eliten, aufrecht zu erhalten, scheinen auch die absurdesten Begründungen gerechtfertigt. Nach der völligen und international betriebenen Plünderung der Sozialsysteme einiger Staaten, wie Griechenland und Portugal, werden diese mit multinationalen Bürgschaften versehen und wieder in die Arena der Finanzmärkte entlassen, wo sich die internationalen Hedgefonds wieder ungezügelt über sie her machen und über Investments wieder an ihnen bereichern dürfen. Diese aufs Neue erreichte Weiterverschuldung, durch die Rückkehr an die Finanzmärkte, die diesen Staaten noch vor wenigen Jahren das wirtschaftliche Rückgrat brach, wird nun als Erfolg der Krisenpolitik den Völkern verkauft. Wenn dies wirklich der Erfolg sein soll, dann lässt sich konstatieren, das alle Bemühungen gegenüber Ländern wie Griechenland und Portugal darauf ausgerichtet waren, das dahin siechende Opfer soweit wieder aufzupäppeln, um den Finanzjongleuren die Möglichkeit zu geben, noch mehr Gewinne aus diesen Staaten herauszupressen. Ein Szenario was nicht auf wenige Staaten beschränkt ist, sondern über kurz oder lang, allen Staaten widerfahren wird. Den wirtschaftlich schwachen Staaten eher, den Starken etwas  später, wenn von den Schwachen nichts mehr zu holen ist. Der Glaube das die Märkte in Zukunft auf ihre Gewinne verzichten würden, nur weil es dann Staaten wie Deutschland trifft, unterstellt den Märkten eine Empathie, die sie nicht haben.

Geld zu erschaffen ist leicht. Es lässt sich aus dem nichts generieren, als Kapitalgewinne oder Zinsen. Den Wert des Geldes zu erhalten ist schon schwieriger, den dazu bedarf es für jeden Euro, Dollar, Rubel oder Yen jemanden der für den Wert bürgt. Entweder durch bestehende oder zukünftige Sachwerte. Die zukünftigen Sachwerte werden durch Arbeitskraft geschaffen. Sachwerte und Arbeitskraft müssen verschuldet sein um den Wert des Geld zu besichern und damit zu erhalten. Da Sachwerte und Arbeitskraft begrenzte marktwirtschaftliche Ressourcen sind, ist Geld solange es ein sicheres Zahlungsmittel sein soll, ebenfalls begrenzt. Ein Blick auf die Finanzmärkte offenbart, das nur noch ein geringer Teil des gehandelten Geldes und damit auch der erzielten Gewinne durch Sachwerte besichert ist. Das dennoch das Finanzsystem nicht abrupt kollabiert ist dem Vertrauen geschuldet. Ein Vertrauen welches besagt das Geld einen Wert hat und das sich mit dem Geld noch mehr Geld machen lässt. Der Glaube an noch mehr Gewinne erhält das Geld. Dieser Glaube, dieses Vertrauen ist brüchig geworden, da der Anteil des besicherten Geldes kontinuierlich geringer wird und damit auch der Anteil des Geldes mit dem sich über fiktive Werte an Finanzmärkten hinaus, auch tatsächliche Sachwerte erwerben lassen. Dieser Umstand ist auch den Finanzjongleuren, Bankern und Hegdefondsmanagern sehr wohl bewusst. Die zwischenzeitlich eingesetzte Beschleunigung der Märkte in Umsatz und Gewinn ist eine finanzmarkttypische Reaktion. Jeder Akteur des Finanzmarktkasinos versucht noch soviel Gewinne mitzunehmen, wie irgend möglich und treibt damit die Umsätze an. Langfristige Strategien, nachhaltiges Handeln oder Rücksichtnahme auf Staaten oder die Sozialsysteme der Gesellschaften verbieten sich in der Logik des Geldes, in diesem Stadium. Es gilt mitzunehmen was mitzunehmen ist.

