Ressourcen-Kontingente, ein Zukunftsmodell.


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Vorwort

Ursprünglich wurde das Modell der Ressourcen-Kontingente von mir im Juli 2012, auf Freigeist Blog veröffentlicht. Mein Anliegen war ein Gedankenmodell, welches ein zukünftiges Geld- und Wirtschaftssystem gleich einer Verfassung, vorab der praktischen Ausgestaltung, eine Basis der ökonomischen Vernunft geben sollte.

Nach einer nun fast zweijährigen, mehr oder minder intensiven Diskussion um dieses Gedankenmodell, bin ich mehr als zuvor davon überzeugt, das es nicht nur möglich ist dieses Modell zu verwirklichen, sondern auch zwingend um eine demokratische, auf der Freiheit des Individuums basierende Gesellschaft zu ermöglichen. Eine Gesellschaft die wir zur Zeit noch nicht haben und die mit Hilfe des bestehenden Geld- und Wirtschaftssystems, auch nicht möglich ist, aber dennoch die unverzichtbare Basis einer, so hoffe ich, möglichen Zukunft überhaupt darstellt.

Das grundsätzlichste Problem, welches am wirkungsvollsten die Etablierung eines tatsächlich nachhaltigen Geld- und Wirtschaftssystems verhindert, ist die dafür zwangsläufige Auflösung kapitalistischer Werte. Dieser in der Öffentlichkeit, als anarchisch diskreditierte Versuch den Menschen ihren, vermeintlich wohlverdienten Wohlstand rauben zu wollen, führt zur allgemeinen Ablehnung des Modells der Ressourcen-Kontingente. Dieses Modell ist nicht attraktiv darstellbar, in Konkurrenz zu dem zwar unrealistischen, aber den Wohlfühlfaktor bedienendem  Glaubensbekenntnis des Kapitalismus, das alles immer mehr und immer besser werde. Lobbyistisch getragen, ist der Irrglaube an ein ewiges Wachstum der Wirtschaft und die daraus vermutete Teilhabe jedermanns an Wohlstand und wirtschaftlicher Freiheit, zwar in keiner denkbaren Konstellation realistisch, aber es bleibt vorerst der Kitt, der die irrwitzigsten Annahmen, eines wirtschaftlichen – weiter so –, mit dem weit verbreiteten, tu-mir-nicht weh-Gedanken verbindet und eine allgemeine Zustimmung finden lässt.

Daher reicht es nicht die Attraktivität einzelner Gedankenmodelle, wie der Ressourcen-Kontingente durch öffentlichkeitswirksame Maßnahmen zu erhöhen. Es ist auch notwendig, die eklatanten Widersprüche des herrschenden kapitalistischen Wirtschaftsmodells aufzuzeigen und die Unmöglichkeit seiner Annahmen zu offenbaren. Letztendlich ist es die Gefahr, in die uns der Kapitalismus bringt, die es in aller Deutlichkeit aufzuzeigen gilt. Nicht als hypothetische Gefahr, als die er gerne in der öffentlichen Diskussion dargestellt wird, sondern als die Gefahr die er unmittelbar ist und aus der er schon die Zukunft unserer Kinder existentiell bedroht.

Geld als Bemessungsgrundlage

Das Regelwerk kapitalistischer Gesellschaften und insbesondere der Wirtschaftssysteme, ist Geld. Es ist die Bemessungsgrundlage für den Verbrauch von Ressourcen. Wer viel Geld besitzt kann viele Ressourcen verbrauchen, so wie derjenige der wenig Geld hat, wenige Ressourcen verbraucht. Der Umstand das Geld nicht limitiert ist, überträgt sich auf die Ressourcen, die zwar begrenzt sind, wir aber mit ihnen umgehen als wären sie unbegrenzt, weil die Bemessungsgrundlage für sie, das Geld unlimitiert ist.

Geld ist eine Bemessung der Quantität. Den Wert von Geld zu erhöhen ist Qualitativ nicht möglich, sondern ergibt sich ausschließlich aus einem mehr an Geld, der quantitativen Vermehrung. Die Ressourcen selbst, die der Mensch für seine Lebensführung benötigt, sind durch die Begrenztheit der Erde die ihm diese Ressourcen bietet, begrenzt. Keine Ressource steht in unendlichen Umfang zur Verfügung. Geld ist durch seine Unbegrenztheit ein Bemessungssystem der Quantität, während Ressourcen durch ihre Begrenztheit qualitative Größen sind. Die Fragen die sich der Menschheit schon heute stellen und deren Lösung in Zukunft existentiell für den Fortbestand der Menschheit sein werden, basieren ausnahmslos alle auf einer willkürlichen und falschen Annahme, das Geld als quantitative Bemessungsgrundlage für qualitative Größen, wie die Ressourcen angenommen wird.

