Ziele – Das Perpetuum mobile der Dummheit

In einer Gesellschaft der Zielstrebigen sind Ziele unentbehrlich, so das alles Handeln auf solche gerichtet ist.

Wir leben in solch einer Gesellschaft und sehen nicht, dass die Benennung eines Ziels, immer zuerst die Bestimmung eines Weges ist. Sie sehen nicht, dass die Bestimmung eines Weges, immer zuerst der Ausschluss aller anderen Wege ist. Wir erkennen nicht, dass erst die unbegrenzte Anzahl möglicher Wege, die Vielfalt des Lebens ausmacht und begrenzen diese Vielfalt durch Ziele.

In dieser Gesellschaft ist jeder nicht mehr als ein Werkzeug der Ziele und ihr Ziel ist das immer mehr. Das Mehr ist ihr Sinn und der Mehrwert sein Ausdruck. So ist uns das Mehr und sein Mehrwert zum Sinn unseres Lebens geworden und Arbeit ist die Grundlage zur Erreichung dieser Ziele, der kein Einzelner bedarf doch unsere Gesellschaft braucht.

Das Produkt dieser Narretei, der Mehrwert schafft erst den Wert des Einzelnen in unserer Gesellschaft. Es ist die Knechtschaft des Einzelnen zum Nutzen der Vielen. Wir erfinden unsere Werte aus dem nichts und nennen dieses Nichts, Geld. Doch unser Geld ist die Schuld dessen, der sich in die Knechtschaft seiner Produktivität begibt, die erst den Wert ihres Geldes begründet.

Wir sehen nicht wie sinnlos ein Leben ist, wenn es seinen Sinn aus seiner Produktivität für eine Gemeinschaft erfahren muss. Wie wenig muss uns ein Sinn sein, wenn wir keinen eigenen finden? Wie wenig ist uns unser Leben, wenn wir die Erfüllung in definierten Arbeitsabläufen finden? Wie wenig Geist ist uns geblieben, dass wir ohne Arbeit uns selbst zu viel werden? Wie wenig sind wir unserer Gemeinschaft, wenn unser Nutzen uns bemisst?

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Vertreter

Volksvertreter, Rechtsverteter, Handlungsbevollmächtigte. Wir leben in einer Vertretergesellschaft und Vertreter sind das, was wir uns selbst nicht trauen zu sein.

So lassen wir für uns sprechen, streiten und auch regieren, auf das uns jeder Konflikt und jede Konsequenz erspart bleibe. Leicht kann reden, wer sein Wort nicht erheben muss. Leicht kann richten, wer nicht vollstrecken braucht und auch der Schwächste vermag zu streiten, wenn er sich nicht einsetzen muss. So ist unsere Gemeinschaft, die der großen Reden, der schnellen Urteile und des immer währenden Streits. Unsere Vertreter sind die Stärksten unter uns und es ist ihnen leicht ihre Stärke zu zeigen, da es das Wesen der Vertretung ist, nicht selbst verantwortlich zu sein. So ist am Ende jeder von Verantwortung befreit. Wir erkennen leider nicht, dass ein Handeln ohne Verantwortung immer verantwortungslos ist.

 
Können wir es wirklich nicht besser? Ist uns schon evolutionär vorgegeben so schwach zu sein? Wenn dem so ist, dann nehmen wir den falschen Platz ein!

Wiesengleichnis

Mir scheint ich stünde vor einer großen Wiese. Ein Meer von Grashalmen, jeder einzelne ein Wissen, eine Erkenntnis. Der Mensch scheint mir die Kuh. Fortwährend mit gefühlloser Zunge die Halme des Wissens abreißend, um sie unersättlich zu verschlingen und doch die Wurzel nie erreichend. Schwer bekommt dem Tier die Kost, so das sie immer neu hochgewürgt werde, bis sie endlich verdaut wurde, um am Ende als übel riechender Fladen Mist, noch unberührte Halme des Wissens unappetitlich zu begraben.