Das Versagen der Politik besteht im wesentlichen darin, den Mechanismen eines sich in Auflösung befindlichen Finanz- und Wirtschaftssystems nicht zum Wohle der Gesellschaften und gegen die Interessen der Märkte, entgegen getreten zu sein. Zu groß ist die Systemrelevanz der Gewinne innerhalb der Politik selber, die diese Abhängigkeit mit ihrer Dauerforderung nach immer mehr Wachstum offenbart und zu groß ist die Angst jedes einzelnen Politikers mit der Botschaft, der Vertreibung aus dem Paradies des vermeintlichen Wohlstands für alle, in Verbindung gebracht zu werden. Doch ungeachtet des politischen Kalküls der Regierungen, steht uns allen die Vertreibung aus diesem scheinbaren Paradies zwangsläufig bevor.

Nach langem zögern, sehen sich nun auch der IWF und die EZB gezwungen zu handeln. Der IWF beschränkt sich auf die Mahnung, den Kapitalismus reformieren zu müssen. Mehr ist von dem obersten Hüter des Geldes und der Geldflüsse nicht zu erwarten. Allein schon die Forderung nach einer Kapitalismusreform in den Reihen der kapitalistischsten Weltorganisation überhaupt, gleicht einem Erdbeben und müsste im Grunde auch bei dem letzten Befürworter der ungezügelten Marktwirtschaft, die Alarmglocken läuten lassen.

Die EZB rüttelt in ihrer Not, die Finanzmärkte am Leben zu erhalten, sogar an den Grundsätzen des Kapitalismus und bricht finanztechnische Tabus. Der Grundsatz, das Geld auch Geld erwirtschaften muss, wurde von der Einführung von Negativzinsen an Zentralbanken gebrochen. Da dieser Schritt jedoch nicht unternommen wurde um den Teufelskreis des Zinses zu durchbrechen, ist er nicht als positiv anzusehen, sondern als weiterer Untergangbeschleuniger, da nun noch mehr unbesichertes Geld in die Märkte gedrückt wird. Ein mittelfristiges finanzielles Desaster für die Volkswirtschaften, aber geeignet noch einmal ein wenig Zeit heraus zu schinden. Es war ein untauglicher Versuch Investitionen zu generieren und er wird auf Kosten der einzelnen Bürger gehen. Die Senkung des Leitzinses auf 0,15 Prozent und damit um 2 Prozent unter die Inflationsrate, bedeutet für jeden der nicht an dem billigem Geld an den Börsen profitiert, die jährliche Verminderung seines Vermögens, des Einfamilienhäuschens, des Sparguthabens, der Lebensversicherung und der Renten um jährlich 2 Prozent. Das scheint auf den ersten Blick nicht viel, bedeutet aber, nach den Gesetzen der Marktwirtschaft, die auch innerhalb von Verlusten noch Finanzgewinne generiert und in denen der Zinseszins auch negativ wirken, einen Realverlust aller Bürger an allem was sie besitzen, von 30 – 50 Prozent innerhalb von nur 10 Jahren. Das war das letzte Mittel zur Wertbesicherung der Finanzmarktgewinne durch massive und beschleunigte Umverteilung von unten nach oben und es war wohl der letzte mögliche Schritt der EZB. Nun hat auch sie ihr Pulver verschossen und ist ab jetzt nicht mehr marktbestimmender Akteur, sondern Treibgut in der Folge der weiteren Geschehnisse.