Geld ist eine unbrauchbare und realitätsverzehrende Bemessungsgrundlage, für den Umgang mit Ressourcen.

Die Ressourcen

Die Ressourcen der Erde, wie Luft, Nahrung, Wasser, Rohstoffe, Energie, aber auch Land und Wasserflächen sind die Grundlage für das Leben aller Tiere, aller Pflanzen und des Menschen. Ein geschlossenes System aus dem keine Spezies ausbrechen kann und in der jede einzelne, wie auch der Mensch nur existieren kann, wenn das Gesamtsystem funktioniert. In Bezug nehmend auf den Menschen ist festzustellen, dass er nur innerhalb sehr begrenzter Parameter überlebt, die nur durch das gemeinschaftliche Wirken aller Pflanzen und Tiere gewährleistet sind. Die Zukunft des Menschen wird nicht nur von seiner eigenen Überlebensfähigkeit gewährleistet, sondern ist in wesentlich größerem Maße von der Verfügbarkeit von Ressourcen und einem intakten ökologischen System abhängig.

Der Mensch braucht zwingend die Ressourcen dieses Planeten um sein eigenes Überleben zu sichern. Durch seinen exzessiven Verbrauch von Ressourcen, die Zerstörung der Lebensräume für Flora und Fauna, hat der Mensch nun seine eigene Zukunft in Frage gestellt. Bei Fortführung unserer heutigen Lebensweise, werden die menschlichen Gesellschaften an der Zerstörung von Lebensräumen und dem Mangel an Wasser und Nahrung, in wenigen Jahrzehnten kollabieren. Bei einem weiteren Wachstum der Gesellschaften wie bisher, tritt dieses Ereignis bereits in weniger als zwanzig Jahren ein. Das ist keine göttliche Strafe für unser Fehlverhalten gegenüber der Natur und keine verhandelbare Option, sondern ein Naturgesetz der Evolution, wonach jede Spezies die ihre Ressourcen ausgeschöpft hat, sich auf das Maß dezimieren muss, welches sich aus den verbleibenden Ressourcen ergibt. Auch die Menschheit wird diesem evolutionären Gesetz nicht entgehen, aber sie vermag durch ihren Erfindungsreichtum dieses Geschehnis marginal zu verschleiern.

Im Ergebnis bedeutet das für die Menschheit. Entweder sie findet einen Weg, ihre Existenz mit den vorhandenen Ressourcen zu sichern, oder sie steht vor der Aufgabe einige Milliarden Menschen loszuwerden zu müssen, um die exzessive Existenz der Restlichen aufrecht zu erhalten. Kriege und unvorstellbare humanitäre Katastrophen sind die zwangsläufigen Konsequenzen.

Vielen Menschen ist bereits bewusst, dass der Weg den wir als Menschheit beschreiten, so nicht weiter gegangen werden kann. Den meisten ist jedoch nicht bewusst, wie nahe wir bereits dem Abgrund gekommen sind. Aus dem Unwissen, wie wenig Zeit uns noch bleibt, fordern sie Veränderungen im System. Es mag sein, dass Änderungen innerhalb des Wirtschafts- und Finanzsystems etwas bewirken können, jedoch müssten diese Änderungen so grundsätzlicher Art sein, das sie nicht aus dem System heraus stattfinden können, da das System aus sich heraus solche grundsätzlichen Veränderungen verbietet, die eine Auflösung der systemischen Grundwerte bedeuten würden. Alle Veränderungen innerhalb des Finanz- und Wirtschaftssystems müssten mit den Mitteln und Werten des Systems kompatibel sein und wären damit allesamt zu langsam um rechtzeitig eine entscheidende Wirkung zu erzielen.

