Politischer Extremimus


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Die Schlagzeilen werden von Extremen beherrscht. Lange Zeit waren es die Linken, deren Demonstrationen in Gewaltexzessen mündeten, nun gesellt sich die politische Rechte mit gut organisierten Aufmärschen dazu.

Ob Antifa oder Hogesa, beide haben ähnliche Strukturen. Beide verfügen über eine Art Event-Management und einen harten Kern von Anhängern die sich offen bekennen und ein Potential von „Schläfern“, die sie mittels eigenen Kommunikationskanälen, anlassbedingt mobilisieren können. Darüber hinaus können sich beide auf einen sympatisierenden Bevölkerungsanteil, zwischen 5 und 10 Prozent berufen.

Einzig die politische Zielrichtung ist different. Während sich die Antifa, als Sprachrohr des politisch linken Randes der Gesellschaft versteht, beansprucht dies die Hogesa für den rechten. Die politische Ausrichtung bestimmt die Themen, die von ihnen besetzt und propagiert werden und es sind die Themen, die den Erfolg der einzelnen Aktionen ausmachen, da sie mittels diesen einen weiteren Bevölkerungsanteil von geschätzt, bis zu 20 Prozent mobilisieren, ohne diese jedoch von ihren grundsätzlichen politischen Zielen überzeugen zu können. Diese Themenunterstützer können ohne einen Widerspruch in ihrer politischen Überzeugung zu finden, heute ein rechtes und morgen ein linkes Thema besetzen. Politisch zu verorten sind sie in der Mitte, ohne von ihr als dritte politische Kraft gebunden zu sein. Es sind diese Wanderbewegungen, die beide politischen Ränder im Einzelfall größer erscheinen lassen als sie tatsächlich sind.

Die dritte politische Kraft, die der Mitte ist im Grunde ebenso strukturiert und dogmatisiert, wie die der linken und rechten Ränder, verfügt jedoch über die Zustimmung einer weiteren Gesellschaftsgruppe, die ihre eigentliche politische Macht ausmacht. Es ist die größte gesellschaftliche Gruppe, die der unpolitischen Wähler. Menschen die wählen, weil sie nichts verändert sehen möchten, deren Ziel es ist den Status Quo zu erhalten. Ihre Gründe sind zumeist Negativabgrenzungen. Ihre Motivation ist die Angst vor Veränderungen, die schon grundsätzlich als negativ empfunden wird, unabhängig ob diese positiv oder negativ wären. Diese Angst wird als besonders hoch, zu den Themen der Gruppen am äußeren rechten und linken politischen Rand empfunden, die diese die größten Veränderungen erwarten lassen. Angst ist die treibende Kraft der politischen Mitte. Ausgelöst wird sie am rechten und linken Rand der Gesellschaft, aber ihre Wirkung entfaltet sie durch die Mobilisierung der gesellschaftlichen Mitte.

Diese maßgebliche Gruppe der Veränderungsunwilligen ließe sich auch nicht zu einer politischen Neuausrichtung oder einem Willen der aktiven Gestaltung bewegen, indem die radikalen linken und rechten Ränder wegfallen würden. Sie würde es als Bestätigung und Sicherung des von ihnen gewünschten Status Quo empfinden. Ein Status Quo der zwar einen gewissen Wohlfühlfaktor in sich trägt, jedoch in einer sich zwangsläufig verändernden Gesellschaft, die eigentliche Gefahr für eine Demokratie darstellt, da er jegliche Anpassung und Reaktion auf neue Problemstellungen verhindert.

Es gleicht einem Hochseilakrobaten auf einem Drahtseil, das die einzig mögliche Richtung seines Weges darstellt. Diese Richtung muss vom Ausgangspunkt gesehen, nicht zwingend nach links oder rechts führen, aber immer eine ausgewogene Balance zwischen links und rechts sein. Die Sicherheit eines Hochseilakrobaten wird bestimmt durch die Länge seiner Balancierstange, also der Entfernung des äußeren rechten und linken Endes.