Der preußische General von Clausewitz prägte den Satz: Krieg ist die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln. Seit sechs Jahren bestimmt die Kapitalismuskrise die Politik Europas und der Vereinigten Staaten und die Politik weiß um die Vorzüge von Kriegen. Es hat sich in der Vergangenheit vielfach bewiesen, das Kriege geeignet sind innenpolitische Krisen zu überwinden, die Wirtschaft anzukurbeln, Kritiker mundtot zu machen und sogar grundsätzliche Unvereinbarkeiten innerhalb von Gesellschaften zu kaschieren. Europa ist durch die Erfahrungen des letzten Jahrhunderts kriegsmüde geworden. Kein Politiker kann noch mit Kriegsdrohungen seine politischen Ziele erreichen und dennoch sind die vermeintlich heilenden Mechanismen von Kriegen, für die Politik verlockend. So ist es nicht verwunderlich, das sich die europäische als auch die amerikanische Politik, bereitwillig in Konflikte hineinziehen lässt, oder diese versteckt provoziert, um die regulierenden Effekte einer latenten Kriegsgefahr für sich wirken zu lassen, oder durch den politischen Aktionismus der permanenten Kriegsgefahrabwehr, von anderen Themen abzulenken. Es ist ein Spiel mit dem Feuer und es wird aktuell in der Ukraine gespielt. Dort herrscht bereits ein Stellvertreterkrieg der Wirtschaftssysteme und es wird wohldosiert ein Volk zerrieben, um die höheren Interessen zweier Wirtschaftsblöcke zu wahren. Als ob das nicht dramatisch genug wäre, lässt sich dabei auch noch attestieren, das dieser unerklärte Krieg völlig unnötig ist, da er nicht geeignet sein wird, irgendwelche grundlegenden Probleme zu lösen. Dennoch wird an dieser Auseinandersetzung festgehalten, denn sie verschafft Zeit, der einzigen Lösung, die der Politik seit Beginn der Kapitalismuskrise immer wieder eingefallen ist.

Das der Kapitalismus überwunden werden muss, dürfte jedem halbwegs vernünftigen Zeitgenossen klar geworden sein. Er hat sein natürliches, systembedingtes Ende erreicht. Es ist nicht mehr die Frage ob er stirbt, sondern alleinig, wie lange sein sterben andauern wird und wie viel wir noch bereit sind, diesem sterbenden Molloch zu opfern, nur weil wir uns immer noch weigern, ein Leben ohne ihn vorzustellen. Wir werden verstehen müssen, das der Kapitalismus weder Gott gegeben noch naturgesetzlich bestimmt ist, sondern nur eine von Menschen geschaffene Ideologie, die zwischenzeitlich mehr Opfer fordert, als sie Segen bringt und zu einer Gefahr für das Überleben der Menschheit geworden ist.

Wir werden verstehen müssen, das diejenigen, die den Kapitalismus noch immer unterstützen, nicht die sein können, die einen Weg aus ihm heraus zeigen werden, da wir erst wenn wir das verstanden haben, ihnen nicht mehr gestatten werden, die zukünftigen Wege zu bestimmen.

Es ist wichtig das System des Kapitalismus nicht weiter zu unterstützen, es macht jedoch keinen Sinn mehr gegen das System zu opponieren, in dem man versucht es zu beseitigen oder in die Entscheidungsebenen einzudringen, um andere Werte zu etablieren. Diese Form der Opposition schwächt den Kapitalismus nicht, sondern sichert in nur noch, da alle Modelle die eine Veränderung innerhalb eines Systems anstreben, eine Grundannahme voraussetzen, den Fortbestand des Systems. Jede Handlung innerhalb des Systems des Kapitalismus, die nicht auf die direkte Abschaffung der kapitalistischen Grundwerte und damit seiner völligen Zerschlagung gerichtet ist und das ist jeder auch noch so gut gemeinte Reformversuch, findet innerhalb der Strukturen des Kapitalismus statt, stärkt damit seine Strukturen und letztlich den Kapitalismus selbst.

Es gibt Bewegungen gegen den Kapitalismus, wie z.B. Blockupy, deren Forderungen auf ihre Kampfrufe beschränkt, absolut unterstützenswert sind, aber im Grunde das Richtige wollen und das Falsche fordern. Ihre, an die strukturellen Waren- und Geldkreisläufe eines kapitalistischen Wirtschaftssystems angelegten Alternativ-Modelle, scheitern regelmäßig an ihrer Widersprüchlichkeit, da sie die Abschaffung des Kapitalismus fordern, um etwas einzusetzen, was letztendlich auch nur wieder kapitalistisch ist. Sie sind unehrlich in ihren Äußerungen, da sie inkonsequent in ihren Gedanken sind. Sie sind durchsetzt von Reformwilligen und werden keinen Erfolg haben. Zurecht bemängeln sie zwar die Fehler des Systems, bieten den Menschen aber nur die Opposition zu etwas, dessen Auflösung ihren Vorstellungshorizont sprengt. Würden diese Protestbewegungen sich nicht dadurch aufreiben, beständig den Kapitalismus zu kritisieren, dessen Untergang sie weder provozieren können und auch nicht brauchen, da er das ganz allein bewerkstelligen wird, könnten sie ihr Potential ausschöpfen und es könnten sich ihnen Menschen anschließen, die kein tieferes Wissen um die Mechanismen des Kapitalismus, aber sehr wohl ein Bild von einer wünschenswerten Zukunft haben. Wissend, das der Kapitalismus ein sterbendes System ist, kann ein sinnvolles Bestreben nur darauf ausgerichtet sein, was nach seinem Zerfall sein wird. Der Zerfall selber ist zwangsläufig und zwingend im Kapitalismus selbst verankert. Es ist daher, für jede Reform innerhalb des Kapitalimus ebenso zwangsläufig, das auch sie zerfallen muss, wenn das System von dem sie lebt zerfällt.