Eine Lösung die aus diesem Dilemma heraus führen könnte, wäre die Einführung eines neuen Bemessungssystems, also die Aufhebung der bestimmenden Wirkung des quantitativen Bemessungssytems Geld, auf die noch vorhandenen Ressourcen. Nicht das, durch scheinbare Unbegrenztheit geprägte Bemessungssystem Geld, darf die Nutzung und Verteilung der Ressourcen bestimmen,  sondern die Ressourcen selbst, in ihrer Begrenztheit, sind das Maß der Dinge. Sie allein sind bestimmend ob und welche Zukunft der Mensch haben wird. Nicht die maximale Nutzung der Ressourcen ist eine sinnvolle Grundbedingung für eine Wirtschaft, sondern nur eine umfassende Erhaltung kann die Basis einer zukunftsorientierten Wirtschaft sein und Geld in ihr nicht das Maß, sondern das Mittel der Ökonomie. Die Ressourcen sind der sich verengende Flaschenhals der Ökonomie, durch den die Ökologie muss.

Der Gedanke der Ressourcen-Kontingente

Dem Gedanken der Ressourcen-Kontingente als ökologische Handlungsgrundlage, liegt also die ökonomische Tatsache zugrunde, dass die Erde nur eine begrenzte Menge an Ressourcen bietet. Diese definierte Menge der Ressourcen wird noch einmal begrenzt durch einen Teil der Natur, der durch den Menschen unangetastet bleiben muss, um zum einen, den Lebensraum anderer Spezies zu sichern und zum anderen, die Möglichkeit der Erneuerung der Ressourcen zu gewährleisten.

Grundlegend ist, das jede Spezies, gleich dem Menschen das naturgegebene Recht hat auf diesem Planeten zu leben und nicht selbst nur Ressource des Menschen ist. Das ist eine zwingende weil, den Menschen selbst erhaltende Vorgabe, ebenso wie jeder Mensch das gleiche Recht auf Überleben und damit auf den Zugriff auf Ressourcen hat und zwar in gleichem Maße wie jeder andere. Es gibt keine vernünftige Begründung, aus der ein Mensch mehr Ressourcen für sich in Anspruch nehmen darf und andere einen Mangel daran erleiden. Daraus folgt, dass der verbleibende Anteil der zur Verfügung stehenden Ressourcen, zu gleichen Teilen, auf die Anzahl der Menschen umgerechnet und für jeden Menschen sein persönliches Ressourcen-Kontingent bildet, aus dem heraus er seine Lebensführung bestreiten kann. Das Maß des Verbrauches würde sich nicht mehr wie heute aus der finanziellen Möglichkeit des Einzelnen, sondern aus der Verfügbarkeit einer Ressource ergeben. Eine Ausbeutung von Ressourcen wäre unterbunden und die Nachhaltigkeit gewährleistet.

Unübertragbarkeit und Uneinschränkbarkeit als Voraussetzung

Eine gesetzliche Verankerung und Kontrolle der Unübertragbarkeit dieser Kontingente, würde für eine Minderheit der auf diesem Planeten lebenden Menschen eine Einschränkung ihrer Lebensführung zur Folge haben. Der jedoch größte Anteil aller Menschen könnte seinen Lebensstandart dadurch erhöhen. Das Recht auf ein unübertragbares und uneinschränkbares Ressourcen-Kontingent würde die Gleichheit und die Grundsicherung aller Menschen zur Folge haben. Soziale Ungerechtigkeiten, Ausbeutung und Armut wären Vergangenheit. Das Geldsystem würde sich in ein Vollgeldsystem wandeln, die Marktwirtschaft würde erhalten, allerdings nicht mehr als Selbstzweck zur Gewinnmaximierung, sondern als Mittel der Bedarfssicherung. Die freie Entscheidung über die Konsumgüter, als auch der eigenbestimmten Lebensführung, bleiben bei dem Modell der Ressourcen-Kontingente gewährleistet. Sie würden nur durch die Verfügbarkeit der Ressourcen in Hinblick auf die Nachhaltigkeit beschränkt.

