Die Kunst der Wissenschaft


verzweiflung

Die Wissenden glauben sich als Führer der Gesellschaft und ihre Führung wurde ihnen zur Kunst. Eine Kunst die Wissen schafft und so nennen sie diese Wissenschaft.

Sie diagnostizieren, verifizieren und dozieren in solcher Flachheit, das ihnen schon die geringste Erkenntnis, als Beweis ihrer Wissensgabe gilt und letztlich ihrer Allwissenheit zu beweisen scheint. Dieses genügt ihrem Anspruch nach Wahrheit und so glauben sie sich im Besitz dieser.

Von den Wissenden gibt es dreierlei Arten. Die einen die Hoffen zu Wissen, die anderen die Glauben zu Wissen und jene die Wissen zu Wissen.

Jene die Hoffen zu Wissen, sind die Ängstlichen. Im Grunde ihrer selbst erahnen sie ihr Unwissen, doch ihr Antrieb ist die Hoffnung, die sie vor der Dunkelheit ihres Unwissens bewahren soll. Ihr Wissen hat einen schönen Klang und ist von großer Leere, das ist alles was ihr Wissen ist. Sie hoffen, Wahrheiten entfliehen zu können.

Jene die Glauben zu Wissen, sind die Einfältigen. Sie sind von dem was sie zu Wissen glauben so sehr überzeugt, das ihnen jeder Zweifel fremd ist. Jede Kritik an ihrem Wissen, ist ihnen Kritik an ihnen selbst. Ihr Wissen lebt nicht von Erkenntnissen, sondern von der Darstellung ihrer selbst. Ihr Wissen ist das Wissen der großen Reden und Predigten. Sie glauben, Wahrheiten benennen zu können.

Jene die Wissen zu Wissen, sind die Vermessenen. Sie sind die Hohepriester des Beweises und der Beweis ist ihnen das höchste Wissen. Ihr Wissen ist die Begründung, die immer ausladender ist als ihre Erkenntnis. Sie stellen ihr Wissen noch vor die Wahrheit.

Keine Erkenntnis ist ihnen heilig genug, als das sie dieser, nicht die Krone der absoluten Wahrheit über stülpen wollen. Das schaffen von Wissen ist ihnen wichtiger als die Erkenntnis und so schufen sie zu jedem Erkenntnisfeld eine Wissenschaft, da ihnen jede Erkenntnis nur dann genügt, wenn sie eine wissenschaftliche ist.

Lange werden sie brauchen, bis sie verstehen, dass ihre empirische Wissenschaft kein Wissen  schafft, sondern ihr Wissen auf empirische Erkenntnisse begrenzt. Soviel Hochmut steckt in ihrer Wissenschaft, dass sie glauben, ihre von simplen natürlichen Abläufen abgeschaute Welt, sei das Ergebnis ihrer Erfindungsgabe.

Doch kein Element, kein Leben wurde je von Ihnen geschaffen. Sie wähnen ihr Leben in Abläufen, die sie zu kontrollieren glauben. Wie wollen sie kontrollieren, was sie nicht einmal verstehen?  Sie glauben an einen immer währenden Fortschritt. Sie sehen nicht das Fortschritte in geschlossenen Systemen endlich sind. Sie erkennen nicht, dass Demut ihnen ein Verstehen gewähren würde, während ihr Hochmut sie des Verstehens beraubt.

Ich verbleibe in diesem Sinne

Heinz Sauren

 

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Ein Kommentar zu “Die Kunst der Wissenschaft”

  1. Nirgends wird so viel gesuelzt und gelogen, wie bei diesem Thema. An erster stelle gibt es viele verschiedene Arten und weisen von wissen. Wissen gehört zu den Grundvoraussetzungen zum leben. Das heisst, wissen ist in erster Linie erworben und kostet Zeit und Anstrengung.
    Natürlich wird wissen genutzt, insbesondere, um sich Vorteile zu verschaffen. Warum nicht.
    Die Menschen sind gleich, aber auch anders und unterschiedlich. Warum nicht? Die Dominanz von wissen führt zu Führungs Ansprüchen, warum nicht?
    Wenn man allerdings die Demokratie ernst nimmt und die daraus resultierende Selbstverwaltung in der gesellschaft, dann bedarf es gewisser regeln zum system wissen. Keiner sollte von diesem wissen ausgeschlossen sein, welches bedeutet, dass er die Zeit hat dieses wissen zu erlernen und zu praktizieren. Dies geht, freilich nicht im Schuldgeldsystem,dem FIAT money system. Bei “ time is money“ bleibt eben keine Zeit/musse zu lernen und Demokratie und Verwaltung zu praktizieren.
    Wie das Eltern paar seinem Kind alles was geht beibringt, um es unabhängig zu machen, so musste der Politiker und/oder Bürokrat dem, jedem Bürger beibringen, was er weiss!
    Dieses wissen nicht zu teilen ist betrug. Der Politiker kassiert, aber liefert nicht. Die herrschende machthierarchie des geheimwissens schadet den 99,9 %. Definitiv!

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