Entscheidend wird sein, welche Werte danach bestimmend sein werden und welche Menschen diese Werte tragen und verwirklichen werden. Die Entscheidungsträger von heute werden es nicht können, da ihre Werte einen Weg zurück in dieses Chaos bedeuten. Es werden Menschen sein müssen, die sich nicht innerhalb dieses Finanz- und Wirtschaftssystems profiliert haben, die mit den herrschenden Werten der weltweiten Zerstörung des Lebensraums und der Ausplünderung der Menschen nicht infiziert sind.

Es wird schwer sein diese Menschen zu finden, denn es sind wenige und es wird noch schwerer sein sie als zukünftige Entscheidungsträger zuzulassen, denn es sind die, die heute belächelt und ausgegrenzt werden. Daher ist es von entscheidender Bedeutung die Bereitschaft zu entwickeln ihnen zuzuhören und unsere Kraft nicht darauf zu verschwenden, erhalten zu wollen, was nicht zu erhalten ist, sondern zu erschaffen was möglich ist, auch wenn dieses heute noch unmöglich scheint.

Wer heute noch nicht alt ist, wird aller Wahrscheinlichkeit nach, noch in einer Welt leben, in der auf den Kapitalismus zurück geblickt werden wird, wie wir heute auf den Feudalismus zurück blicken. Auch den Feudalismus zu überwinden schien in seiner Zeit unmöglich und stellte die gesamte Struktur des Staats- und Wirtschaftslebens in Frage und dennoch war auch seine Überwindung ebenso zwangsläufig und richtig, wie auch die Überwindung des Kapitalismus sein wird. Spätere Generationen werden dann, über die Epoche des Kapitalismus, in den Geschichtsbüchern lesen, das dieser, die menschen- und lebensverachtenste Ideologie war, die sich der Mensch je erdachte.

„Seien wir realistisch, versuchen wir das Unmögliche“. Ernesto „Che“ Guevara de la Serna prägte diesen Satz, der wohl schon bald eine aktuelle Bedeutung bekommen wird.

Ich empfehle mich in diesem Sinne

Heinz Sauren

 

Fußball-WM 2014 – Ein Ausblick

brazil

 

Brot und Spiele, das wussten schon die römischen Cäsaren, sind ein erprobtes Mittel den Mob, das gemeine Volk bei Laune zu halten. So ist es geblieben. Auch heute gilt, je größer das sportliche Event, desto größer ist der Eifer der Machthabenden, sich im Licht des fairen Wettstreites zu sonnen, auf das möglichst viel der heroischen Kraftanstrengung auf sie abfärbe.

Diese begleitende Imagewerbung wissen auch die Spitzenpolitiker zu nutzen, die ihre Begeisterung für den Sport, analog der internationalen Aufmerksamkeit des sportlichen Events, regelmäßig wiederbeleben und regelmäßig zu den größten Fans mit medienwirksamer Volksanbindung, den „Primus inter Pares“ mutieren.

Demoskopen wissen, das im Laufe von solchen Veranstaltungen, politische und wirtschaftliche Probleme an Gewicht verlieren und das soziale Zusammengehörigkeitsgefühl, durch ein nationales Wir-Gefühl gestärkt wird. Die nationale Identifizierung der Menschen, die ansonsten im politischen Alltag, peinlichst vermieden wird, wird durch sportliche Großveranstaltungen gelenkt und möglichst auf diese begrenzt.