Folgen für die Gesellschaft

Folgendes Procedere der Umsetzung wäre denkbar. Jeder Mensch bekommt ein Ressourcen – Kontingent einmal im Jahr zugeteilt, verbucht auf einer dafür bestimmten Kreditkarte über die jeder Kauf abgerechnet werden müsste. Auf allen Produkten muss der Energie und Rohstoffanteil benannt werden. Die Kontingente könnten in Rohstoff- und Energieeinheiten benannt sein. Es steht jedem frei wann und was er kauft. Wenn jemand zum Beispiel ein Auto kauft zu dessen Produktion 100.000 Liter Wasser benötigt wurden dann wird sein Wasserkontingent für dieses Jahr um 100.00 Liter gemindert. Er muss sich also bei anderen Dingen z.B. dem Gartensprengen oder dem Fleischkonsum einschränken. Exzessive Aktivitäten wie zum Beispiel Kreuzfahrten und Transatlantikflüge wären zwar auch weiterhin möglich, könnten aber bedeuten, einen Teil des Jahres auf den Gebrauch, zum Beispiel des eigenen Autos verzichten zu müssen. Waren die um den halben Globus geliefert werden, wären dann durch die aufgewendete Transportenergie Luxusgüter, während regionale Waren das Kontingent weniger belasten würden. Die Globalisierung würde eingedämmt und heimische Märkte gestärkt. Überproduktionen, lange Produktwege und nicht bedarfsgerechte Produktionen würden minimiert ohne einen Einfluss auf die Produzenten nehmen zu müssen. Schlechte Energiebilanzen der Firmen würden sich in ihren Produkten wieder finden und würden von den Verbrauchern gemieden, da sie zu einer Beschränkung seiner Lebensführung beitragen. Finanzprodukte ergeben über das persönlich verfügbare Kontingent keinen Sinn mehr und der Raubtierkapitalismus wäre beendet. Im Weiteren würde sich durch die Begrenzung der Quantität eine kontinuierliche Erhöhung der Qualität der Produkte einstellen. Der permanente Druck auf die Erzeuger, Produkte mit geringerem Ressourcenaufwand anzubieten würde der Umweltschutz forcieren und die wissenschaftliche Forschung in neue Richtungen lenken. Eine Chancengleichheit zwischen den heutigen Entwicklungsländern und den Industriestaaten, aber auch eine Chancengleichheit der Menschen untereinander würde durch für alle gleiche Kontingente etabliert.

Widerstand gegen die Durchsetzung

Unbestritten gibt es Umstände die eine Einführung von Ressourcen-Kontingenten erschweren. Zum einen ist es eine kleine aber einflussreiche Gruppe von Menschen, die sich einem solchen Unterfangen mit Vehemenz entgegen stellen würden. Es sind die, die auch heute schon durch unangemessenen Reichtum und Besitz, Raubbau an diesem Planeten und seinen Bewohnern betreiben. Sie wären subjektiv die Verlierer dieses Modells und sie werden durch ihren Einfluss auf die Medien, die Politik und die Wirtschaft viele Gründe vorbringen, warum ein solches Modell nicht erstrebenswert ist. Sie werden eine öffentliche Meinung bestimmen, die ausblenden wird, das die meisten Menschen als auch unser gesamtes Ökosystem von einem solchen Modell profitieren können. Es ist nicht zu erwarten das sie einem solchen Wandel freiwillig zustimmen, da es ihnen auch heute schon egal ist ob die Menschheit eine Zukunft hat, oder wie viele Lebensformen und Menschen für dekadentes Dasein leiden oder sterben müssen. Ein Dasein das in seiner Folge den Untergang von uns allen zur Folge haben wird.

Die Zeit wird knapp

Um einen neuen Weg, wie dem hier genannten der Ressourcen-Kontingente zu beschreiten, bleibt nicht mehr viel Zeit. Ehrlicher Weise kann noch nicht einmal mit Bestimmtheit gesagt werden, das überhaupt noch genug Zeit bleiben wird. Dennoch sollte diese Chance genutzt und eine Diskussion begonnen werden, die als Ziel die Einführung von Ressourcen-Kontingenten hat. Es sind noch viele Fragen dazu zu klären. Wie hoch können diese Kontingente sein? Welche Bereiche der Natur müssen in Zukunft für den Menschen tabu sein, um diese vor dem Menschen zu schützen und die Möglichkeit zu gewährleisten das sich Ressourcen neu bilden oder erholen können? Aber auch die Problematik der Konkurrenz zu anderen Modellen muss überdacht werden.

Schlusswort

Zur Zeit der ursprünglichen Veröffentlichung der Ressourcen-Kontingente vor zwei Jahren, war dieses Gedankenmodell noch Utopie, weil der Kapitalismus zwar schon kritisiert, aber nicht von breiteren Gesellschaftsschichten in Frage gestellt wurde. Da sich diese Sicht aber grundlegend verändert hat und der Kapitalismus, sich nach mehrheitlicher Meinung dem Ende zuneigt, werden bald die Diskussionen um ein Ersatzmodell beginnen. Bevor diese Diskussion dann von den Wertevorstellungen und Köpfen bestimmt wird, die für das kapitalistische Desaster verantwortlich waren und darauf beschränkt wird, den alten Kapitalismus ein wenig zu reformieren oder nur mit einem neuen Etikett zu versehen, müssen alternative Modelle einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Die Verfechter des heutigen Finanz- und Wirtschaftssystems haben, durch die Zerstörungen und Ungerechtigkeiten, die sie zu verantworten haben, bewiesen, dass ihr Weg der Falsche war und ihre Ratschläge die Begründungen für eine Welt, die heute am Abgrund steht. Eine Menschheit, die eine Zukunft in Gerechtigkeit untereinander und gegenüber der Natur anstrebt, wäre schlecht beraten, den Lügen der falschen Propheten noch einmal zu glauben.

