Denkende

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Nach Glück und Freiheit wollen wir streben,
mit Fragen und Zweifel, einen Sinn uns geben.
Die brennenden Zweifel, wie Feuer spüren,
mit Hilfe von Fragen, die Flammen schüren.

Was dem Denker ein Glück, wohl seine größte Freud,
ist aus Kleingeistes Blick, wohl sein größtes Leid.
So müht sich der Kleingeist, in all seinem Streben,
zu verbannen die Zweifel, welch sorgloses Leben.

Beschneidet die Freiheit, die Lust am Denken,
im Sinne der Vielen, so kann man sie lenken.
Für Fragen und Zweifel, nur Spott und Hohn,
so lenkt man die Vielen, das ist ihr Lohn.

Nun seht die Gefahr, für jene die denken,
entstanden durch jene, die andere lenken.
Moral und Gesetz, der Erfolg kleiner Geister,
ihr Eifer wird größer, ihr tun immer dreister.

Verbrecher sind nun, die fragenden Denker,
und Richter sind nun, die eifrigen Lenker.
Die Gleichheit der Vielen, sie soll nun verwalten,
nicht Zweifel und Fragen, die Zukunft gestalten.

Die Gleichheit der Braven, der Kleinen, der Laffen,
zu schwach für das Leben, es wird sie wegraffen.
Das Feuer des Glückes, der Freiheit, wird fressen,
an Fragen und Zweifel, wird es sich bemessen.

Die Lenker der Schwachen, die Gleichheit ihr Plan,
das Leben wird richten, sie in ihrem Wahn.
Wer immer versucht hat, die Denker zu richten,
hat schmerzlich gelernt, dass ihre Fragen vernichten.

Heinz Sauren

Des Lebens Freiheit

mannimbaum

 

 

 

 

 

 

Der Morgen graut, das Leben beginnt,
erzwungen, bevor die erste Stunde verrinnt.
In schamloser Freiheit, als Wille geboren,
schon rinnt die Zeit, das Leben verloren.

Der Kindheit Spiel, soll Hoffnung geben,
manch zaghafter Schritt, ins neue Leben.
Der Wille zu nehmen, was immer es ist,
und ihn zu leben, nur kurz ist die Frist.

Die Schule beginnt, es gibt kein zurück,
zu lernen die Regeln, gar Stück für Stück.
Der Wille zur Freiheit, nun muss er sterben,
Schuld und Scham, das sind seine Erben.

Die Schule beendet, der Wille gebrochen,
der Freiheits Wille, kommt nur noch gekrochen.
Die Freiheit von allen, die der Gemeinschaft,
so zeigt sich der Wille, die neue Geheimkraft.

Werken und Schaffen, die Suche nach Geld,
so scheint er nun, der Nabel der Welt.
Mit ewiger Hast, getrieben durch Jahre,
auf das nur kein Unglück, darin widerfahre.

Beruf und Familie, vielleicht auch noch Kinder,
auch Hab und Gut will zählen nicht minder.
Der Nachbar beeindruckt, der Schein ist gepflegt,
die Freiheit erstorben, das Ansehen gehegt.

Erzwungen das Glück, nicht Willens zu teilen,
verurteilt zu hasten, dem Glück nach zu eilen.
Nicht fähig zu wehren, nicht mündig zu hassen,
nur folgend den Zielen, das Leben in Klassen.

Die Jahre vergehen, die Freiheit verloren,
aus Freiheit und Geist, ward nichts geboren.
Für fleißige Arbeit, manch Lohn noch bekommen,
von falschen Propheten, manch Wert übernommen.

Die Chance vertan, kein zweites Beginnen,
was immer geschaffen, nun wird es zerrinnen.
Der letzte Tag ruft, es droht das vergessen,
so vieles versäumt, nun folgt das Ermessen.

Die Freiheit getreten, der Geist wird sich rächen,
die eigene Zukunft, nun daran zerbrechen.
Wer Freiheit gefordert, den Geist frei entfaltet,
der auch noch im Tode, die Zukunft gestaltet.

Dann schwebt er im Raume, sein Name ist Tot,
bringt Trauer und Pein, so manch große Not.
Er raubt sich das Herz, das Fleisch, die Gebeine,
nur des Geistes Freiheit, sie ist nicht die Seine.

Der eine vergessen, verloren den Seinen,
einzig geblieben, sein Name auf Steinen.
Der andere gesehen, der Freiheit Gesicht,
sein Geist strahlet ewig, gleich gleißendem Licht.

Heinz Sauren

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