Ähnlich verhält es sich in einer demokratischen Gesellschaft. Je weiter die äußeren Enden der politischen Ansichten voneinander entfernt sind, desto sicherer ist der Weg. Eine Demokratie muss mit ihrer größten Gefahr leben, der Gruppe der Veränderungsunwilligen. Sie ist ein kaum zu bewegendes Schwergewicht. Die notwendigen Anpassungen und Veränderungen innerhalb einer Demokratie entstehen nicht in der politischen oder gesellschaftlichen Mitte, sondern durch die 20 Prozent der unstehten Themenunterstützer, die sich je nach Sachverhalt auf die rechte oder linke Seite des politischen Spektrums schlagen. Sie werden dazu von den äußersten Rändern animiert.

Es sind die politisch rechten und linken Randgruppen die jede politische Entwicklungen genau beobachten und ein abdriften der politischen Mitte, sofort und heftig mit Gegenreaktionen beantworten. Wenn die Demokratie einen Rechtsruck macht, kommt von Linksaußen die Gegenreaktion, sowie ein Linksruck von Rechtsaußen beantwortet wird. Antifa und Hogesa ist nichts, was, wie gerne aus der politischen Mitte propagiert, auszuhalten ist, sondern die eigentlichen Regulative, die eine Demokratie erhalten.

Die politische Mitte braucht dieses Regulativ nicht, da ihr Machterhalt sich auf die größte und undemokratischste Gesellschaftsgruppe, die der Veränderungsunwilligen stützen kann. Aus sich heraus, sind von ihr keine, die Demokratie erhaltenden Schritte zu erwarten, obwohl sie als ausführende Gewalt jeden dieser Schritte für sich vereinnahmt. Ihr Interesse ist der Machterhalt des Status Quo, der sich dann in einer verändernden Gesellschaft nur mit einem Mittel erhalten lässt. Der an den äußeren Rändern beginnenden und sich zur Mitte fortsetzenden, zunehmenden Reglementierung des Gemeinwesens. Dies läßt sich durch die zunehmende Kontrollwut dieses Landes gut belegen und ablesen.

Natürlich fordert die Linke die Reglementierung der Rechten und ebenso umgekehrt. Das liegt in der Natur der Sache. Diese Forderung jedoch zu einer der Mitte zu machen, ist ein großer Schritt, in Richtung Diktatur.

Ich verbleibe in diesem Sinne

Heinz Sauren

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  1. Teile und herrsche, Wem dient dies. Der Politik, ja/nein, der parasitären Bürokratie oder doch den Hochfinanzdrahtziehern. Die Demokratie wird abgeschafft. Die Diskussion neutralisiert durch Radikalisierung. Wodurch, die Verwerfungen gegen die Interessen der Mehrheit getrieben werden! Die Interessen/Zielrichtungen sind infiziert und deshalb wird ihnen seitens der Mitte misstraut.
    Der gesunde Menschenverstand wird als Dilemma denunziert und verwässert !
    Wer die Situation wirklich durchblicken will, muss die Geschichte des Schuldgeldsystemes (FIAT Money) und der Dominanz der Zentralbanken (privaten) analysieren. Wir sind am Ende des Zyklus‘ dieses Monsters, welches, heute, unwidersprochen und verdeckt die Welt beherrscht. Die Krise ist hausgemacht, systemrelevant, ein Weltstaatenstreich ist geplant! (NWO) Dies geht über viele Jahrzehnte, so, über die letzten großen Kriege und Millionen von Morden und False Flag Aktionen. Man kann sie gar nicht mehr an 2 x Händen zählen.
    Wie dumm und dämlich sind wir, eigentlich und wie sehr sind wir, Alle, konnivent verstrickt!?. Zinssklaven und Zinstreiber zugleich, sitzen wir im Denkgefängnis und sinnieren und meckern! Am wenigsten, allerdings, über unsere eigene Haltung! Es wird keine besseren Politiker geben, wenn wir nicht zu besseren Wählern werden. Der qualvolle Prozess der Selbstkritik und Demut wird vermieden. Tut ja auch weh! Deshalb ist die Option sich zu radikalisieren opportuner. Bravo! WK III, in Sicht. Bürgerkrieg. Schlägerdemo’s, ISIS, Killerspiele, life!
    Die Dekadenz, die Gehirnwäsche ist patente Wirklichkeit und dies führt nur und allein, direkt, in die Diktatur, die wir schon fast, perfekt inszeniert, haben! Die Freiheit, liebe Mitbürger, wird nicht umsonst unter der Tür durchgeschoben, niemals ! Wer sich, jetzt, verweigert, den bestraft das Leben.
    Direkte Demokratie! Jetzt oder nie!

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