Die Fußball-Weltmeisterschaft ist ein solches Event und wer da glaubt, es gehe dabei um das Spiel, der gehört zu den Menschen die ohne einen Lernfortschritt gemacht zu haben, auch auf den Rängen der römischen Spiele sitzen könnte und dem cäsarischen Credo, wie vor zweitausend Jahren unhinterfragt erliegen. Parallelen in der Art der Durchführung von Spielen und dem allgemeinen Zustand des Staatswesens, sind nicht nur innerhalb des grölend, folgenden Mobs zu erkennen, sondern auch in der Größe der Spiele selbst. Schon im alten Rom wurden die Spiele ausladender und prächtiger, analog des schleichenden Untergangs des Staatswesen und des Anstiegs des sozialen Unfriedens.

Damals wie heute gilt. Die allgemeine Begeisterung für Groß-Events steigt in gleichem Maße, wie die Unzufriedenheit der Menschen, innerhalb einer Gesellschaft zunimmt. Die Identifikation mit den nationalen Teilnehmern an Spielen nimmt mit dem sportlichen Erfolg zu, als Kompensation der Misserfolge im eigenen Leben der Fans. Dieser Effekt wird durch die Mechanismen einer Leistungsgesellschaft noch verstärkt, da ein sportlicher Erfolg der Nationalmannschaft, immer zuerst den Misserfolg einer anderen voraussetzt und damit eine stellvertretende Abgrenzung zu den Verlierern, zu denen niemand sich zählen mag, ermöglicht.

So fiebern auch die Deutschen den Entscheidungsschlachten der kleinen Ersatzkriege entgegen und zumindest auf der persönlichen Ergebnisebene und im kollektiven Empfinden, folgen diese den gleichen Mechanismen, mit den gleichen gefühlten Ergebnissen, wie die Erfolge des Blitzkrieges des Dritten Reiches. Es ist der tiefe Wunsch, der Benachteiligten und Schwachen, nach einem Sieg im Kampf des Lebens, den die elf Heroen, stellvertretend für sie erringen sollen. Das diese Kämpfe mit einem runden Leder und nicht mit Waffen ausgetragen werden, ist weniger ein Erfolg der humanistischen Entwicklung des Menschen, als den Gesetzen des Krieges selbst geschuldet, nach denen eine Low-Level-Auseinandersetzung ausreicht, wenn der kollektive Siegeshunger damit gestillt werden kann.

Fußball wird für einige Wochen, das bestimmende Thema dieser Gesellschaft sein. Ein vermeintlich fröhlicher Ausnahmezustand, der von vielen Protagonisten der Macht herbei gesehnt wird, als wohltuende Verschnaufpause in der ewigen Laufrades der Rechtefertigungsrhetorik, der sich die Entscheidungsträger ansonsten ausgesetzt sehen und ideale Gelegenheit, unliebsame Vorhaben möglichst unbemerkt durch die Instanzen zu drücken. So wie Politiker um diesen Umstand wissen, sollten Wähler sich davor fürchten. Auch die Medien sind während der Weltmeisterschaft gleich geschaltet und verlieren ihren investigativen Anspruch, da sie auf Quoten angewiesen sind. Die Schlagzeilen sind während des kollektiven Taumels der Irrealität, für alle Meldungen außerhalb von Sieg und Niederlage, nur schwer mit anderen Themen zu besetzen, ohne innerhalb des Medienrankings abgestraft zu werden.

Ist in dieser Welt, in der es wahrlich genug Probleme gibt, die es zu lösen gilt, eine Fußball-Weltmeisterschaft noch zeitgemäß? Agieren die Protagonisten dieses sportlichen Mega-Events gemäß ihres eigenen Anspruchs den Weltfrieden und die Völkerverständigung zu fördern?