Ich verbleibe in diesem Sinne

Heinz Sauren

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3 Kommentare zu “Ressourcen-Kontingente, ein Zukunftsmodell.”

  1. Pingback: News 24.08. 2014 |
  2. Hört sich wie ein schlüssiges Konzept an.
    Allerdings bin ich sicher dass die 1 % der Superreichen dies verhindern werden um jeden Preis.

  3. schön schön…
    jetzt erklärt mir bitte, wo der leistungsanreiz in diesem system liegt? das problem ist nicht einmal, dass alle einen anteil der ressourcenquellen bekommen (obwohl das schon eine gigantische bürokratie notwendig macht, wenn alle ressourcenquellen verstaatlicht werden sollen und der staat dann die bewirtschaftung kontrolliert), nein, alle bekommen ja zugriff die endprodukte deren wert sich aus den ressourcen ergibt. wie wurden diese endprodukte hergestellt? mit hilfe von ressourcen und menschlicher arbeitskraft. wer würde diese arbeitskraft liefern, wenn alle so oder so den gleichen anteil an der gesamtproduktion bekommen? für den einzelnen ist der gewinn für die gesamtproduktion, der sich aus seiner arbeitskraft ergibt völlig unsichtbar da er ja durch 7 Mrd geteilt wird! folglich wird er zunächst etwas weniger arbeiten, dann krankfeiern und dann gar nicht mehr kommen. wenn aber immer mehr leute ihre ressourcenkontigente einfach nehmen ohne ihre arbeitskraft zu geben, werden diese weniger wert, da es trotz überschüssiger ressourcen keine menschen gibt, die sie in eine verwertbare form bringen. weniger waren, dieselbe geldmenge=> geld wird weniger wert oder der wert wird künstlich erhalten, dann fehlen aber für einen teil des geldes die waren. (auch wenns hier anders genannt ist, fundamentale ökonomische gesetze lassen sich nicht politisch außer kraft setzen). und wie sollen die zwischenmenschlichen dienstleistungen motiviert werden, wenn diese kontigente nicht übertragen werden dürfen? da bricht doch die gesamte wirtschaft zusammen! wenn dann verhindert werden soll, dass menschen dieses system ausnutzen, müsste ein diktatorischer überwachungs- und zwangsarbeitsapparat im weltmaßstab (!) entstehen, aber selbst dann kann man menschen nicht zwingen mit ihrer maximalen kraft zu arbeiten, weil man sie nicht kennt.
    die superreichen würden sich schlapp lachen, so ein schwachsinn braucht gar nicht erst verhindert zu werden. man erkennt aus dem flugzeug, dass es nicht funktioniert. bevor man gedanken zu einem system veröffentlicht, muss man wissen, was das system mit den menschen macht die nicht „mitspielen“ wollen. und da geht man am besten von normalen menschen aus, die persönlichen aufwand minimieren und nutzen maximieren. aus dieser perspektive lädt das system zum „nicht mitspielen“ ein, da ja damit keine nachteile verbunden sind, die vorteile aber 24/7 freizeit sind. natürlich, wenn alle es machen kommt die große krise mit rationierungen, zwangsarbeit, terror (weil das system sonst wegen seiner ineffizienz von den leistungswilligen menschen abgeschafft wird, siehe kommunismus). das passiert wenn man von der realität eingeholt wird….
    das effektivste druckmittel im derzeitigen system ist der ausschluss aus dem wirtschaftskreislauf. kein beitrag=kein geld. das problem ist nur, dass auch menschen ausgeschlossen werden, die gerne leisten würden, aber nicht können. es sollte also versucht werden herauszufinden, was das ungleichgewicht zwischen angebot und nachfrage schafft, anstatt das kind mit dem bade auszuschütten.
    mit der unlimitiertheit des geldes ist man vielleicht schon auf der richtigen spur. wer sagt denn, dass man seine menge nicht limitieren könnte, wenn politischer wille vorhanden wäre? durch eine deckung mit edelmetallen war es doch jahrhundertelang limitiert.

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