Die FIFA, der Initiator der Weltmeisterschaft ist ein multinationales Unternehmen mit Sitz in der Schweiz. Ein diktatorisch geführter Weltkonzern, der mit der Fußball-Weltmeisterschaft einen Milliardengewinn, durch Lizenzen, Fernsehrechte und Merchandising macht und der, außerhalb der Weltmeisterschaften, für gewöhnlich nur durch Korruptionsvorwürfe, Geldschiebereien und großzügige staatliche Zuwendungen, den Weg in die Schlagzeilen findet. Entscheidungen, welches Land eine Weltmeisterschaft ausrichten darf, sind intransparent und lassen sich am treffensten als geo- und finanzpolitische Strategien beschreiben, bei denen der Sport augenscheinlich eine untergeordnete Rolle spielt. Nicht erst seitdem offiziell wurde, das Katar die Weltmeisterschaft 2022 ausrichten wird, obwohl die Durchführung aufgrund der klimatischen Bedingungen des Golfstaats, dies im Grunde unmöglich machen, ist Fragwürdigkeit de FIFA-Entscheidungen offenbar. Nach penibelsten Forderungen der FIFA werden Stadien geplant und mit Hilfe von Zwangs- und Sklavenarbeitern gebaut. Selbst als die ersten Arbeiter an Dehydration starben und offenbar wurde, das ihnen Pässe abgenommen wurden, sie  in übelsten Behausungen vegitieren und für Hungerlöhne schufften, sah die FIFA trotz ihres hohen Völkerverständigungsanspruchs, keine Veranlassung, Verantwortung zu übernehmen. Sie schickte den Kaiser des Fußballs zur Inspektion nach Katar und der konnte natürlich nichts Beanstandungswertes erkennen. Das diese Inspektion keinen negative Ergebnisse liefern würde, war nicht wirklich verwunderlich.

Für ein Schauspiel von nur wenigen Wochen, wurden in Brasilien zehntausende Menschen dauerhaft zwangsumgesiedelt oder einfach in die Obdachlosigkeit vertrieben. Sie mussten ihre Häuser verlassen, weil kurzfristig für die Weltmeisterschaft zu errichtende Stadien wichtiger waren. Die Weltpresse berichtete, ganz im Sinne der FIFA, das es sich nur um illegale Notbehausungen gehandelt habe. Das ist blanker Zynismus in einer Stadt in der nahezu die Hälfte aller Bewohner in solchen illegalen Behausungen leben. Brasilien ist zwar eine aufstrebende Wirtschaftsnation, jedoch noch voller struktureller und sozialer Probleme. Ungeachtet dessen wurden die Sozial- und Rentenkassen geplündert, als auch die Sozialleistungen für hunderttausende Menschen gekürzt, um die notwendigen Milliarden, für die Bauinvestitionen aufbringen zu können. In Jahrzehnten mühsam errungene Naturschutzgesetze wurden schlicht den wirtschaftlichen Erfordernissen der Weltmeisterschaft angepasst oder wie im Falle der Unterbringung der deutschen Mannschaft einfach ignoriert, um Wälder in Naturschutzgebieten zu roden, damit die deutsche Mannschaft ein vermeintlich angemessenes Ressort nebst eigenem Fußballplatz vorfindet. Soziale Unruhen sind an der Tagesordnung und weisen auf Missstände hin, die entweder nicht behoben wurden, oder erst durch Ausrichtung der Weltmeisterschaft entstanden sind. Wenn nach ein paar Wochen der Fußballzirkus weiter gezogen sein wird, hat Brasilien neue Stadien, die es kaum unterhalten kann, neue Prachtstraßen die das Verkehrschaos nicht mildern, weil sie alleinig auf die Zubringung zu den Stadien ausgerichtet sind und viele Obdachlose mehr, die neue Slums errichten werden. Dem einfachen Brasilianer wird dieses Fußball-Event noch lange schwer im Magen liegen, da seine weitere Verarmung die Finanzmittel für die Weltmeisterschaft generiert, ohne das er eines der Spiele hätte sehen können, da die Eintrittskarten für ihn unerschwinglich sind.

Die Nationalmannschaften sollen ihre jeweiligen Länder in diesem friedlichen Wettstreit vertreten, doch viele Spieler, die sich im Glanz ihrer heroischen Rolle sonnen, scheinen überfordert mit einer derartigen Aufwertung ihrer Person. Wenn einer der mimosenhaften Spielermillionäre aufgrund irgendwelcher gekränkten Befindlichkeiten in eine Hotellobby pinkelt, leidet er offensichtlich an Inkontinenz. Entweder einer physisch, oder einer psychisch bedingten Inkontinenz. Heiligt der Zweck, der erhoffte Sieg, jedes Mittel, so das ein physisch oder psychisch defizitärer Mann durch die vielfältigen sportmedizinischen Untersuchungen einfach durch gewunken wurde, oder ist das nur ein zu vernachlässigender Kollateralschaden an der nationalen Reputation, dieser – der Zweck heiligt die Mittel – Philosophie?

Kann ein Bundestrainer, als Vorbild einer ganzen Generation junger Fußballspieler, in seiner professionell zelebrierten Selbstbeherrschung, glaubwürdig und verantwortungsvoll genug sein, wenn der Staat, den er repräsentieren soll, ihm die Fähigkeit abspricht ein Kraftfahrzeug zu führen? Offensichtlich sind die Ordnungsbehörden dieses Landes der Meinung, das dieser Mann nur unter Auflagen, keine Gefahr für seine Mitmenschen ist, aber dennoch die Befähigung zu besitzt, dieses Land angemessen zu vertreten. Ein Widerspruch? Nicht im Fußball!

Selbst der Sport, der Fußball hat seine bedenklichen Seiten. Es ist ein Spiel einer kurzen glanzvollen Jugend ohne Zukunftsperspektiven. Nahezu jeder Spieler wechselt nach seiner kurzen Karriere auf dem Spielfeld, nahtlos in eine lebenslange orthopädische Dauerbehandlung. Kaum ein Spieler verfügt über eine höhere Schulbildung, auf die er nach seiner fußballerischen Karriere aufbauen könnte. Ein schnelles Leben, durch einen medizinisch nicht zu rechtfertigende Raubbau am Körper, verschafft schnelles Geld, das ist die Botschaft der Fußballprofis. Vergessen wird bei dieser Botschaft, das die meisten der nacheifernden Kinder und Jugendlichen zwar wie vorgegeben ihre Knochen ruinieren, aber nur die wenigsten den Erfolg dadurch haben und das die, die es schaffen den Erfolg zu haben, schon im ersten Drittel ihres Lebens ihren Zenith überschreiten, um den Rest ihres Lebens dann in der Lethargie ihrer glorifizierten Vergangenheit, einen Leidensweg durch die medizinischen Instanzen zu beschreiten.

Fußball ist ein Mannschaftssport. Das Kollektiv als Grundgedanke verschaffte diesem Sport seinen Aufstieg, im ausgehenden 19.ten Jahrhundert. Getragen durch den Umbruch einer Gesellschaft, die sich durch die zunehmende Industrialisierung kollektivierte. Doch Zeiten ändern sich und Kollektive sind auf dem Rückzug. Es hat ein neues Zeitalter begonnen, das der Individualisierung und auch der Fußball hat das zu spüren bekommen. So sind die Zahlen der sportlich tätigen Vereinsmitglieder der Clubs in den letzten Jahren beständig rückläufig. In einer individualisierten Gesellschaft fällt die Identifizierung mit einem Kollektiv zunehmend schwerer und würde durch Mega-Events wie der Weltmeisterschaft, nicht noch zumindest das Nationalkollektiv reanimiert, wäre der Fußball schon Geschichte, im Sinne eines Volkssports.

Vielleicht ist die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 die letzte, die gegen die ökologischen und sozialen Bedürfnisse der Menschen ausgerichtet werden wird und vielleicht gelingt es den Wahnsinn dieser Weltmeisterschaft, nicht noch einen noch größeren Wahnsinn, der Weltmeisterschaft in Katar, folgen lassen zu müssen. Es wäre zu Wünschen, im Sinne der Menschen, die gut auf fehlgeleitete Idole verzichten können, einer Gesellschaft die keiner, Profit maximierenden Eliten bedarf und im Sinne des Fußballs, der den meisten Menschen immer noch am meisten Freude bereitet, wenn er als das betrieben wird, was er im Grunde ist. Eine Freizeitbeschäftigung unter Gleichgesinnten.

Ich empfehle mich in diesem Sinne

Heinz Sauren